Darum gehts
- Trump: Iran verzichtet auf Atomwaffen, Treffen mit Chamenei möglich
- Iran betont bisher rein zivile Ziele seines Nuklearprogramms
- Trump behauptet, Irans Streitkräfte vollständig besiegt zu haben
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) hat der Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Trump stellt zudem ein Treffen mit Obermullah Modschtaba Chamenei (56) in Aussicht. Voraussetzung dafür ist ein erfolgreicher Verlauf der Verhandlungen zum Ende des Konflikts im Nahen Osten.
«Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffen besitzen werden», sagte Trump in einer am Mittwoch ausgestrahlten Podcast-Folge von «Pod Force One». Nur stimmt das wirklich? Bislang hatte die Führung des iranischen Regimes stets betont, dass ihr Nuklearprogramm ausschliesslich zivilen Zielen diene. Ein Verzicht auf die Anreicherung von Uran oder Atomwaffen schien nach den amerikanisch-israelischen Angriffen im Frühjahr zudem vom Tisch.
«Ich würde ihn gerne treffen»
Chamenei sei absolut in die Gespräche über ein Ende der Feindseligkeiten eingebunden, verriet Trump in der Podcast-Folge. Der US-Präsident will gehört haben, dass es dem Obersten Führer des Irans gesundheitlich nicht gut gehe. Dennoch würde Chamenei die Verhandlungen unterstützen.
Auf die Frage nach einem möglichen Treffen mit Chamenei sagte Trump: «Ja, ich würde ihn gerne treffen. Ich würde jeden gerne kennenlernen. Ich würde ihn gerne treffen, und wir werden uns wahrscheinlich irgendwann treffen, je nachdem, wie sich alles entwickelt.»
Wie Trump den Iran-Krieg bewertet
Trump sieht den Iran-Krieg als Erfolg. Die Begründung: Die Streitkräfte des Golfstaates sollen nach der Darstellung des Republikaners vollständig besiegt worden sein.
Der Konflikt hatte zu Turbulenzen an den weltweiten Energiemärkten gesorgt und ist bei vielen Amerikanern umstritten.
«Wir arbeiten an einem Abkommen», so Trump weiter. Sollte eine diplomatische Lösung nicht gelingen, werde man einen anderen Weg einschlagen, ergänzte er. Der US-Präsident dürfte damit weitere Angriffe meinen.