Darum gehts
- Über 1200 Tote und 4000 Vermisste nach Sturzfluten in Nepal
- Zwei Arbeiter nach neun Tagen lebendig aus Tunnel gerettet
- Retter sprengten «autogrosse Felsen», um Eingeschlossene zu befreien
Mehr als 1200 Menschen sind bei der jüngsten Naturkatastrophe in Nepal verstorben. Über 4000 werden auch Tage nach den Sturzfluten und Schlammlawinen noch vermisst, darunter mehr als 900 Arbeiter, die in nepalesischen Wasserkraftprojekten tätig sind. Es wird vermutet, dass viele von ihnen verschüttet in Tunneln lebendig begraben sind.
Diesbezüglich können die Behörden nun aber ein kleines Wunder verkünden. Am Freitagmorgen Schweizer Zeit konnten zwei Arbeiter aus einem ebensolchen Wasserkrafttunnel gerettet werden. Neun Tage lang waren die Männer dort verschüttet.
Retter mussten «autogrosse Felsen» sprengen
Fotos zeigen die dramatische Rettungsaktion. Die mit Schlamm beschmierten Männer wurden von den Rettungskräften wortwörtlich ausgegraben. Bei der Bergung der beiden Arbeiter war viel Glück im Spiel. «Die Retter hörten Stimmen im Tunnel», erklärte der zuständige Polizeichef zu CNN.
«Der Tunnel war voller autogrosser Felsen, Schlamm und allem Möglichen», meinte ein Geologe, der an der Rettungsaktion beteiligt war. «Deshalb mussten wir im Tunnel sprengen, was unglaublich gefährlich ist.» Die Retter mussten von Hand graben, um die Verschütteten zu erreichen.
Den Angehörigen der geretteten Arbeiter fällt nun ein riesiger Stein vom Herzen. «Die ganze Familie ist sehr glücklich», meinte ein Bruder zur BBC. Die beiden Männer werden jetzt in einem Spital in Kathmandu behandelt.