Darum gehts
- Whatsapp zeigt den Status fremder Nummern bald automatisch an
- Testphase: Tilde-Symbol (~) kennzeichnet Fremde im Status-Feed
- Drei Milliarden Nutzer, kaum Einnahmen, Werbung im Status geplant
Der Büezer, der vor zwei Jahren das Bad renovierte. Die Vermieterin des Airbnbs in Barcelona. Der Kollege aus dem alten Job. Du hast ihre Nummern längst gelöscht. Sie haben deine aber noch gespeichert. Genau diese Menschen könnten bald deinen Status bei Whatsapp sehen.
Denn der Messenger testet gerade ein neues Feature. Laut wabetainfo.com funktioniert es so: Wer deine Nummer gespeichert hat und mit dem du «kürzlich» geschrieben oder telefoniert hast, sieht deinen Status – auch wenn du seine Nummer nie gespeichert hattest. Früher mussten beide die Nummer des jeweilig anderen gespeichert haben. Das fällt nun weg. Was genau «kürzlich» bedeutet, bleibt offen. Ein konkretes Zeitfenster nennt der Artikel nicht.
So erkennst du Fremde
Fremde erkennst du im Statusfeed künftig an einem Zeichen: einem Tilde-Symbol (~) vor dem Namen. Das soll Transparenz schaffen. Viele Nutzer dürfte dies dennoch überraschen. Das Feature ist laut wabetainfo.com bereits auf Android, iOS und Web aktiv, aber nur in ausgewählten Ländern. Whatsapp will die Verfügbarkeit schrittweise ausweiten.
Statusmeldungen von Fremden auszublenden ist einfach. Bei einem unerwünschten Status auf «ausblenden» tippen. Fertig. Den eigenen Status vor fremden Blicken zu schützen, ist leider aufwendiger. In den Whatsapp-Einstellungen unter Datenschutz>Status gibt es die Option «Nur teilen mit...». Dort muss man dann manuell eine Liste mit erlaubten Kontakten anlegen. Meta arbeitet laut dem Bericht an einer «Close Friends»-Funktion für Status-Updates. Verfügbar ist sie noch nicht – und ob sie die Sache wirklich vereinfacht, ist offen.
Das steckt dahinter
Whatsapp will noch 2026 Nutzernamen einzuführen. Künftig sollen User miteinander schreiben können, ohne ihre Handynummer zu teilen. Einfach per @nutzername, wie bei Instagram. Das schafft ein Problem. Die alte Statusregel lautet: Nummer gespeichert = Status sichtbar. Wer jemanden aber nur per Username kennt, hat keine Nummer gespeichert. Nach der alten Logik: kein Status. Die neue Regel löst das, wie wabetainfo.com nahelegt.
Und noch ein möglicher Grund: Whatsapp hat drei Milliarden aktive Nutzer. Trotzdem brachte der Messenger Meta seit der Übernahme vor zwölf Jahren kaum Einnahmen. Das soll sich nun ändern. Meta rollt Werbung im Status global schrittweise aus.