Darum gehts
- Buckelwal Timmy kämpft vor der deutschen Insel Poel ums Überleben
- Katamaran aus Dänemark könnte Wal in die Nordsee transportieren
- Timmy atmet alle 2 bis 5 Minuten, Bewegung bleibt aus
Vor der Ostseeinsel Poel kämpft Buckelwal Timmy weiter ums Überleben. Die Retter hatten die Hoffnung bereits aufgegeben, doch nun könnte Timmy eine letzte Chance bekommen.
Gegenüber «Bild» bringt Umweltminister Till Backhaus (67) eine neue Möglichkeit ins Spiel, Timmy doch noch lebend zu bergen. Mittels eines Katamarans aus Dänemark könnte der Buckelwal in die Nordsee transportiert werden.
Katamaran-Rettung als letzte Chance
«Der Katamaran ist in der Lage, das Tier in lebendem Zustand erfolgreich aufzunehmen. Das Entscheidende ist, dass wir ein gesundheitliches Gutachten brauchen, das uns bestätigt, dass der Wal überhaupt eine Überlebenschance hat», präzisierte Backhaus die Massnahme gegenüber «Bild».
Bei einer Katamaran-Rettung würde Timmy mittels einer Gurte und eines Netzes gerettet – «ganz vorsichtig, um dem Wal nicht zu schaden», erklärte Backhaus. «Bisher war man davon ausgegangen, dass das Tier nur tot geborgen werden könnte.»
Gesundheitszustand weiterhin schlecht
Doch alles hängt von Timmys Gesundheitszustand ab. «Ihm geht es wirklich ganz schlecht, das muss man noch mal sagen», so Backhaus zu «Bild». Denn der Buckelwal weist einige Verletzungen auf, wie Backhaus bereits am Karsamstag sagte. Ursache für die Verletzungen seien mutmasslich Schiffsschrauben. Auch Abdrücke eines Netzes seien an Timmys Körper festgestellt worden.
Fachleute untersuchten am Sonntag deshalb auch das Wasser vor der Insel Poel. Der Salzgehalt soll Hinweise über den Gesundheitszustand des Tiers liefern. «Wir wissen, dass das wenig salzhaltige Wasser dem Tier bereits schwer geschadet hat. Wir brauchen aber verlässliche Daten, und die wollen wir gewinnen», so Till Backhaus.
Am Sonntag war die Atemfrequenz des Buckelwals im Vergleich zum Vortag erhöht, berichtet «Bild». Laut Backhaus atme Timmy alle zwei bis fünf Minuten. Auch eine Blasfontäne ist immer wieder zu beobachten. Bewegt hat sich der Wal jedoch weiterhin nicht.