Nach Blitzer-Vorfall in Basel
Leser berichten von eigenen drastischen Bussen

Eine Deutsche wird auf der A2 in Basel mit 26 km/h zu viel geblitzt. Ihre Tiktok-Reaktion auf die drohende hohe Strafe sorgt für Aufsehen, während unsere Leser ihre eigenen Erfahrungen mit hohen Bussen teilen.
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Die deutsche Tiktokerin Katarina Tadić erlebt eine böse Überraschung – sie ist 26 km/h zu schnell gefahren in der Schweiz.
Foto: Screenshot / tiktok @katarina.ic

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Deutsche Frau in Basel mit 26 km/h zu schnell geblitzt
  • Leser berichten von eigenen Bussen von bis zu 1500 Franken und Führerausweisentzug
  • Debatte über Fairness von Blitzer-Einsätzen
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Eine Deutsche wurde in Basel mit 26 km/h zu viel auf dem Tacho geblitzt. Auf Tiktok berichtet Katarina Tadić unter dem Namen Katarina.ic von dem Vorfall und zeigt dabei den Polizeibrief in die Kamera. «Die Strafe ist offenbar so hoch, dass sie mir nicht angezeigt wird», erklärt die 25-Jährige in ihrem Video. Ihre fassungslose Reaktion ist kein Einzelfall, denn die vergleichsweise hohen Schweizer Bussen sorgen im Ausland immer wieder für Kritik.

Laut Schreiben war sie auf der A2 in Basel-Stadt unterwegs, wo 60 km/h gelten. Laut dem Informationsportal der Schweizer Behörden führt eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr nach Anzeige zu einem Führerausweisentzug von mindestens einem Monat. In beiden Fällen zahlt man mindestens 400 Franken.

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Dieser Betrag kann allerdings auch deutlich höher ausfallen: Hinzu kommen Verwaltungsgebühren, Verwarngelder oder weitere Auslagen. Zudem wird die Busse bei einer hohen Geschwindigkeitsüberschreitung dem finanziellen Einkommen und Vermögen angepasst. 

Leser berichten von eigenen Bussen

In der Blick-Leserschaft entfacht der Vorfall eine lebhafte Debatte. Zahlreiche Leserinnen und Leser teilen dabei ihre eigenen Erfahrungen mit hohen Bussen. So berichtet etwa Leser Andreas Sutter von einer Strafe in Höhe von 900 Franken: «Auf Autobahn war ich 29 km zu schnell. Ich beherrsche meinen Focus ST und gefährde niemanden. Ich absolviere jedes Jahr Fahrsicherheits- und Rennkurse.» Er kritisiert die Tempolimits in der Schweiz scharf: «Sie sind ein absurder Witz!» Seiner Meinung nach gehe es bei den Strafen vor allem ums Geld, nicht um Sicherheit.

Auch Leser Stefan Wetli wurde hart zur Kasse gebeten und sah sich mit insgesamt 1050 Franken konfrontiert: «Busse, Verwarngeld und Kosten seitens des Strassenverkehrsamts. Die eigentliche Busse war deutlich niedriger als 1050 Franken, doch entscheidend sind auch die Kosten des Strassenverkehrsamts für die Verfügung und die Verwaltungsgebühren.»

Ein anonymer Leser berichtet von einem besonders drastischen Fall: 1500 Franken musste er zahlen. «Stolz bin ich darauf nicht», schreibt er. «In der Annahme, weiterhin im 80‑km/h-Bereich unterwegs zu sein, fuhr ich konstant diese Geschwindigkeit. Der 50er-Blitzer belehrte mich eines Besseren. Im Nachhinein habe ich das Schild doch noch gesehen, allerdings war es auf der linken, unüblichen Seite der Strasse montiert. Zusätzlich musste ich den Führerausweis für einen Monat abgeben.»

Zwischen Fairness und Abzocke

Über die Fairness von Blitzern und die Angemessenheit der Strafen entbrannte ebenfalls eine Diskussion in den Kommentaren. So schreibt Leser Dominik Fuchs: «Zu schnell ist zu schnell, aber die Bussen in der Schweiz sind tatsächlich viel zu hoch. Man kriminalisiert die Autofahrer stärker als andere Straftäter. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, wo man auch mal aufs Gas drücken konnte, ohne gleich als Schwerverbrecher hingestellt zu werden.» 

Auch Joe Springer meldet sich zu Wort: «Der Blitzer an dieser Stelle in Basel ist eine absolute Abzockerfalle. Die Autobahn ist dort sogar vierspurig und übersichtlich. Der Blitzer ist keine 100 Meter nach der Reduktion von 80 auf 60 km/h montiert. Es erwischt fast jeden Fahrer, der nicht durch den Blitz eines vorausfahrenden Fahrzeugs gewarnt wurde.»

«Mich hat es auch an der Stelle erwischt»

Doch nicht alle Leserinnen und Leser sehen die hohen Bussen kritisch. Patricia Böni erklärt: «Ich kenne die Stelle, wo die Frau geblitzt wurde. In diesem Bereich macht 60 km/h absolut Sinn. Es hat eine Baustelle mit Strassenverengung, zusätzlich werden Spuren zusammengeführt, ebenso hat es dort viele Ein- und Ausfahrten in diesem Bereich.» 

Auch Franz Hermann sieht die Sache pragmatisch: «Ja gut, blöd gelaufen. Zahlen, Mund abputzen, fertig. Beim nächsten Mal dann halt ein bisschen aufmerksamer fahren, dann passiert nichts. Mich hat es vor kurzem auch in Basel an der Stelle erwischt. Selber schuld, niemand anderes.»

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