Darum gehts
- Whatsapp löscht nach vier Jahren die Avatar-Funktion
- Profilbilder mit Avatar-Figuren verschwinden darum bald
- Bereits verschickte Sticker bleiben in den Chats sichtbar
Der Mutterkonzern Meta hat stillschweigend eine Funktion im Messenger Whatsapp entfernt: Avatare. Ab sofort lassen sich keine der Bildchen mehr erstellen. Meta hat den entsprechenden Wortlaut zu Avataren auf seiner FAQ-Website aktualisiert. Bald ist auch das Bearbeiten der Bildchen nicht mehr möglich, und bestehende Avatare verschwinden vollständig aus den Profilen. Wer seinen Avatar jetzt manuell löscht, sollte wissen: Er lässt sich danach nicht wiederherstellen. Bei vielen Usern fehlt der Menüpunkt «Avatar» bereits in den Einstellungen.
Meta lancierte die Avatare im Dezember 2022 als animierte Stellvertreter, mit denen sich Nutzerinnen und Nutzer im Messenger darstellen konnten. Hautton, Frisur, Outfit, Brille: Alles liess sich individuell anpassen. Wer fertig war, erhielt automatisch 36 personalisierte Sticker mit verschiedenen Emotionen, vom Winken bis zum Herzversenden. Die Figürchen standen auch auf Facebook, Instagram und im FB-Messenger zur Verfügung. Zu Whatsapp kamen sie als Teil von Metas damaliger Metaverse-Strategie.
KI heisst die neue Strategie
Das Aus der Avatare passt ins Bild. Meta hat den Metaverse-Kurs längst verlassen und setzt nun voll auf künstliche Intelligenz. Erst im April lancierte der Konzern das neue KI-Modell «Muse Spark» und rollt es schrittweise in Whatsapp, Instagram und Facebook aus. Funktionen, die aus der Metaverse-Ära stammen und kaum genutzt werden, haben in dieser Strategie keinen Platz mehr. Einen offiziellen Grund für das Ende der Avatare nennt Meta nicht.
Das auf Whatsapp spezialisierte Portal wabetainfo.com, das als Erstes über das Avatar-Ende berichtete, vermutet mangelndes Nutzerinteresse als möglichen Grund für die Abschaffung. Ganz vorbei für die einst beliebten Avatare ist es nicht. Bereits verschickte Avatar-Sticker bleiben in Chats sichtbar. Bestehende Sticker-Sets lassen sich laut Meta weiterhin verwenden. Neue kommen aber keine mehr dazu.