Wegen extremer Trockenheit
Die Grünen werben mit Gratis-Mitgliedschaft um Bauern

Die zunehmende Trockenheit setzt die Landwirtschaft unter Druck. Die Grünen wollen die Betroffenen mit den Folgen des Klimawandels für ihre Politik gewinnen.
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Die anhaltende Trockenheit setzt Landwirtinnen und Landwirten zunehmend zu.
Foto: IMAGO/diebildwerft

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Grüne bieten Bäuerinnen und Bauern ein Jahr kostenlose Mitgliedschaft an.
  • Rund zwei Landwirte pro Tag treten seit Aktionsstart den Grünen bei.
  • Grüne fordern nationale Wasserstrategie und konsequente Klimamassnahmen für Landwirtschaft.
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Riccarda CampellRedaktorin Politik

Die SVP ist unter Bäuerinnen und Bauern traditionell mit Abstand die stärkste politische Kraft. Doch nun bekommt sie Konkurrenz, und zwar ausgerechnet vom politischen Gegenlager. 

«Wenn SVP-Parteipräsident Dettling sagt, die Klimakrise sei nicht schlecht für die Bauern, sieht man, dass sie durch diese Partei nicht gut vertreten sind», sagt Grünen-Parteipräsidentin Lisa Mazzone (38). Deswegen bietet ihre Partei Landwirtinnen und Landwirten derzeit eine kostenlose Mitgliedschaft für ein Jahr an, wie der «Tages-Anzeiger» zuerst berichtet hat. Seit dem Start der Aktion vergangene Woche haben sich laut Mazzone rund zwei Bäuerinnen und Bauern pro Tag für eine Mitgliedschaft bei den Grünen angemeldet.

Aktuelle Trockenheit ist keine Überraschung für die Grünen

Die aktuelle Trockenheit und die Not der Landwirte seien leider keine volle Überraschung, sagt Mazzone. «Und es zeigt uns, was uns in der Zukunft mit so einem Klimawandel erwartet.» Nun brauche es eine konsequente Politik, die sowohl die Ursachen als auch die Folgen bekämpfe. Dazu gehöre etwa eine nationale Wasserstrategie. «Lange hat man in der Schweiz gedacht, wir hätten immer genug Wasser. Jetzt haben wir gemerkt: Das stimmt leider nicht.» Die Nutzung des Wassers müsse künftig priorisiert werden. «Wenn man sieht, dass Golfplätze immer noch mit Trinkwasser gegossen werden, zeigt das umso mehr, dass wir eine Regelung brauchen», sagt Mazzone.

Langfristig seien jedoch vor allem konsequente Klimamassnahmen nötig. «Man muss etwa endlich aufhören, neue Autobahnen zu bauen. Die Gebäude müssen saniert und Solarpanels installiert werden.» Davon sei auch die Landwirtschaft betroffen. «Autobahnen nehmen etwa Agrarfläche weg, und viele Landwirtinnen und Landwirte produzieren selbst Solarstrom.» Es müsse jetzt gehandelt werden, sagt Mazzone. Ob die Grünen mit ihrer Klimastrategie tatsächlich zur Partei der Bauern werden, wird sich zeigen.

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