Darum gehts
- Laut Claudio Del Principe passen Rhabarber und Spargel perfekt zusammen, ideal für eine Frühlings-Wähe
- Eine Kombination aus süssem Spargel, herbem Rhabarber und Haselnüssen überzeugt
- Rezept: 6 Spargeln, 4 Rhabarberstangen, 100 g Haselnüsse, Mürbteig
Unter englischsprachigen Weinfachleuten kursiert das Credo: «What grows together goes together». Also quasi, was nah beieinander wächst, passt auch gut zusammen. Was bedeutet, dass Lebensmittel, die in derselben Region wachsen oder erzeugt werden, wie der Wein, besonders gut zusammen harmonieren. Das lässt sich meiner Meinung nach auch sehr gut auf die Jahreszeiten anwenden. Was gleichzeitig reif und verfügbar ist, passt meistens auch gut zusammen.
So zum Beispiel weisse Spargeln und Rhabarber. Komisch, dass man sie trotzdem selten nebeneinander auf dem Teller antrifft. Aber es lohnt sich. Eine meiner liebsten Kombinationen ist eine Tarte – oder auf gut Schweizerisch eine Wähe – mit den beiden typischen Frühlingsgemüsen.
Sie läuten mit ihrem Auftauchen ab April die Frische nach dem Winter ein. Der herbe Rhabarber steuert knackige Säure und Charakter bei, während frischer Spargel mit seiner besonderen Süsse und einem feinen, tiefgründigen Aroma für spannenden Ausgleich sorgt.
Wähen bestehen je nach Region oder Vorliebe aus Mürbteig oder Blätterteig, mit einem Belag aus Früchten, Gemüse oder Käse und einem Rahm-Ei-Guss. Dieser kann sowohl gezuckert wie auch gesalzen werden.
Bei meiner Spargel-Rhabarber-Tarte halten sich Zucker und Salz geschmacklich die Waage. Je nach Vorliebe kann man es individuell stärker in die eine oder andere Richtung steuern: beides spannend!
Zutaten
- Etwa 6 mitteldicke Spargeln, geschält, der Länge nach aufgeschnitten.
- Etwa 4 Rhabarberstangen, gewaschen, Fäden abgezogen.
- 100 g Haselnüsse, grob gehackt.
Zutaten Mürbteig für eine runde 28er-Form
- 250 g Weissmehl
- 150 g kalte Butter, gewürfelt
- 1 Prise feines Salz
- 1 TL Zucker
- 2 Eigelb
- 1–2 EL kaltes Wasser nach Bedarf
Zubereitung Mürbteig (alternativ gekauften Teig verwenden)
- Mehl, Salz und Zucker mischen.
- Kalte Butter einarbeiten, bis eine feine, sandige Textur entsteht.
- Eigelb zufügen und rasch zusammenfügen; nur wenn nötig minimal Wasser zugeben.
- Nicht kneten — der Teig soll gerade so zusammenhalten.
- Flach drücken, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kühlen.
Für den Guss
- 3 Eier, Grösse L
- 300 ml Vollrahm
- 1 EL Zucker
- 1 TL feines Meersalz
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Mürbteig ausrollen und in ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
- Mehrmals mit der Gabel einstechen.
- Die grob gehackten Haselnüsse darauf verteilen; ein paar davon zum Bestreuen zurückbehalten.
- Die Spargel abwechselnd mit den Rhabarberstangen auf den Teig legen.
- Für den Guss Eier, Rahm, Zucker und Salz gut miteinander verrühren.
- Über Spargel und Rhabarber giessen; darauf achten, dass die Tarte nicht bis zum Rand gefüllt wird, damit es beim Backen nicht überläuft.
- 20 bis 30 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind.
- Schmeckt lauwarm oder ausgekühlt am besten.