Skodas Elektro-SUV im Dauertest-Abschluss nach 25'000 km
5 Gründe, warum der Elroq rockt

Ein Jahr lang war die Ringier-Autoredaktion in Skodas zweitem Elektro-SUV Elroq unterwegs. Nach 25'000 Kilometern im Dauertest ziehen wir Bilanz. Und sagen, warum der Elroq für uns aktuell einer der besten Kompaktstromer auf dem Markt ist.
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Skodas zweiter Stromer Elroq stand ein Jahr und über 25'000 Kilometer für die Ringier-Autoredaktion im Einsatz.
Foto: Lorenzo Fulvi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Skodas Elroq ist ein praktischer und moderner Elektro-SUV, der beim Publikum gut ankommt
  • Mit 470–1580 Litern Kofferraum reicht der Kompakt-SUV locker für Familienferien oder Alltag
  • Einstiegsversion startet ab 37'300 CHF, mit grossem Akku schafft der Elroq Reichweiten von über 500 Kilometern
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Bei der Übernahme Anfang der 1990er galt Skoda als Billigmarke mit Ostblock-Charme in VWs Multi-Marken-Universum. Doch mit der Einführung des ersten Octavia-Kombis 1998, der zwei Jahre nach der Limousine auf den Markt kam, stürmten die Tschechen die europäischen Verkaufscharts.

Beim Octavia führte Skoda das «Eine-Klasse-höher»-Prinzip ein: Zum Preis des kompakten Plattformgebers VW Golf IV gabs das Platzangebot und den Komfort des darüber rangierenden Passat – kombiniert mit zuverlässiger VW-Technik. Auch die Schweiz ist seit eh und je im Octavia-Fieber: Von 2017 bis 2020 stand der Erfolgskombi ununterbrochen auf Platz 1 der Neuwagen-Hitparade und gehört bis heute zu den Bestsellern. 

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Schick ohne Schnack

Skoda gilt aber längst nicht mehr nur als praktisch und günstig (Tugenden, die bis heute bewahrt wurden), sondern auch als modern und schick: Während andere Hersteller Mühe haben, ihre E-Autos an die Frau oder den Mann zu bringen, verkaufen sich die beiden Skoda-Stromer Enyaq (kam bereits 2021) und Elroq blendend und zählen zu den meistverkauften E-Autos Europas. 

Die Gründe, warum auch der Anfang 2025 gestartete Elroq so gut beim Publikum ankommt, liegen nach einem Jahr im Dauertest und fast 25'000 gefahrenen Kilometern für uns auf der Hand. Unser Testwagen punktet nicht nur optisch mit seinem schnörkellos-coolen Design, sondern schafft auch innen den Spagat zwischen modern und grundsolide.

Während uns so mancher neuer Hightech-Stromer bei der Bedienung unzähliger Funktionen und digitaler Zusatzfeatures mehr überfordert, als sinnvollen Nutzen schafft, fühlen wir uns im Elroq vom ersten Moment an pudelwohl: klar strukturierte Menüs im Infotainmentsystem, aufs Wesentliche reduzierte, übersichtliche Anzeigen, Knöpfe für die wichtigsten Funktionen. Der Elroq zeigt: Manchmal ist weniger (Schnickschnack) mehr.

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Simpel und meist clever

Hinzu kommt: Skodas Werbeslogan «Simply clever» ist tatsächlich nicht nur reines Marketing. So gibts praktische Details wie das Netz unter der Gepäckraumabdeckung, in dem etwa das Ladekabel griffbereit verstaut werden kann. Links neben dem Lenkrad versteckt sich ein auf Knopfdruck öffnendes Staufach für Schlüsselbund oder Portemonnaie. Und der Regenschirm ist à la Rolls-Royce wie gewohnt in der Fahrertür untergebracht.

Skoda Elroq 85 «Selection» im Schnellcheck: Dauertest nach 25’000 km

Antrieb: Elektromotor, 286 PS (210 kW), 545 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 6,6 s, Spitze 180 km/h, Batterie netto 77 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/175 kW, Reichweite WLTP/Test 573/425 km
Masse: L/B/H: 4,49/1,88/1,63 m, Gewicht 2219 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1000 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 470–1580 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 15,7/18,2 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie B
Preise: ab 43’150 Franken, Testwagen plus Optionen (u. a. Anhängerkupplung, Ausstattungspaket eBravo – nicht mehr erhältlich, beinhaltet Maxx-Paket, Drive-Paket, Clever-Paket und Transport-Paket – und Design Selection «Lodge») 52’260 Fr., Basis Skoda Elroq 60 ab 37’300 Fr.

Antrieb: Elektromotor, 286 PS (210 kW), 545 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 6,6 s, Spitze 180 km/h, Batterie netto 77 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/175 kW, Reichweite WLTP/Test 573/425 km
Masse: L/B/H: 4,49/1,88/1,63 m, Gewicht 2219 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1000 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 470–1580 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 15,7/18,2 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie B
Preise: ab 43’150 Franken, Testwagen plus Optionen (u. a. Anhängerkupplung, Ausstattungspaket eBravo – nicht mehr erhältlich, beinhaltet Maxx-Paket, Drive-Paket, Clever-Paket und Transport-Paket – und Design Selection «Lodge») 52’260 Fr., Basis Skoda Elroq 60 ab 37’300 Fr.

Nicht ganz so clever waren die Tschechen hingegen beim Getränkehalter in der Mittelkonsole, der selbst für normal dimensionierte Kaffeebecher zu klein ist. Zudem bimmelt der Tempowarner bei ausgeklappter Anhängerkupplung ab 100 km/h konsequent Alarm – auch wenn nur der Veloträger statt eines echten Anhängers montiert ist, mit dem die normalen 120 km/h Spitze erlaubt sind (mehr dazu hier).

Hervorragend hingegen: die Raumausnutzung des 4,49 Meter langen Elektro-SUV. Trotz 17 Zentimetern weniger Länge im Vergleich zum Enyaq bietet der Elroq kaum weniger Platz – weder auf der Rückbank, wo selbst gross gewachsene Passagiere bequem die Beine übereinanderschlagen, noch im Kofferraum, der mit 470 bis 1580 Litern (Enyaq: 585 bis 1710 l) locker für Familienferien zu viert reicht. 

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Angenehm statt angestrengt

Auch auf der Strasse gilt: reinsitzen und wohlfühlen. Während sich selbst Kompaktstromer in letzter Zeit mit immer höheren Spitzenleistungen übertrumpfen, reichen unserem rund 2,2 Tonnen schweren Elroq 286 PS an der Hinterachse, um souverän jede Situation zu meistern. Egal ob beim Ampelstart oder der Passfahrt – Power ist stets genügend vorhanden, auch wenn manch Konkurrent zackiger davon spurtet. Einziger Kritikpunkt: Das späte Ansprechen und die Dosierbarkeit der Bremsen können anfangs gewöhnungsbedürftig sein.

Der Heckantrieb bietet einen entscheidenden Vorteil: Da vorne kein Motor verbaut ist, schrumpft der Wendekreis auf gerade einmal 9,30 Meter – selbst das Rangieren in engen Parkhäusern ist so ein Kinderspiel. Wer allerdings oft auf verschneiten Bergstrassen unterwegs ist, sollte auf die 2200 Franken teurere Version mit 299 PS und 4×4 setzen – im Winter kommt der heckgetriebene Testwagen allzu schnell ins Rutschen.

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Reichweite ohne Angst

Auch auf den zahlreichen Langstreckenfahrten gibt sich der Elroq keine Blösse. Selbst bei frostigen Temperaturen (hier gehts zum Wintertest) liegen auf der deutschen Autobahn bei Konstanttempo 130 noch immer mehr als 300 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp drin, im Frühling und Sommer rund 400. Und wer den Elroq vornehmlich in der Stadt, der Agglo und auf der Landstrasse bewegt, schafft problemlos mehr als 500 Kilometer bis zur nächsten Ladesäule. 

Dort knackt der Elektro-SUV keine Leistungsrekorde: Am DC-Schnelllader liegen maximal 175 kW drin. So dauerts knapp 30 Minuten, bis die 77-kWh-Batterie wieder von 10 auf 80 Prozent gefüllt ist – das können andere Stromer mittlerweile schneller, geht aber gerade noch in Ordnung, um auch auf längeren Strecken flott genug voranzukommen.

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Heiss auch beim Preis

Den sich hartnäckig haltenden Mythos, wonach E-Autos immer noch teurer als vergleichbare Verbrenner seien, widerlegt der Elroq ebenfalls eindrucksvoll. Die Version Elroq 60 mit kleinerem 58-kWh-Akku (190 PS, Reichweite bis 420 km) startet bei 37’300 Franken und damit deutlich unter dem vergleichbaren Verbrenner-SUV Karoq mit 150 Benzin-PS ab 39'780 Franken.

Der getestete Elroq 85 «Selection» steht ab 43'150 Franken im Preisblatt, wobei unser Testwagen mit diversen Zusatzpaketen plus Anhängerkupplung (zu Testbeginn) 52'260 Franken kostete. Mehr (europäisches) E-Auto fürs Geld ist im Moment trotzdem kaum zu bekommen und der Elroq für uns einer der besten Kompaktstromer, der aktuell auf dem Markt erhältlich ist. Skodas «Eine-Klasse-höher»-Prinzip sei Dank.

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