Skoda Epiq im ersten Test
Ein ganz schön teurer Volksstromer

Skoda gibt weiter Starkstrom: Der Elektro-SUV Epiq bietet trotz kompakter Grösse viel Platz und moderne Technik zum bezahlbaren Preis – theoretisch. Denn die Basisversion ab 25'900 Franken dürfte in der Schweiz kaum Abnehmer finden. Und darüber wirds deutlich teurer.
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Der 4,17 Meter lange Epiq reiht sich unter ...
Foto: ŠKODA AUTO

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Skoda bringt den kompakten Elektro-SUV Epiq ab September 2026 in die Schweiz
  • Der Epiq bietet Platz für grosse Passagiere und 475 Liter Kofferraumvolumen
  • Reichweite je nach Version über 400 km bei einem Verbrauch von 12,9 kWh/100 km
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Lorenzo FulviRedaktor Auto&Mobilität

Skoda wird in der Schweiz immer beliebter: 2025 lieferten die Tschechen über 22'000 Fahrzeuge aus und kamen auf einen Marktanteil von 9,5 Prozent. Besser war nur noch Muttermarke VW mit 11 Prozent Marktanteil und über 25'000 Autos.

Und die Erfolgsgeschichte dürfte weitergehen: Bevor in wenigen Wochen Skodas bisher grösster Stromer Peaq zu den Händlern rollt, startet dieser Tage der neue Mini-SUV Epiq – für beide Modelle sollen europaweit schon über 45'000 Bestellungen vorliegen. Was die Käuferinnen und Käufer von Skodas neuem Budgetstromer erwarten dürfen, konnten wir kurz vor dem Start des Epiq bereits ausprobieren.

Überraschend grosser Innenraum

Der Epiq reiht sich unterhalb seines grösseren Bruders Elroq ein. Skoda spricht beim 4,17 Meter langen Crossover deshalb vom «kleineren Elroq». Es ist der erste Skoda, der die neue Designsprache «Modern Solid» vollständig umsetzt. So kommen zum ersten Mal schlanke, T-förmige Scheinwerfer an der Front und ebenso T-förmige Heckleuchten zum Zug. Obwohl der Epiq über 30 Zentimeter kürzer als der Elroq ist, finden selbst grössere Personen genügend Platz, sowohl vorne als auch auf der Rückbank. Dabei hilft der Radstand von 2,6 Metern – knapp wird es auf Dauer lediglich an den Beinen.

Der Kofferraum mit mechanischer Heckklappe überrascht mit 475 Liter Volumen. Das funktioniert, weil der Epiq aufgrund des Vorderradantriebs einen tiefen Laderaum hat. Klappt man die Rückbank um, so wächst der Kofferraum gar auf 1345 Liter – nicht schlecht für einen SUV im B-Segment. Auf ähnliche Werte dürfte ab Ende Jahr auch der Technikbruder VW ID. Cross kommen.

Niedriger Verbrauch sorgt für 400 km Reichweite

Wir starten die Testfahrt im österreichischen Seefeld. Der 1,6 Tonnen schwere Epiq spricht flott und spontan an und ist als Topversion 55 mit seinen 211 PS (155 kW) und 290 Nm Drehmoment alles andere als untermotorisiert unterwegs. Auf den kurvigen Strassen arbeitet das Fahrwerk sehr geschmeidig und bügelt auch gröbere Unebenheiten gekonnt weg. Die präzise Lenkung passt sich ins stimmige Gesamtbild ein.

DCX STORY: doc87ghgemgnxsuqw35j14 [Skoda Epiq 55 im Schnellcheck]

Selbst bei schnelleren Kurvenfahrten hat der Tscheche keinerlei Traktionsprobleme. Allerdings zerrt es beim frühen Beschleunigen – typisch für Fronttriebler – etwas an der Lenkung. Auf der Autobahn fährt sich der Epiq sehr komfortabel und auch bei höheren Tempi erfolgen Überholmanöver flott. Aus dem Stand beschleunigt der Elektro-SUV in 7,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100.

Trotz hohem Autobahnanteil lag der Verbrauch nach der Testfahrt bei 12,9 kWh/100 km. Damit läge rechnerisch eine Reichweite von 400 Kilometern drin – Skoda gibt bis zu 440 Kilometer an. Das erreicht der SUV auch dank eines relativ niedrigen Cw-Werts von 0,28. Zum idealen Langstrecken-Stromer wird der Epiq damit zwar nicht, auch wenn das 52-kWh-Batteriepaket mit maximal 105 kW am Schnelllader in 24 Minuten auf 80 Prozent gefüllt ist. Anders siehts beim Basismodell Epiq 35 aus, das den 37-kWh-Akku (Reichweite 310 km) mit maximal 50 kW betanken kann und somit für längere Strecken nur sehr eingeschränkt geeignet ist. 

Günstige Versionen erst Ende Jahr

Im Innenraum mit hohem Hartplastikanteil setzt der Epiq auf dasselbe Bedienkonzept wie der Elroq: Ein kleines 5,3-Zoll-Kombiinstrument, das uns mit den wichtigsten Infos bespielt plus ein 13-Zoll-Infotainmentbildschirm – nur ein Head-up-Display fehlt, was wir aber nicht vermissen. Leider fallen auch die Rekuperationswippen hinter dem Lenkrad weg, wodurch sich die Stärke der Rekuperation nur umständlich im Menü des Infotainmentsystems einstellen lässt. Auch der Epiq bietet allerlei Simply-Clever-Gimmicks. Nebst dem typischen Regenschirm in der Fahrertür oder dem Eiskratzer in der Heckklappe gibt es erstmals auch bidirektionales Laden.

Der Epiq rollt ab Ende September in die Schweizer Showrooms. Die günstigen Basisversionen 35 (ab 25'900 Franken) und 40 (Preis noch nicht bekannt) liefert Skoda wohl erst gegen Ende Jahr oder Anfang 2027 nach, während das Topmodell Epiq 55 ab stolzen 37'800 Franken in der Preisliste steht. Viel Geld für einen Kompakt-Stromer, der nicht nur in der Schweiz dennoch viele Käuferinnen finden dürfte.

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