Darum gehts
- Blumeninsel Mainau am Bodensee erstrahlt im Frühling in voller Blütenpracht
- Sieben lebensgrosse Dinosaurier und Kinderschatzsuche als Highlights
- 20 Hektar Garten mit 500'000 Blumen sorgen für Farbspektakel
Insel Mainau (D) – Blüten und Bodenseeluft
Direkt vor der Schweizer Haustür liegen die Konstanzer Altstadt und die Blumeninsel Mainau – eine Kombination, die sich für Pfingsten fast von selbst anbietet. Erst ein Bummel durch die Gassen von Konstanz, später hinaus auf die Insel, wo der Frühling am Bodensee besonders verschwenderisch erblüht. Die gräfliche Familie Bernadotte, deren Wurzeln nach Schweden reichen, formte die einst verwilderte Insel seit den 1930er-Jahren zu jener Park- und Gartenlandschaft, die heute zu den schönsten Anlagen Europas zählt.
Auf rund 20 Hektaren Gartenfläche spriessen im Frühling Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse und Stiefmütterchen – ein farbenfroher Glücksort nach dem Grau des Winters. Dazwischen verströmen Palmen, Orangenbäume, Orchideen und alte Mammutbäume einen Hauch Mittelmeer. Besonders schön ist ein Spaziergang durch die Frühlingsallee, hinauf zum barocken Schloss und zur Schlosskirche St. Marien. Wer es wärmer mag, badet im Palmenhaus zwischen hohen Gewächsen und Orchideen in tropischem Klima. Ein weiterer Klassiker ist das Schmetterlingshaus, in dem bunte Falter frei durch die feuchtwarme Pflanzenwelt flattern.
Im aktuellen Saisonprogramm bekommt die Mainau zudem gigantischen Besuch: Auf der Insel sind sieben originalgrosse Dinosaurier ausgestellt. Für Familien gibt es ausserdem eine Kinderschatzsuche, bei der sechs Rätsel gelöst werden müssen.
Ravensburger Spieleland (D) – Familienausflug ohne Reizüberflutung
Viele Freizeitparks überfordern mit ihren lauten und schrillen Attraktionen schon nach wenigen Stunden – insbesondere kleinere Kinder kommen bei den Reizen schnell an ihre Grenzen. Im Ravensburger Spieleland in der Nähe des Bodensees geht es ruhiger zu: Es setzt weniger auf Dauerbeschallung und Adrenalin als auf gemeinsames Erleben und ein Tempo, das auch für Familien mit jüngeren Kindern geeignet ist.
Mehr als 70 Attraktionen in acht Themenwelten sorgen zwar für genug Abwechslung, doch die Anlage bleibt überschaubar und familienfreundlich. Statt grosser Mutproben stehen hier Mitmachideen im Mittelpunkt: Kinder können etwa bei «Das Nilpferd in der Wasserbahn» eine spritzige Runde drehen oder in der «GraviTrax-Kugelbahn» spielerisch tüfteln, bauen und entdecken. Viele Attraktionen greifen bekannte Spiele- und Kinderwelten des Ravensburger Verlags auf.
Für die Pfingstferien eignet sich das Spieleland auch deshalb gut, weil der Ausflug nicht nach einem Tag vorbei sein muss. Im angeschlossenen Feriendorf können Familien direkt beim Park übernachten – je nach Wunsch in thematisierten Ferienhäusern, Schwedenhäusern, Schlafwaggons oder auf dem Caravan-Stellplatz.
Golm (A)– Erlebnisberg für aktive Familien
Familien, die es zu Pfingsten aktiver lieben, finden am Golm im Montafon (Vorarlberg) ein Bewegungs- und Spassparadies. Der Erlebnisberg bietet viele Familienattraktionen, die auch ältere Kinder und Teenager begeistern. Das Gute: Statt Dauerbeschallung gibt es hier Bergluft, Aussicht und spielerische Bewegung – und eine Portion Nervenkitzel.
Der Höhepunkt ist der Alpine-Coaster-Golm, der rund 2,6 Kilometer den Berg hinuntersaust. Dazu kommt der Waldrutschenpark, bei dem eine Bergwanderung mit mehreren langen Röhrenrutschen verkürzt wird – eine schöne Mischung aus Wandern und Spielen. Für noch mehr Abenteuer sorgt der Waldseilpark, in dem man zwischen Bäumen herumklettert.
Als Basis für die Kurzferien über Pfingsten bieten sich die Orte Vandans, Tschagguns oder Schruns an: nah genug am Erlebnisberg, aber mit genügend Auswahl an Unterkünften und Restaurants.
Alassio (I) – Sandstrand und Dolce-Vita
Wer mit Kindern unkomplizierte Tage am Meer verbringen möchte, findet in Alassio an der ligurischen Küste in Italien ein schnell erreichbares und entspanntes Familienziel.
Für Familien mit kleineren Kindern ist Alassio wegen der kurzen Wege besonders angenehm. Vom Hotel zum Strand, vom Strand zur Glace, von der Promenade zurück ins Zimmer – vieles lässt sich zu Fuss erledigen. Dazwischen bleibt genug Zeit für Sandburgenbauen, Baden, Muschelsuchen, Chillen im Liegestuhl – Ende Mai ist es hier in der Regel schon «Badestrand-warm».
Wenn es einmal eine Pause vom Strand braucht, geht ins Hinterland, zum Beispiel zu den Grotten von Toirano. Die geführte Tour durch die Höhlen dauert rund eine Stunde und führt durch eine unterirdische Welt aus Tropfsteinen, prähistorischen Spuren und Überresten von Höhlenbären.
Mülhausen (F) – Zugmuseum, Zoo und Elsass ohne Kitsch
Mülhausen ist nicht das Postkarten-Elsass mit Fachwerkromantik und Weinstubenidylle, dafür bietet die Stadt nahe Basel für Familien erstaunlich viel.
Der grosse Trumpf ist die Cité du Train, eines der bedeutendsten Eisenbahnmuseen Europas. Auf rund 60'000 Quadratmetern geht es nicht nur um Lokomotiven und alte Waggons, sondern um die Faszination des Reisens: Bahnhofsambiente, historische Züge, grosse Maschinen, bei denen Klein und Gross gleichermassen ins Staunen kommen. Und wenn noch Energie vorhanden ist, lockt die Cité de l’Automobile, das nationale Automobilmuseum mit mehr als 450 aussergewöhnlichen Fahrzeuge – gerade bei schlechtem Pfingstwetter sind beide Museen ein dankbares Ausflugsziel.
Und wenn das Wetter mitspielt, lohnt sich ein Besuch im Zoologischen und Botanischen Garten. Hier kann man sowohl Tiere als auch Pflanzen aus allen Ecken der Welt entdecken.