Barrio de la Estación
Ein Volksfest für den Rioja in Haro

Mitte Juni wird an der Cata del Barrio de la Estación der Rioja gefeiert. Sechs bedeutende Bodegas öffnen ihre Keller. Sie alle befinden sich in Gehdistanz zum Bahnhof von Haro. Die Eisenbahn hat ihre Erfolgsgeschichte erst möglich gemacht.
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La Cata del Barrio de la Estación in Haro zieht 3500 Besucherinnen und Besucher an.
Foto: Stefan Keller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rioja ist Spaniens berühmtester Wein
  • In Haro, der «Hauptstadt» des Rioja, findet alle zwei Jahre ein Volksfest statt
  • Bedeutende Bodegas öffnen ihre Tore und zelebrieren die Weinkultur
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Stefan KellerRedaktor Wein

La Cata del Barrio de la Estación ist ein alle zwei Jahre stattfindendes Weinfest der Sonderklasse. Die Degustation in der Nachbarschaft der Eisenbahnstation, so die deutsche Übersetzung, zieht 3500 Besucherinnen und Besucher an, mehr Karten werden nicht verkauft.

Dies garantiert, dass die ausgesprochen gepflegte Veranstaltung nicht aus dem Ruder läuft. 

Eisenbahn als Wirtschaftsmotor

Rund um den Bahnhof von Haro – das Städtchen nennt sich Capital del Rioja – befinden sich Bodegas mit Weinen von den grössten Rioja-Produzenten.

Die Bodegas entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus doppeltem Anlass. Am 15. Mai 1863 erreichte der erste Zug von Miranda de Ebro Haro, damit waren die Jarreros an das nationale und internationale Schienennetz angebunden.

Zur selben Zeit begann die Reblaus Frankreichs Weinberge zu zerstören. Französische Weinhändler- und -produzenten suchten nach Ersatz und wurden in der Rioja fündig. In der Folge entstanden in der Region Bodegas, die auch heute noch die Weinproduktion prägen. Orte mit Eisenbahnanschluss profitierten ganz besonders von dieser Entwicklung.

Ein entspannter Weinanlass

2015 lancierten die Bodegas rund um den Bahnhof von Haro die Veranstaltung La Cata del Barrio de Estación, mit der sie dem Publikum ihre Geschichte erlebbar machen: Die Türen stehen bis in die tiefen Keller offen, repräsentative Weine werden ausgeschenkt und Spitzenköche servieren Pintxos, die typischen Häppchen der Region. DJs legen auf, Musikanten ziehen durch die Strässchen: Von morgens 11 Uhr bis abends 19 Uhr herrscht fröhliches Treiben.

Die Spanier und Spanierinnen – oft in Gruppen anwesend – geniessen den Tag in vollen Zügen. Es ist nicht der Tag der Weinfreaks, es ist ein Fest der puren Freude am Wein, an der Weinkultur. 

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