Darum gehts
- Der Skoda Elroq überzeugt auf einer Reise zum Gardasee
- Veloträger sorgt für Verwirrung, Thermosflasche passt nicht in Cupholder
- Verbrauch: 19,8 kWh/100 km bei Autobahnfahrt mit Veloträger
Meine Frau sagt: «Seitlich und von hinten sieht der Elroq wie ein geschrumpfter Enyaq aus.» Und ich staune über ihre plötzliche Fachkenntnis. Dann dämmerts: Stimmt, in unserer Tiefgarage steht einige Plätze weiter der grössere Bruder. Und meine Frau hat recht. Der Elroq ist mit handlichen 4,49 Metern ganze 17 Zentimeter kürzer als der Enyaq, sieht ihm sonst aber ziemlich ähnlich.
Der Grund für das plötzliche Interesse meiner Frau: Wir verreisen mit dem Stromer für eine Woche in die Bike-Ferien an den Gardasee. Ihre Sorge, das Gepäck passe nicht in den kleineren Elroq, ist unbegründet. Der 470 bis 1580 Liter grosse Kofferraum schluckt alles locker (Enyaq: 585–1710 l). Dank der ausklappbaren Anhängerkupplung ist auch der Veloträger schnell montiert.
Erstaunt stellt sie vor der Abfahrt nach einem Blick in den Fond fest: «Auf den Rücksitzen bleibt extrem viel Beinfreiheit. Da könnten selbst zwei gross gewachsene Passagiere bequem mitreisen.» Weniger gefällt ihr, dass die beiden Cupholder in der Mittelkonsole zu klein ausgeformt sind. Ihre normal grosse Thermosflasche mit dem frisch gebrauten Kaffee für die Fahrt passt nicht rein.
Irritiert vom Veloträger
Mit voller Akkuladung starten wir – und sind schon bald auf der Autobahn Richtung Gotthard unterwegs. Auf der Autobahn dann die Überraschung: Obwohl 120 km/h erlaubt sind, zeigt das Display stur Tempo 100 an – inklusive Warngebimmel. Die Software denkt wohl, wir ziehen wegen des Veloträgers einen echten Anhänger. Dann gilt in der Schweiz tatsächlich ein Limit von 100 km/h. Wir deaktivieren folglich den Tempowarner – aber simply clever ist das nicht.
Antrieb: Elektromotor, 286 PS (210 kW), 545 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 6,6 s, Spitze 180 km/h, Batterie netto 77 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/175 kW, Reichweite WLTP/Test 573/420 km
Masse: L/B/H: 4,49/1,88/1,63 m, Gewicht 2219 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1000 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 470–1580 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 15,7/18,4 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie B
Preise: ab 42’780 Franken, Testwagen plus Optionen (u. a. Anhängerkupplung, Ausstattungspaket eBravo – nicht mehr erhältlich, beinhaltet Maxx-Paket, Drive-Paket, Clever-Paket und Transport-Paket – und Design Selection «Lodge») 52’260 Fr., Basis Skoda Elroq 60 ab 36’960 Fr.
Antrieb: Elektromotor, 286 PS (210 kW), 545 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 6,6 s, Spitze 180 km/h, Batterie netto 77 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/175 kW, Reichweite WLTP/Test 573/420 km
Masse: L/B/H: 4,49/1,88/1,63 m, Gewicht 2219 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1000 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 470–1580 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 15,7/18,4 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie B
Preise: ab 42’780 Franken, Testwagen plus Optionen (u. a. Anhängerkupplung, Ausstattungspaket eBravo – nicht mehr erhältlich, beinhaltet Maxx-Paket, Drive-Paket, Clever-Paket und Transport-Paket – und Design Selection «Lodge») 52’260 Fr., Basis Skoda Elroq 60 ab 36’960 Fr.
Laut der im Navi integrierten Ladeplanung sollten wir ohne Zwischenstopp ans Ziel kommen. Doch wir trauen der norditalienischen Ladeinfrastruktur nicht und füllen deshalb beim Kaffeestopp vor dem Grenzübertritt in Chiasso TI den Akku in rund einer Viertelstunde auf 80 Prozent. Mit gut 30 Prozent Restakku kommen wir schliesslich in der Nähe von Verona an.
Ritterschlag für den Elroq
Nach einer Woche Biken wollen wir vor der Heimfahrt den Akku des Elroq wieder laden. Das Navi zeigt uns einen Schnelllader gleich beim Hotel um die Ecke an. Doch Pech gehabt: Weder unsere Swiss-Charge-Ladekarte noch die normale Kreditkarte funktionieren. Wir suchen im Navi den nächsten Schnelllader und werden auf einem Badi-Parkplatz bei Bussolengo fündig. Diese Ladestation akzeptiert die Kreditkarte. Wir laden bis 80 Prozent, trinken derweil noch einen letzten Doppio und fahren anschliessend Richtung Heimat.
Obwohl nicht unbedingt nötig (aber es fährt sich sorgloser) laden wir während unserer Mittagspause in Chiasso nochmals den Akku. Zu Hause errechne ich den Verbrauchsschnitt: Trotz fast nur Autobahnfahrt und aerodynamisch suboptimalem Veloträger kamen wir auf gute 19,8 kWh/100 km. Nach der Fahrt der Ritterschlag meiner Frau für den Elroq: «Weniger ist definitiv mehr. Handlicher bei praktisch gleich viel Platz», urteilt sie. Und bezeichnet künftig den Elroq nicht mehr despektierlich als geschrumpften Enyaq, sondern den Enyaq als aufgeblasenen Elroq.
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