Wahl zum Schweizer Auto des Jahres 2027
Das sind die 12 Finalisten

12 Autoprofis, 12 Modelle, eine Entscheidung: Welches wird das Schweizer Auto des Jahres 2027? Im TCS-Fahrtrainingszentrum Betzholz in Hinwil ZH traten die Fahrzeuge nun zum grossen Vergleichstest an. Wir verraten, welche 12 Autos im Finale stehen.
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12 Modelle haben es in die Endauswahl zum Schweizer Auto des Jahres 2027 geschafft.
Foto: David Kuenzler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 12 Elektroautos kämpfen um den Titel «Schweizer Auto des Jahres 2027»
  • Bandbreite enorm: Renault Twingo ab 19'000 Franken, Porsche ab 120'000 Franken
  • Neben vielen Europäern stehen auch zwei chinesische Hersteller im Finale
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

35 neue Modelle haben sich dieses Jahr für die wichtigste Auszeichnung der Schweizer Autobranche zur Wahl gestellt. Die Jury aus Rennfahrern, Mobilitätsexpertinnen und Fachjournalisten hat im Vorfeld den Kreis der Titelanwärter auf 10 – allesamt elektrische – Finalisten reduziert. Wegen Punktgleichheit stehen bei der diesjährigen Ausgabe aber gleich 12 Fahrzeuge für die 12 Jurorinnen und Juroren zum Testen bereit.

Audi Q4 E-Tron

Foto: David Kuenzler

Als erster Finalist tritt Audis Elektro-Bestseller Q4 an: Optisch gibts nur eine dezente Auffrischung, im Innenraum dafür ein neues Cockpitdesign, das sich am grösseren Bruder Q6 orientiert. Auch unterm Blech hat der deutsche Premium-Hersteller den Q4 auf den neuesten Stand der Elektrotechnik gebracht. Der kompakteste Stromer im Audi-Regal schafft neu bis zu 580 Kilometer ohne Ladestopp und leistet als Allradversion Quattro bis zu 340 PS – schlagende Argumente besonders für die Schweiz als 4x4-Hochburg Europas.

BMW i3 50 xDrive

Foto: David Kuenzler

Nach dem Triumph des Familien-SUVs iX3 im vergangenen Jahr will BMW diesmal mit der neuen Elektrolimousine i3 bei der Wahl zum Schweizer Auto des Jahres gross abräumen. Das zweite Modell auf BMWs Neuer-Klasse-Plattform setzt wie sein SUV-Bruder auf ein riesiges Batteriepaket mit bis zu 900 Kilometer Reichweite, rasante Schnellladeleistungen und das futuristische Cockpit mit Panoramic-iDrive-Display, das sich über die gesamte Breite der Windschutzscheibe erstreckt.

Cupra Raval

Foto: David Kuenzler

An Hightech mangelt es dem neuen Raval von Seat-Sporttochter Cupra definitiv nicht. Doch im Gegensatz zu BMWs i3 stromert der kleine Spanier zwei Klassen tiefer und ging im Sommer als erstes Modell der neuen Elektrokleinwagen-Familie des VW-Konzerns an den Start. Der Raval will mit seinem sportlich-aggressiven Look ein betont junges Publikum ansprechen, wobei das Topmodell VZ mit Sportfahrwerk und 227 PS besonders gut zur coolen Optik passt. Heiss wirds hingegen beim Preis, der bereits bei unter 25’000 Franken losgeht.

Hyundai Ioniq 3

Foto: David Kuenzler

Apropos heiss: Optisch könnte Hyundais neuer Elektro-Crossover glatt als Hot Hatch durchgehen. Hier schwarze Kontrastelemente, dort eine üppige Spoilerlippe und dazu massive 19-Zöller – beim Ioniq 3 lassen es die südkoreanischen Designer ordentlich krachen. Wobei das scharfe Design nicht unbedingt der Sportlichkeit, sondern dem Alltagsnutzen zugutekommt: Mit grösserer Batterie soll der nur 4,16 Meter kurze Ioniq 3 fast 500 Kilometer Reichweite schaffen – für einen Kleinwagen eine echte Ansage.

Mercedes GLC (BEV)

Foto: David Kuenzler

Eine echte Ansage macht auch Mercedes mit der Neuauflage des Konzern-Bestsellers GLC. Um gegen den grossen Konkurrenten BMW und seinen Neue-Klasse-SUV iX3 zu bestehen, haben die Stuttgarter Vollgas respektive Starkstrom gegeben: bis zu 700 Kilometer Reichweite, Laden fast so schnell wie Tanken, und Power bis zum Abwinken. Dass die Konkurrenten Sterne sehen könnten, liegt auch an den zahlreichen, im Auto versteckten Sternen wie in den Scheinwerfern oder am Dachhimmel des Innenraums. Hier blicken Fahrer und Beifahrer zudem auf einen fast einen Meter breiten Screen – der grösste, den Mercedes je in einem Auto verbaut hat.

Peugeot e-208 GTi

Foto: David Kuenzler

Ziemlich cool ist auch, was Peugeot zum Testtag nach Hinwil mitgebracht hat. Die Franzosen legen ihren Kleinwagen-Bestseller 208 als besonders sportlichen und rein elektrischen e-208 GTi neu auf und knüpfen so an das grosse Erbe des legendären 205 GTi aus den 1980er-Jahren an. Im Vergleich zur zivilen Variante erhält der kleine Sportstromer ein tiefergelegtes Fahrwerk, eine verbreiterte Spur und obendrein satte 280 PS, mit denen Fahrspass im 1,6 Tonnen schweren e-208 fast schon garantiert ist.

Porsche Cayenne Electric

Foto: David Kuenzler

Porsche zündet mit dem neuen Cayenne Electric sprichwörtlich den Elektro-Turbo. Schon die Einstiegsversion leistet mehr als 400 PS, das Topmodell Turbo sogar bis zu irrwitzigen 1156 PS! Damit wird der knapp fünf Meter lange Luxus-SUV zum stärksten Serienmodell in der Geschichte von Porsche. Doch der 2,5 Tonnen schwere Cayenne beschleunigt nicht nur wie ein Supersportwagen, sondern ist mit einer Reichweite von über 600 Kilometern und rasanten Ladegeschwindigkeiten auch als Reisewagen bestens geeignet. Porsche-like beginnen aber auch die Preise des neuen Flaggschiffs bei weit über 100’000 Franken.

Renault Twingo E-Tech Electric

Foto: David Kuenzler

In einer ganz anderen Liga stromert die elektrische Neuauflage des Twingo, die Renaults knuffigem Urahn aus den 1990er-Jahren wie aus dem Kulleraugen-Gesicht geschnitten ist. Doch nicht nur optisch haben sich die Franzosen eng an den Kultknirps gehalten: Innen gibts wie im Ur-Twingo eine verschiebbare Rückbank, dank der der 3,80 Meter kurze Citystromer erstaunlich viel Platz für Passagiere und Gepäck bietet. Erstaunlich tief ist hingegen der Preis, der bei unter 19’000 Franken beginnt.

Volvo EX60

Foto: David Kuenzler

Weiter gehts mit dem nordisch noblen Mittelklasse-SUV EX60 von Volvo. Der tritt im Premiumsegment unter anderem gegen den ebenfalls hier zur Wahl stehenden Mercedes GLC an und fährt mindestens auf Augenhöhe mit dem deutschen Konkurrenten: Das 680 PS starke Allrad-Topmodell P12 stromert bis zu 800 Kilometer ohne Ladestopp und lädt seinen Riesenakku in 16 Minuten von 10 auf 80 Prozent voll. Innen nehmen die Passagiere auf bequemen Stoff- oder veganen Ledersitzen Platz und geniessen die Hygge-Stimmung zum Sound der klanggewaltigen «Bowers & Wilkins»-Anlage. Vorausgesetzt, sie überweisen mindestens 72’000 Franken nach Göteborg.

VW ID. Polo

Foto: David Kuenzler

Beim neuen ID. Polo besinnt sich Europas grösster Autobauer auf seine alten Stärken zurück: Das fängt beim schnörkellosen Design ohne Schnickschnack an und zieht sich auch durch den Innenraum, der im Vergleich zu VWs erster Stromer-Generation endlich wieder grundsolide und qualitativ hochwertig wirkt und dazu erstaunlich viel Platz bietet. Den Einstiegspreis ab 24’900 Franken hat VW dabei bewusst tief gehalten, um der immer stärkeren Konkurrenz aus China etwas entgegenzusetzen.

XPeng P7+

Foto: David Kuenzler

Apropos chinesische Hersteller: Einer der neuen Herausforderer ist XPeng mit der Elektro-Limousine P7+. Das bereits dritte in der Schweiz erhältliche Modell gefällt mit elegantem Design und bietet dank über fünf Metern Länge massig Platz im Innenraum. Batterie und Reichweite sind zwar nicht gigantisch, doch dafür trumpft der P7+ mit extrem hohen Ladeleistungen auf, mit denen der Akku in nur 12 Minuten von 10 bis 80 Prozent gefüllt ist. Und das Ganze zum Preis von bereits unter 50'000 Franken.

Zeekr 7GT

Foto: David Kuenzler

Der Elektrokombi 7GT tritt als zweites Modell eines chinesischen Herstellers bei der Wahl zum Schweizer Auto des Jahres an. Sie-kr, wie der Markenname korrekt ausgesprochen wird, gehört wie Volvo, Polestar oder Smart zum riesigen Geely-Konzern – Chinas Nr. 2 hinter BYD. Und er zeigt, wie cool ein Kombi im Jahr 2026 aussehen kann: Die schwarze Maske zwischen den Scheinwerfern erinnert an den neuen Ferrari 849 Testarossa – und fast so rasant beschleunigt der 7GT in der 646 PS starken Topversion von 0 auf 100 km/h auch. Daneben gibts wie bei Konkurrent XPeng gewaltige Ladeleistungen und entsprechend kurze Ladestopps zu verhältnismässig tiefen Preisen.

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