Darum gehts
- Ein Reddit-Nutzer kritisiert eine versteckte Radarfalle in Wollishofen
- Umfrage: 67 Prozent der Befragten verzichten auf Blitzer-Apps, halten Tempolimits ein
- 33 Prozent nutzen Blitzer-Apps
Erneut lassen Blitzer die Gemüter hochkochen. Dieses Mal auf der Plattform Reddit, auf der ein Nutzer sich über ein verstecktes Polizeiradar in einem schwarzen Opel Zafira aufregt. Er nennt die verdeckte Radarfalle in Wollishofen eine «feige Methode, um den hart verdienten Lohn der arbeitenden Bevölkerung zu erpressen».
Statt ihm beizupflichten, halten die meisten der Reddit-Nutzer jedoch überraschend dagegen. Viele sprechen sich für Radarfallen als wichtigen und fairen Bestandteil des Schweizer Verkehrs aus. Wie sich zeigt, sehen viele unserer Leserinnen und Leser das genauso.
Für viele erübrigen sich Blitzer-Warnapps
In einer Umfrage zur Nutzung von illegalen Blitzer-Warnapps lässt sich eine ähnliche Tendenz beobachten. Dort gaben von über 1600 Teilnehmern gut 67 Prozent an, dass sie keine Warnapps nutzen. Das ist auch nicht nötig, da sie sich laut eigenen Angaben strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.
Mit 33 Prozent gab nur ein Drittel an, dass sie Blitzer-Apps aktiv im Verkehr nutzen, um Polizeiradare zu umfahren. Auch in unserer Kommentarspalte lässt sich eine ähnliche Verteilung herauslesen.
«Jedes Auto hat einen Tacho und der Mensch hat zwei Augen»
Die Mehrheit unserer Leserschaft sieht in dem Fall des Reddit-Nutzers reine Eigenschuld. So schreibt Stefan Kappeler: «Wer sich an die Regeln hält, hat von Blitzern nichts zu befürchten. Ganz einfach.» Auch von Peter Stücheli heisst es konsequent: «Jedes Auto hat einen Tacho und der Mensch hat zwei Augen. Warum die künstliche Aufregung?» Gregor Diethelm kommentiert: «Alles klar und deutlich gekennzeichnet. Wer sich da abgezockt fühlt, sollte mal überlegen, ob es nicht am eigenen Unvermögen liegt.»
Auch Gianni Vetter versteht die Kritik an verdeckten Radarfallen nicht: «Warum sollte ein Blitzer sichtbar sein? Sie sollten immer unsichtbar bleiben. Geschwindigkeitsbeschränkungen sind immer einzuhalten, mit oder ohne Blitzer!» Tina Egger stimmt zu: «Regeln und Gesetze müssen durchgesetzt werden, sonst braucht es sie nicht.»
«Mittlerweile steht an jeder Ecke ein Radargerät»
Trotzdem lassen sich einige Leserinnen und Leser finden, die Radarfallen ausgiebig verfluchen. Mark Müller versteht die Befürworter bis zu einem gewissen Punkt: «Natürlich sollte man sich an Regen halten. Trotzdem fragt man sich, ob Geschwindigkeitsbegrenzungen je nach Ort wirklich sinnvoll sind oder nur der Einnahmequelle dient.»
Markus Zweigmann kritisiert vor allem die Stadt Zürich: «Zürich missbraucht die 30er-Zonen. Da zu blitzen ist reinste Abzocke und schadet dem Gedanken der Verkehrssicherheit.» Auch Thomas Lerch geht es mit den Blitzern letztens zu weit: «Total übertrieben. Es kann doch nicht sein, mittlerweile steht an jeder Ecke ein Radargerät.» Stephan Wyss fügt an: «Mit ihren Blitzern und 30er-Zonen erreicht Zürich kein Schutznetz, sondern ein Bussennetz.»