Darum gehts
- In der Arktis bleibt die Sonne teils monatelang sichtbar oder verborgen
- Utqiaġvik erlebt 65 Tage Dunkelheit und 80 Tage Mitternachtssonne
- Las Vegas gilt als hellste Stadt, verdrängt natürliche Dunkelheit komplett
Während wir den Wechsel von Tag und Nacht als selbstverständlich empfinden, gibt es Orte auf der Erde, an denen dieses Muster völlig aus dem Gleichgewicht gerät. In der Arktis bleibt die Sonne im Sommer wochen- bis monatelang sichtbar, während im Winter komplette Dunkelheit herrscht. Gleichzeitig gibt es Städte, in denen künstliches Licht die Nacht fast vollständig verdrängt. Diese besonderen Natur- und Kulturphänomene zeigen, wie extrem unterschiedlich unser Planet «Licht» erlebt.
Utqiaġvik (Alaska), USA
Utqiaġvik gilt als eine der dunkelsten Städte der Welt. Hier geht die Sonne im Winter für etwa 65 Tage am Stück nicht auf. Im Sommer kehrt sich das Phänomen um. Dann herrscht für etwa 80 Tage die Mitternachtssonne. Genau dieses Phänomen tritt bald ein. Erst am 2. August wird die Sonne in Utqiaġvik wieder untergehen.
Longyearbyen (Spitzbergen), Norwegen
Longyearbyen, die nördlichste Stadt der Welt, erlebt eine fast viermonatige Polarnacht. Selbst am Mittag herrscht hier absolute Dunkelheit. Im Gegenzug geht die Sonne vom Frühling bis zum Spätsommer niemals unter.
Tromsø, Norwegen
Tromsø ist bekannt für den Wechsel zwischen der Polarnacht, die von Ende November bis Mitte/Ende Januar dauert, und der Mitternachtssonne. Letztere dauert offiziell vom 20. Mai bis zum 22. Juli. Die Stadt ist zudem ein Hotspot für Polarlichter, die besonders zwischen Dezember und Februar den dunklen Himmel in Grün- und Lilatönen erleuchten.
Las Vegas (Nevada), USA
Las Vegas wird oft als die hellste Stadt der Erde bezeichnet. Insbesondere vom Weltraum aus betrachtet sticht Las Vegas als heller Fleck ins Auge. Die enorme Dichte an Neonreklamen und der riesige Lichtstrahl des Luxor-Hotels erzeugen eine Lichtkuppel, die die natürliche Dunkelheit komplett verdrängt.
Tokio, Japan
Als eine der grössten Metropolregionen der Welt verwandelt sich Tokio nachts in ein riesiges Lichtermeer. Millionen Leuchtreklamen, Bildschirme und Strassenlichter sorgen dafür, dass die Stadt auch nachts kaum echte Dunkelheit kennt. Beispiel gefällig? Am Shibuya Crossing, einer der berühmtesten Kreuzungen der Welt, überqueren bis zu 3000 Menschen pro Grünlichtphase die Strasse. Auch nachts herrscht auf der Kreuzung dichtes Getümmel.