Neuer Elektro-SUV Epiq startet Mitte 2026
Skodas epischer Angriff auf Mutterkonzern VW

Skoda setzt seinen Siegeszug fort: Mehr als eine Million verkaufte Autos bedeuten ein Plus von knapp 13 Prozent. Die Verkäufe bei den Elektromodellen verdoppelten sich 2025 sogar. Jetzt kommt mit dem Epiq ein Mini-Stromer, der im Mutterkonzern VW nicht alle begeistert.
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Schon jedes vierte verkaufte Modell war bei Skoda 2025 elektrisch angetrieben. Grossen Anteil daran hatte der Anfang Jahr eingeführte Kompakt-SUV Elroq.
Foto: IvoHercik.com

Darum gehts

  • Skoda zeigt neue getarnte Bilder des Mini-SUVs Epiq
  • Der 4,17 Meter lange Epiq wird zum dritten Skoda-Stromer nach Enyaq und Elroq
  • Weltpremiere feiert der Epiq im Mai, im Herbst solls zu Preisen ab 25'000 Franken losgehen
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Während viele andere Marken darben, ist Skoda hochzufrieden. Von den 1'065'000 verkauften Modellen rollten 2025 mehr als 836'000 Autos aus den Showrooms der europäischen Händler – Platz 3 in der Markenstatistik. Jeder vierte ausgelieferte Skoda war dabei zumindest teilweise elektrifiziert: Knapp 175'000 Fahrzeuge waren rein elektrisch, fast 44'000 Plug-in-Hybride – jeweils eine Verdoppelung zu 2024. Damit war Skoda 2025 der viertgrösste Anbieter von E-Modellen in Europa. Das weltweit erfolgreichste Modell bleibt mit 190'000 Zulassungen der kompakte Octavia vor dem Familien-SUV Kodiaq (130'000), die beide maximal entweder mit konventionellem oder Plug-in-Hybrid-Antrieb erhältlich sind. Doch reine Stromer holen gerade in Europa auf und das dürfte mit dem neuen Mini-SUV Epiq weiter zunehmen. Nun hat Skoda neue getarnte Teaserbilder veröffentlicht und genauere technische Details bekannt gegeben.

Für die tschechische VW-Tochter wird es nach Enyaq und Elroq das dritte Elektromodell, das sich mit einer Länge von 4,17 Meter deutlich unterhalb der grossen SUV-Brüder positioniert. So ähnlich sich die beiden Elektro-Crossover Enyaq (4,66 m) und Elroq (4,49 m) sind, so unterschiedlich sind deren Käufer auf dem deutschen Markt. Während der Enyaq 78 Prozent Flottenkunden und gerade einmal 14 Prozent Privatkunden auf sich vereinen kann, sieht das beim Elroq signifikant anders aus. Jeder zweite Kunde ist ein Privatkunde und seine Eroberungsrate – also der Anteil Käufer, die von einer anderen Marke auf den Elroq wechseln – liegt bei 75 Prozent.

Skoda kommt vor VW

Das sieht man in Wolfsburg nur eingeschränkt gern: Der Skoda Elroq gewinnt nämlich nicht nur externe Kunden, sondern räubert gerade auch bei Volkswagen. Dort beschweren sich einige Markenverantwortliche immer lauter über den Erfolg von Skoda-Modellen wie Superb, Enyaq oder Octavia, die insbesondere Passat, Tiguan und Golf ertragreiche Kundinnen wegnehmen. Jetzt befürchten viele, dass das beim kleinen Elektro-SUV Epiq noch schmerzhafter werden könnte: Technisch baut er auf der gleichen Plattform wie VWs Mini-SUV-Pendant ID. Cross und der flachere ID. Polo auf, die beide aber erst deutlich nach dem Start des Epiq im Sommer 2026 zu den Händlern rollen dürften. Und dann bahnt sich mit dem Skoda Peaq ein neues siebensitziges Topmodell in Kodiaq-Grösse an, das ebenfalls bei VW räubern dürfte.

Preislich solls beim Einstiegs-Crossover Epiq bei knapp 25'000 Franken losgehen – insofern wird der Tscheche für junge Familien interessant sein, denen ein Enyaq oder Elroq zu teuer war. Damit liegt er auf dem Niveau des Verbrennermodells Kamiq. «Der künftige Skoda Epiq bietet jede Menge Auto zu einem attraktiven Preis und einen grossen Innenraum bei kompakten Abmessungen. Unsere Kunden wollen die Wahl haben, daher erweitern wir unser wachsendes E-Mobilitäts-Portfolio um dieses beliebte Segment», sagt Skoda-CEO Klaus Zellmer (58) dazu. 

Weltpremiere im Mai

Geplant sind drei Varianten in zwei Batteriegrössen: Mit kleinerem 37-kWh-LFP-Akku soll der Epiq bis zu 315 Kilometer Reichweite schaffen. Während die Basisversion 35 mit 115 PS (85 kW) mit maximal 50 kW schnellladen kann, steigt die Ladeleistung beim 135 PS (99 kW) starken Epiq 40 auf 90 kW, womit der 37-kWh-Akku in 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt ist. Das vorläufige Topmodell Epiq 55 mit 210 PS (155 kW) soll mit seinem 52-kWh-NMC-Akku bis zu 430 Kilometer schaffen und am DC-Schnelllader mit 125 kW in 23 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt sein.

Die Varianten des Skoda Epiq im Überblick:

Version Epiq 35 Epiq 40 Epiq 55
Max. Leistung 115 PS (85 kW)135 PS (99 kW)210 PS (155 kW)
Max Drehmoment267 Nm267 Nm290 Nm
BatterietypLFPLFPNMC
Kapazität (netto)37 kWh37 kWh51.7 kWh
Max. Ladeleistung AC/DC11/50 kW11/90 kW11/125 kW
Ladezeit 10–80 %k.A.28 min23 min
Länge/Breite/Höhe4,17/1,80/1,58 m 4,17/1,80/1,58 m 4,17/1,80/1,58 m
Kofferraumvolumen475–1344 l475–1344 l475–1344 l
Leergewicht inkl. Fahrer1542 kg1542 kg1544 kg
Höchstgeschwindigkeit150 km/h150 km/h160 km/h
0–100 km/h11,0 s9,8 s7,4 s
Energieverbrauch (WLTP)13,0 kWh/100 km 13,0 kWh/100 km 13,1 kWh/100 km
Reichweite315 km315 km430 km

Trotz der kompakten Abmessungen gibts im rund 1500 Kilo schweren Elektro-SUV aus dem Konzernwerk im spanischen Navarra Platz für zwei Erwachsene und zwei Kinder auf fünf Sitzplätzen sowie einen variablen Laderaum von 475 bis 1344 Litern. Im Armaturenbrett bietet der Ministromer das bekannte Paket aus kleinem Infodisplay für die Instrumente und grossem Zentralbildschirm. So erfolgt die Bedienung per Sprache, Touchscreen oder die horizontal ausgerichteten Module am Lenkrad.

Der Skoda Epiq ermöglicht zudem bidirektionales Laden (auch interessant: Wie E-Autos unser Stromnetz revolutionieren) und verwandelt sich so in einen mobilen Energiespeicher, der elektrische Energie in das häusliche Stromnetz speisen und für den Betrieb elektrischer Geräte zur Verfügung stellen kann. Die offizielle Weltpremiere erfolgt im Mai, die ersten Modelle dürften im Herbst zu den Schweizer Händlern rollen.

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