Verkehrsfrust im Alltag
«Ich gehe extra vor 6 Uhr los, um dem Stau zu entkommen»

Die Staubelastung auf Schweizer Strassen hat 2025 weiter deutlich zugenommen. Eine Leserumfrage und zahlreiche Kommentare zeigen, wie stark der Stau den Alltag vieler prägt. Besonders die starke Zunahme in der Region Basel sorgt für Diskussionen.
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Seit Jahren eilt die Schweiz von Staurekord zu Staurekord.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Staustunden auf Schweizer Autobahnen 2025 um 22 Prozent gestiegen
  • Region Basel mit 60 Prozent Zunahme grösster Hotspot
  • Im vergangenen Jahr wurden 68'040 Staustunden registriert
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Sarah RiberzaniRedaktorin Community

Rund 68’040 Staustunden wurden 2025 registriert – ein Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Bundesamts für Strassen nimmt der Verkehr auf den Autobahnen so stark zu, dass das Nationalstrassennetz immer häufiger an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. 

Besonders stark zugenommen haben die Staus in der Region Basel, die inzwischen als «Hotspot» gilt. Dort stiegen die Staustunden um unglaubliche 60 Prozent. Auf der Autobahn A1 nahm die Belastung um 15 Prozent zu, mit Schwerpunkten in den Regionen Genf, Bern, Aarau und Zürich. An dritter Stelle stand die A3 mit zusätzlichen 1961 Staustunden.

Stau prägt den Alltag der Autofahrer

Eine Leserumfrage zeigt, dass Stau für viele zum Alltag gehört. 25 Prozent der über 2000 Teilnehmenden gaben an, mehrmals täglich im Stau zu stehen, weitere 21 Prozent fast täglich. 13 Prozent erleben mehrmals pro Woche Verkehrsbehinderungen. 30 Prozent hingegen bleiben auf ihrer üblichen Strecke selten oder nie im Stau.

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Bei der Frage nach der wöchentlichen Verspätung aufgrund von Staus gaben 27 Prozent der Teilnehmenden an, keine Zeit zu verlieren. 26 Prozent kommen pro Woche bis zu 30 Minuten verspätet ans Ziel, 22 Prozent verlieren bis zu 15 Minuten. Elf Prozent stehen wöchentlich bis zu eine Stunde im Stau, während 14 Prozent sogar mehr als 60 Minuten einbüssen.

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Frust und klare Forderungen

In den Kommentaren wird die Entwicklung kontrovers diskutiert. So schreibt Leser Roland Durrer: «Als LKW-Fahrer ist man täglich mehrmals von dieser Situation betroffen. Leider will die Mehrheit der Bevölkerung nicht begreifen, dass dies tatsächlich mit dem Bevölkerungszuwachs zusammenhängt.»

Ein weiterer Leser berichtet, dass er seinen Arbeitsweg bewusst vorverlegt, um dem täglichen Verkehrschaos zu entgehen. «Ich gehe extra vor 6 Uhr los, um dem Stau zu entkommen. Ansonsten würde ich auf der Autobahn A1 jeden Tag deutlich mehr als eine halbe Stunde im Stau stehen», schreibt er.

Dass die Staustunden in Basel besonders stark zugenommen haben, sorgt in der Leserschaft für Unmut. «Ich arbeite in Basel und erlebe die zunehmenden Staus täglich selbst. Besonders der Pendlerverkehr durch Grenzgänger trägt erheblich zur angespannten Verkehrssituation bei», kommentiert Leserin Marie Wyss. 

In den Kommentaren werden deshalb auch Forderungen laut. Leser Severin Huber schreibt: «Verbietet endlich den Grenzgängern den Weg mit dem Auto! Elsässer und Süddeutsche kommen nur selten mit dem ÖV.» Auch Felix Raschle plädiert für Einschränkungen: «Es müsste den Grenzgängern verboten werden, jeden Tag mit dem Auto anzureisen. Wir haben einen guten ÖV!» 


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