Burgund und Barolo
Die teuersten Rebberge der Welt

Das Unternehmen Knight Frank ist eine Immobiliendienstleisterin mit Sitz in London, die unter anderem auch die Preise für Rebflächen auf der ganzen Welt zusammenträgt. Mit überraschenden Ergebnissen.
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Die Spitze der Qualitätspyramide im Burgund sind die Grand-Cru-Lagen. Sie machen rund zwei Prozent der Rebfläche an der Côte de Nuits aus und sind die teuersten Rebberge der Welt.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jedes Jahr wird ein Ranking der teuersten Rebflächen der Welt erstellt
  • Teils übertrumpfen wertvolle Einzellagen die Hektarpreise einer Region um ein Vielfaches
  • Die Rebflächen in Neuseeland, Südafrika und Australien verlieren ihre Position an einen überraschenden Mitbewerber
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Ursula GeigerRedaktorin Wein

In der 20. Ausgabe des «Wealth Report» von Knight Frank ist ein Ranking auch den Rebbergpreisen gewidmet. Es umfasst 15 Positionen und ist eingebettet zwischen den Preisen für High-End-Immobilien – Tokio ist teurer als Gstaad – sowie dem Investment-Index für Luxusgüter: Rare Weine rentieren mehr als Whisky.

2025 lagen die teuersten Weinberge der Welt in den Grand-Cru-Lagen der Côte de Nuits im Burgund. Wer hier einen Hektar Rebfläche kaufen will, muss 43 Millionen Franken hinblättern.

15 mal 15 Meter für eine Million

Und wer nur eine Million zur Verfügung hat, kann allenfalls 232 Quadratmeter erstehen, also eine Fläche von rund 15 mal 15 Metern. 

Bei einer Pflanzdichte von 9000 Stöcken pro Hektar, wie es im Burgund üblich ist, hätten immerhin rund 39 Rebstöcke auf dem Gelände Platz. Mit 40 Flaschen Wein könnte man grosszügig kalkuliert unter Einhaltung aller Produktionsregeln schon rechnen.

Krasse Verhältnisse in Frankreich

Weil auch die weniger begehrten Lagen der Côte de Nuits in den Index mit einberechnet werden, landet die Region im Ranking auf dem siebten Platz. Derweil sind die Hektarpreise im Piemont, im Anbaugebiet des Barolo, gegenüber 2024 um 15 Prozent auf 2,11 Millionen Franken gestiegen.

Danach folgt die Côte de Blancs in der Champagne mit 1,49 Millionen. In Bordeaux ist die Subregion Margaux im Médoc mit 1,29 Millionen das teuerste Pflaster.

Wertverlust in Übersee

Rebflächen in Neuseeland und in Stellenbosch (Südafrika) mussten einen Wertverlust von 25 Prozent gegenüber 2024 hinnehmen. Darum liegen sie im Ranking hinter Essex in Grossbritannien, wo ein Hektar Rebfläche knapp 94’000 Franken kostet.

England liegt als Cool-Climate-Zone im Trend und punktet mit Schaumweinen. Bereits 2015 erwarb das Champagnerhaus Taittinger in der Grafschaft Kent Rebfläche.

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