Darum gehts
- Meta AI bekommt neues Logo und neues KI-Modell namens Muse Spark
- Meta AI lässt sich nicht deaktivieren, aber aus einzelnen Chats aussperren
- Whatsapp plant KI-Zusammenfassungen und testet kostenpflichtiges Abo
Plötzlich war er da, der blaue Kreis bei Whatsapp. Millionen Nutzerinnen und Nutzer fragten sich 2025: Was soll das? Die Antwort war Meta AI, der KI-Assistent des Zuckerberg-Konzerns, ungefragt integriert in die meistgenutzte Messaging-App der Welt. Deaktivieren liess sich die KI-Funktion nicht. Im Netz war die Stimmung 2025 eindeutig: «Ich hasse es. Niemand hat danach gefragt», so der Tenor damals.
Jetzt ist der blaue Kreis Geschichte. Meta hat das Logo seiner KI überarbeitet: Statt des Rings zieren nun purpurne Punkte in Form einer Blüte die App. Das ist kein Zufall: Im April lancierte Meta das KI-Modell «Muse Spark», entwickelt vom Meta Superintelligence Labs. Es soll schneller und leistungsfähiger sein und nicht nur Text, sondern auch Bilder verstehen. «Muse Spark» wird schrittweise in sämtliche Meta-Produkte integriert: Whatsapp, Instagram und Facebook.
Meta AI deaktivieren?
Was sich nicht geändert hat: Meta AI lässt sich nicht deaktivieren. Es gibt keinen Schalter, kein Opt-out. Der Assistent bleibt. Meta betont: Normale Chats bleiben dabei sicher. Whatsapp verschlüsselt private Nachrichten Ende-zu-Ende: Meta kann sie nicht mitlesen. Das gilt weiterhin. Anders sieht es aus, sobald die KI ins Spiel kommt. Wer Meta AI per «@Meta AI» anschreibt: Diese Nachrichten landen auf Metas Servern und sind nicht gleich geschützt wie private Chats.
Was viele nicht wissen: Seit April 2025 gibt es immerhin eine Möglichkeit, Meta AI aus einzelnen Chats fernzuhalten. Die Funktion heisst «Erweiterter Chat-Datenschutz». Öffne dazu einen Chat, tippe oben auf den Namen oder die Gruppe und wähle dann «Erweiterter Chat-Datenschutz». Ist die Funktion aktiv, kann niemand die KI per «@Meta AI» in den Chat einladen. In Gruppenchats kann jedes Mitglied die Funktion aktivieren, unabhängig, ob es Admin ist oder nicht. Ist die Funktion aktiv, kann ausserdem der Chatverlauf nicht mehr exportiert werden und Fotos landen nicht mehr automatisch in der Galerie.
Was noch kommt
Meta baut Whatsapp weiter zur KI-Plattform aus. Bald schlägt der Messenger in den Chats KI-generierte Antworten vor, basierend auf dem Gesprächsverlauf. Fotos lassen sich zudem direkt im Chat bearbeiten: Hintergrund wechseln oder störende Objekte entfernen. Bald soll eine Funktion folgen, die ungelesene Nachrichten aus mehreren Chats gleichzeitig zusammenfasst. Die Nachrichten werden dafür in einer speziell gesicherten Umgebung verarbeitet. Die Funktion soll standardmässig deaktiviert sein. Laut wabetainfo.com ist das Feature gerade in Entwicklung für iOS und Android.