Trumps Angriff auf Irans Regime spaltet Blick-Leser
Ist das ein guter oder schlechter Krieg?

Der Konflikt um den Iran spitzt sich weiter zu und sorgt in der Community für eine hitzige Debatte. Die neueste Blick-Umfrage zur Sinnhaftigkeit des US-Militärschlags zeigt: Die Leserschaft ist in drei Lager geteilt.
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Am Samstagmorgen brach der Krieg aus. Die USA und Israel begannen einen Militärschlag gegen den Iran.
Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA und Israel greifen seit fünf Tagen iranische Ziele an
  • 37 Prozent der Leser unterstützen Offensive, ein Drittel dagegen
  • 10'400 Leser befragt, zwei Drittel verurteilten US-Militärschlag
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Fünf Tage schon tobt der Krieg im Iran. Was anfangs als begrenzter Militärschlag erschien, ist zu einem offenen Krieg geworden, in dem die USA und Israel gemeinsam grossflächige Angriffe auf iranische Ziele fliegen. Der Iran reagiert mit massiven Vergeltungsschlägen. Das hat weitreichende geopolitische Folgen: Die Strasse von Hormus steht als globaler Engpass im Fokus, der Ölpreis explodiert, Touristinnen und Touristen kommen nur erschwert aus der Grossregion Nahost nach Hause.

Unsere Leserinnen und Leser äussern sich in den Kommentarspalten sehr besorgt, wie bereits unsere Umfrage kurz nach Start des US-Militärschlags zeigte.

Schon kurz nach Beginn des US-Militärschlags machte eine Blick-Umfrage deutlich: Die Leserinnen und Leser sind gespaltener Meinung. Wir stellten der Community die Frage, ob sie die Aktion seitens USA und Israel für gerechtfertigt halten. Von über 10'400 Umfrageteilnehmern verurteilten zwei Drittel das Vorgehen und stimmten Nein. Ein Drittel sah den Militärschlag hingegen als unumgängliche Option, um einen Regimewechsel zu erzwingen.

Community ist dreigeteilt

Nun, ein paar Tage später, hat sich das Stimmungsbild der Leserschaft etwas ausdifferenziert, nachdem wir die Community nochmals mit derselben Frage konfrontierten.

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Die Meinungen verteilen sich unter den insgesamt rund 11'000 Teilnehmenden nahezu gleichmässig auf drei unterschiedliche Lager. Mit wenig Vorsprung finden 37 Prozent die Offensive gut, da das Regime von Teheran um jeden Preis wegmüsse. Knapp ein Drittel ist grundsätzlich schon dafür, traut aber den Plänen des US-Präsidenten Donald Trump nicht. Das verbleibende Drittel unterstützt die Militäraktion gar nicht. Sie sei völkerrechtswidrig und die Folgen des Kriegs für die Welt seien nicht absehbar.

«Regime im Iran muss fallen»

Einer der Befürworter des Militärschlags ist Daniel Sütterlin. Er hofft, dass nun das Regime fällt: «Dieser Krieg tobt seit Jahrzehnten und die Aggression geht klar vom Iran aus. Nur das Regime der Mullahs steht einem dauerhaften Frieden in der Region im Weg.» 

Markus Gasser stimmt zu: «Das Volk des Iran ist gebildet und will eine Demokratie.» Es könne aber unter dem Terrorregime keine Strukturen bilden, die die Führung übernehmen könnten. Er fügt an: «Es ist zu hoffen, dass es Trump gelingt, das Regime zu beseitigen und solche Strukturen zu schaffen.» Auch Peter Kolb schliesst sich an. Er schreibt: «Ein Regime wie das im Iran muss fallen. Diplomatische Lösungen sind nicht in Sicht und waren es auch nie.»

«Ein Regierungswechsel muss von innen kommen»

Zu jenen, die den Iran-Angriff zwar befürworten, aber Zweifel gegenüber Trumps Plänen hegen, gehört Jürg Moggi: «Der Iran scheint um einiges weniger kaputt zu sein, als die USA und Israel es sich wünschen. Er ballert eben nicht sinnlos um sich herum.» Andreas Meyer kritisiert ebenfalls: «Trump hat es noch nicht erkannt. Ein Land, welches sich als unabhängig sieht, kann man nicht einfach so angreifen, ohne keine Gegenwehr erwarten.»

Mike Brunner schreibt: «Es gibt leider viel zu viele Beispiele, die zeigen, dass die Attacken der USA die Situation verschlechtern und nicht verbessern.» Thomas Bauder hebt hervor: «Ein Regierungswechsel muss von innen kommen und kann nicht hergebombt werden.»

«Der Angriff auf den Iran ist völkerrechtswidrig!»

Zu der Gruppe aus der Leserschaft, die klar gegen die Kriegsoffensive ist, zählt sich Daniel Schnyder: «Der Angriff von den USA und Israel auf den Iran ist völkerrechtswidrig, so viel zu den Fakten!», kommentiert er. Manfred Hürlimann schreibt dazu: «Und wenn zurückgeschlagen wird, geht das Terrorgeschrei los. Was die Israelis und die USA im Iran veranstalten ist auch Terror!»

Auch für Alfred Gerber ist klar: «Was die USA gemacht haben, ist eine Riesensauerei. Am Vortag noch am Verhandlungstisch sitzen und kurz danach losschlagen.» Winny Lechner kommentiert: «Es ist weder Aufgabe der USA noch einer anderen Macht, das Mullah-Regime zu stürzen. Das ist eine Angelegenheit der Iraner.» Antonio Gutierrez fügt hinzu: «Mir tun nur die Menschen leid, die weder für ein Regime noch für einen Krieg sind. Vor allem die Kinder.»

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