Darum gehts
- EDA meldet Rettung von zwei Schweizern in Nepal, zu einer Schweizerin noch kein Kontakt
- Schweizer Vertretungen arbeiten mit lokalen Behörden, Kontakt weiterhin offen
- Rund 20 Personen auf Travel Admin, 120 im Auslandschweizerregister
Am Donnerstagabend gibt das EDA ein neues Update zu vermissten Schweizern in Nepal. «Die Schweizer Vertretung in Kathmandu steht in Kontakt mit zwei Schweizer Staatsangehörigen, die gerettet werden konnten. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut», heisst es hierzu in einer Mitteilung.
Zu einer Schweizerin besteht weiterhin kein Kontakt. «Das EDA hat zudem Kenntnis von einer Schweizer Staatsangehörigen, zu der bislang kein Kontakt hergestellt werden konnte. Die Schweizer Vertretungen in Kathmandu und Peking stehen diesbezüglich in Kontakt mit den lokalen Behörden.»
Bereits am Nachmittag hatten die nepalesischen Behörden bekannt gegeben, dass eine vermisste Schweizerin gerettet werden konnte.
Rund 20 Reisende auf Travel Admin registriert
Aktuell sind auf Travel Admin rund 20 reisende Personen registriert. Im Auslandschweizerregister sind rund 120 Personen angemeldet. Es können keine Angaben dazu gemacht werden, wie viele Personen sich in der betroffenen Region aufhalten.
Das EDA bittet Schweizer Staatsangehörige vor Ort, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In dringenden Fällen kann die Helpline EDA in Bern rund um die Uhr unter +41 800 24 7 365 / +41 58 465 33 33 oder per E-Mail helpline@eda.admin.ch kontaktiert werden.
Sturzflut mit verheerendem Ausmass
Eine katastrophale Flutwelle im Himalaya hat am Mittwoch Menschen und Gebäude mitgerissen. Laut nepalesischen Forschern hat wahrscheinlich eine Eislawine einen Zufluss des Bhotekoshi in Tibet blockiert. Als das aufgestaute Wasser durchbrach, stürzte es als gewaltige Flutwelle durch das Tal flussabwärts nach Nepal und riss alles mit, was im Weg stand.
Die Flutwelle verwüstete das Flusstal des Bhotekoshi in Tibet und Nepal. Die meisten Toten und Vermissten gibt es im nepalesischen Distrikt Rasuwa an der Grenze zur Volksrepublik China. Dort liegt ein bekanntes Hochgebirgs-Trekkinggebiet. Mindestens 389 Tote wurden bislang in Nepal gemeldet.