Iraner beschiessen die US-Such-Helis
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Wie ist das möglich?
Iran feuert trotz schwerer Verluste immer weiter

Von Deeskalation ist weiter keine Spur: Während die USA Tarnkappen-Raketen aus globalen Beständen ins Kriegsgebiet verlegen, setzt der Iran auf mobile Abschussrampen und hält so den militärischen Druck aufrecht.
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Das Geheimnis der iranischen Gegenangriffe: eine dezentrale Struktur.
Foto: Imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Iran feuert seit Februar 2026 über 400 Raketen auf Israel ab
  • USA mobilisieren globale Raketenbestände, darunter 425 verbleibende Jassm-Er
  • Iran nutzt mobile Abschussrampen und dezentrale «Mosaik»-Strategie für Angriffe
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Janine EnderliRedaktorin News

Der Iran setzt trotz schwerer Angriffe von Israel und den USA seine Raketenoffensive fort und zeigt damit eine Widerstandsfähigkeit, mit der weder Washington noch Jerusalem gerechnet haben. 

Wie die «Financial Times» berichtet, hat Teheran seit Beginn des Konflikts im Februar 2026 über 400 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert. Zudem schlugen mehr als 3500 Kurzstreckenraketen und Drohnen in den Golfstaaten ein, wo die USA strategische Militärbasen unterhalten.

Wie schafft es die iranische Armee, weiter zu funktionieren?

Trotz erheblicher Verluste an Raketenwerfern und militärischer Infrastruktur bleibt die iranische Führung jedoch in der Lage, ihre Angriffe zu koordinieren.

Eine der spektakulärsten Eskalationen erfolgte am Freitag: Der Iran schoss zwei US-Kampfflugzeuge über seinem Luftraum ab. Offenbar kam dabei ein Verteidigungssystem zum Einsatz, das speziell für Kriegsbedingungen entwickelt wurde. Sie arbeiten vor allem mit mobilen Abschussrampen, die schwer aufzuspüren sind.

Zwar wehren die Golfstaaten sowie Israel viele iranische Drohnen und Raketen ab – ein Sprecher des israelischen Militärs räumte jedoch ein, dass die verbleibenden, iranischen Raketen schwieriger zu lokalisieren seien, da sie mobil und in der Landschaft verborgen seien. 

«Mosaik»-Militärstrategie

Die iranische Militärstrategie basiert laut der «Financial Times» auf einer sogenannten «Mosaik»-Doktrin, die die Führung dezentralisiert und Feldkommandanten mehr Autonomie einräumt. 

Diese Strategie erlaubt es den iranischen Streitkräften, auch nach Verlusten von Führungskräften weiter koordiniert zu agieren. So folgte beispielsweise ein Angriff auf die israelische Nuklearanlage in Dimona am 19. März unmittelbar auf einen israelischen Schlag gegen die iranischen Nuklearanlagen in Natanz. Trotz aller Verluste zeigt der Iran, dass er in der Lage ist, seine Operationen anzupassen, wie Raz Zimmt, ein ehemaliger Analyst des israelischen Militärgeheimdiensts, gegenüber der «Financial Times» erklärt. 

USA mobilisieren globale Bestände

Ein Beispiel dafür sei der Angriff auf die Flüssigerdgas-Infrastruktur in Katar nach einem israelischen Angriff auf das South-Pars-Gasfeld im Iran. Die verbleibenden mobilen Abschussrampen ermöglichen es dem Iran, trotz der Zerstörung stationärer Stellungen weiterhin Raketen abzufeuern. 

Derweil mobilisieren die USA ihr Raketenarsenal aus globalen Beständen für den Einsatz im Nahen Osten. So wurde angeordnet, weitere Tarnkappen-Waffen in die Region zu verlegen. Dabei handelt es sich um die Präzisionsraketen AGM-158 Jassm, wie Bloomberg berichtet. 

Es bleiben nur noch 425 Raketen übrig

Raketen werden von unterschiedlichen US-Einrichtungen, einschliesslich Standorten innerhalb der Vereinigten Staaten, auf Basen des US Central Command im Nahen Osten verlegt. Nach Abschluss dieser Verlegungen verbleiben weltweit nur noch rund 425 Jassm-Er-Raketen für potenzielle Einsätze – ausgehend von einem ursprünglichen Bestand von 2300 vor Beginn des Konflikts.

Die Jassm-Er ist eine Luft-Boden-Rakete mit grosser Reichweite. Sie kann fast 1000 Kilometer weit fliegen und ist so konstruiert, dass sie Ziele aus sicherer Entfernung angreifen kann, um so die gegnerische Luftabwehr zu umgehen. Das begrenzt das Risiko für das Militär effektiv. 

Damit setzt Washington auf technologische Mittel, um seine militärische Schlagkraft zu erhöhen und potenzielle Bedrohungen aus der Ferne zu neutralisieren.

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