300 Jahre alter Garten freigelegt
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Trockenheit mit Folgen:300 Jahre alter Garten freigelegt

Warnung aus der Vergangenheit
Tiefe Pegelstände legen Hungersteine in Europa frei

Jahrhundertealte Hungersteine tauchen wegen anhaltender Trockenheit in Europa wieder auf. In Tschechien warnt ein Stein mit der Aufschrift «Wenn du mich siehst, dann weine» vor den dramatischen Folgen von Wassermangel.
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Jahrhundertealte Hungersteine tauchen wegen anhaltender Trockenheit in Europa wieder auf.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Historische Hungersteine tauchen in Europa wegen anhaltender Dürre wieder auf
  • Ältester bekannter Stein stammt aus 1417, neuerer von 2015 in Deutschland
  • Schweiz erwartet ab kommender Woche mögliche Kaltfront und Regen
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Mattia JutzelerRedaktor News

«Anno 1857: HUNGER», steht unter anderem auf einer grossen Steinplatte, die aktuell am Ufer des Rheins in der Nähe der deutschen Stadt Worms zu sehen ist. Normalerweise wäre der Stein komplett von Wasser bedeckt. Auch die anderen Jahreszahlen auf dem Stein stammen aus vergangenen Hungerjahren.

Es ist eine Warnung vor Wassermangel aus der Vergangenheit. Wenn es früher zu Dürreperioden kam, platzierten die Menschen solche sogenannten Hungersteine am Rande von Gewässern. Wegen der tiefen Pegelstände in den Flüssen und Seen kommen diese Hungersteine momentan an verschiedenen Orten in Europa wieder zum Vorschein.

«Wenn du mich siehst, dann weine»

Auch der wohl berühmteste dieser Hungersteine liegt momentan frei. «Wenn du mich siehst, dann weine», steht auf ihm geschrieben. Dazu die Jahreszahlen folgenschwerer Dürrejahre, etwa 1790 und 1868. Zu finden ist der Hungerstein in der Stadt Tetschen in Tschechien, wie die deutsche Zeitschrift «Geo» schreibt. Er befindet sich nahe der Grenze zu Sachsen. Dementsprechend sind die Warnungen sowohl auf Deutsch als auch auf Tschechisch geschrieben.

Der Ursprung gewisser Hungersteine reicht noch viel weiter zurück: Die älteste bekannte Inschrift stammt aus dem Jahr 1417. Andere Steine haben ihren Ursprung im späten 19. Jahrhundert.

Auch noch heutzutage werden neue Hungersteine in Flüssen und Seen platziert. «Geht dieser Stein unter, wird das Leben wieder bunter», steht auf einem Fels in der Elbe im Norden Deutschlands. Er soll erst seit 2015 dort am Bleckeder Hafen nahe Lüneburg liegen. Andere Steine erinnern an den Rekord-Hitzesommer 2003.

Ende der Dürre in Sicht?

Zuletzt kamen während der Dürreperiode im August 2022 viele Hungersteine in Deutschland zum Vorschein. Wann sie diesmal wieder im Wasser verschwinden, ist offen.

In der Schweiz ist am Wochenende voraussichtlich mit sinkenden Temperaturen und etwas Regen zu rechnen. Ab kommender Woche könnte uns sogar eine Kaltfront erreichen. Das ist laut «Meteo News» aber noch unsichere Zukunftsmusik. «Die Modelle sind jedoch nicht ganz konsistent und springen auch etwas.»

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