Darum gehts
- Eier lassen sich leichter schälen: Natron, Eiswasser und Alter entscheidend
- Natron erhöht pH-Wert, erleichtert Schalenlösung; Eiswasser schafft Luftschicht
- Empfehlung: 0,5 TL Natron, 2 Liter Wasser, 5–7 Tage alte Eier
Gekochte Eier sind schnell gemacht und gehören für viele zum Frühstück, zur Salatplatte oder zum Klassiker russischer Salat. Doch beim Schälen kann die gute Laune schnell verschwinden: Die Schale sitzt fest, beim Pellen reisst das Eiweiss mit ab. Am Ende bleibt ein ziemlich zerfleddertes Ei übrig.
Dabei soll es einen einfachen Trick geben, mit dem sich die Schale deutlich leichter lösen lässt: Natron im Kochwasser.
Eine halbe Teelöffelspitze Natron soll reichen
Dafür werden die Eier zunächst wie gewohnt gekocht. Sobald das Wasser kocht, kommt eine halbe Teelöffelspitze Natron ins Wasser. Anschliessend wird die Hitze reduziert und die Eier bei mittlerer Temperatur weitergekocht. Der Trick beruht laut dem ursprünglichen Beitrag darauf, dass Natron den pH-Wert des Kochwassers erhöht. Dadurch soll sich die Membran zwischen Eiweiss und Schale leichter lösen.
Wichtig: Nicht mehr als eine halbe Teelöffelspitze auf zwei Liter Wasser verwenden. Zu viel Natron kann den Geschmack beeinträchtigen. Für hartgekochte Eier werden übrigens neun bis zehn Minuten Kochzeit empfohlen.
Danach kommt der Eiswasser-Trick
Doch nicht nur das Kochwasser soll entscheidend sein. Auch nach dem Kochen kommt es auf den richtigen Moment an. Die Eier sollten direkt aus dem heissen Wasser in eine Schüssel mit kaltem Wasser und fünf bis sechs Eiswürfeln gegeben werden. Dort bleiben sie laut dem Tipp rund drei Minuten. Durch den abrupten Temperaturwechsel soll sich das Innere des Eis schneller zusammenziehen als die Schale. Dadurch entsteht zwischen Ei und Schale eine dünne Luftschicht und das Schälen wird einfacher.
Danach das Ei vorsichtig auf einer harten Oberfläche anklopfen und unter leichtem Druck über die Oberfläche rollen. So entstehen viele kleine Risse in der Schale. Anschliessend soll sie sich in grösseren Stücken ablösen lassen.
Auch das Alter der Eier spielt eine Rolle
Wer grössere Mengen Eier für einen Salat oder ein Buffet kocht, kann ausserdem auf das Alter der Eier achten: Eier, die bereits fünf bis sieben Tage im Kühlschrank liegen, sollen sich leichter schälen lassen als ganz frische Eier. Gerade frisch gekaufte Eier können beim Schälen besonders hartnäckig sein.
Der Grund: Bei frischen Eiern ist das Eiweiss stärker mit der Schalenmembran verbunden. Mit zunehmendem Alter verändert sich der pH-Wert des Eis, dadurch kann sich das Eiweiss leichter von der Schale lösen.
Die 3 wichtigen Schritte
Wer beim Eier-Schälen künftig weniger Frust möchte, kann sich also diese drei Schritte merken:
- Beim Kochen eine kleine Menge Natron ins Wasser geben.
- Die Eier nach neun bis zehn Minuten sofort in Eiswasser legen.
- Für besonders einfaches Schälen eher Eier verwenden, die schon einige Tage im Kühlschrank liegen.
So bleibt beim Schälen im besten Fall mehr Ei auf dem Teller – und weniger an der Schale.
Dieser Artikel erschien erstmals auf zena.blic.rs, dem Lifestyle-Portal des serbischen Mediums Blic, das zur internationalen Ringier-Gruppe gehört.