Einfach Claudio fragen
Wie legt man Bärlauchknospen ein?

Bärlauch läutet den Frühling ein: Frisch gepflückt aus dem Garten oder Wald wird das würzige Kraut zum gesunden Genuss. Ob als Pesto, Öl oder Kapern – selbst gemacht schmeckt es am besten, so der Koch Claudio Del Principe.
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Laut Claudio Del Principe wächst Bärlauch ohne üppiges Zutun in unseren Gärten – oder im nahen Wald.
Foto: Claudio del Principe

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bärlauch wächst im Frühling und eignet sich für verschiedene Rezepte
  • Frische Bärlauchknospen können zu haltbaren Bärlauch-Kapern verarbeitet werden
  • Bärlauch-Kapern halten bis zu 6 Monate im Kühlschrank
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Claudio Del PrincipeKolumnist

Etwas, das ohne mein Zutun üppig in unserem Garten (oder bei dir im nahen Wald) wächst und zuverlässig als erster Bote vom nahenden Frühling kündet, ist Bärlauch. Danke, liebe Natur! Dieses Powerkraut ist gesund, weckt müde Geister und schmeckt – frisch und gut dosiert verwendet – grossartig.

Ich weiss, es gibt da draussen auch ein paar Bärlauch-Muffel, die jetzt die Nase rümpfen. Ich höre euch, ich verstehe euch. Leider gibt es viel zu viele schlechte Bärlauch-Produkte – überall ist zu dieser Jahreszeit gefühlt Bärlauch drin. Auch der Bärlauch, den man im Laden bekommt, ist meistens schon nicht mehr so frisch, dann kann er schnell mal muffig riechen. Darum lieber selber sammeln gehen und an der frischen Luft Energie tanken.

Ich verwende am liebsten die kleinen, jungen Blätter und mache daraus ein Pesto für Pasta oder Gnocchi. Geht so: Blätter abbrausen und trocken tupfen, mit Pinienkernen, Mandeln oder Wallnusskernen, Parmesan, Salz, Pfeffer und viel Olivenöl extra vergine mixen – fertig. Hält sich verschlossen im Glas mit Olivenöl bedeckt locker eine Woche. Noch lieber bereite ich eine grössere Menge zu und friere alles portionsweise ein.

Hier, eine weitere Möglichkeit, frischen Bärlauch lange haltbar zu machen und vielseitig und gut dosiert einzusetzen, ist, daraus ein leuchtend grünes Öl herzustellen.

Besonders schmackhaft sind die Knospen, die sich einlegen lassen und als Bärlauch-Kapern eingesetzt werden können. Zum Beispiel auf einem Rindstatar, zu einer Pastasauce oder zu Käse.

Die Knospen verarbeite ich gerne zu Bärlauch-Kapern, und die zarten weissen Blüten erfreuen das Auge auf besonders hübsch angerichteten Gerichten.

Zutaten 

  • 200 g frisch gepflückte, geschlossene Bärlauchknospen
  • 100 g grobes Meersalz

Für den Sud 

  • 200 ml Wasser
  • 100 ml Weissweinessig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 2 EL Salz
  • 1 EL Zucker

Zubereitung 

  • Die Knospen mit etwa 2 cm Stängel dran sammeln, abbrausen und abtropfen lassen.
  • In eine Schüssel geben, mit dem Meersalz vermischen und dann zwei Tage zugedeckt bei Raumtemperatur ziehen lassen. Das entzieht den Knospen Wasser und konzentriert den Geschmack.
  • Nach zwei Tagen die Knospen vom Salz befreien.
  • Das geht am besten, wenn man sie in einem feinmaschigen Sieb durchschüttelt.
  • Alle Zutaten für den Sud aufsetzen, einmal aufkochen, die Knospen dazugeben und 1 Minute darin ziehen lassen.
  • Dann sogleich in sterilisierte Einmachgläser abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. So halten sie sich gut 6 Monate.

Passt zu Salat, Gemüse, Fleisch, Fisch und zu allen Gerichten, für die sonst Kapern verwendet werden, wie zum Beispiel Vitello tonnato.

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