Video zeigt Angriffe auf russischen Online-Händler «Wildberries»
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In St. Petersburg:Video zeigt Angriffe auf russischen Händler «Wildberries»

Drohnenteile und Schutzwesten
Darum fliegt die Ukraine Angriffe auf russischen Lieferdienst Wildberries

Bereits viermal wurden Lagerhallen des russischen Onlinehändlers Wildberries zum Ziel von Drohnenangriffen. Weshalb geriet der Liefergigant ins Visier der Ukrainer?
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Dicke Rauchwolken über St. Petersburg.
Foto: Screenshot X

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ukrainische Drohnenangriffe zerstörten Wildberries-Lager in St. Petersburg
  • Wildberries liefert angeblich militärisch nutzbare Technologien wie Drohnen und Westen
  • Wildberries beschäftigt 48'000 Mitarbeitende, Marktanteil in Russland: 14 Prozent
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Riesige Rauchwolken stiegen in der Nacht auf Freitag über einem Lager des Lieferdienstes Wildberries in den Himmel. Ukrainische Drohnenangriffe setzten die Halle in St. Petersburg in Flammen – bereits zuvor war die russische Amazon-Version ins Visier ukrainischer Drohnenangriffe geraten. Doch was macht den Onlinehändler zum Ziel von Kiew?

In den Wildberries-Lagern sollen angeblich verbotene Elektronik und Bauteile gelagert werden, die an der Front genutzt werden können. Dazu gehören laut Defence Express unter anderem Drohnenkomponenten und Navigationsausrüstungen.

Auch in die EU expandiert

Wildberries ist der grösste russische Onlinehändler. Hinter dem Unternehmen steht Tatjana Kim (50), laut CNBC die reichste Frau Russlands – sie gründete die Firma 2004. Rund 48'000 Mitarbeitende soll der Liefergigant derzeit haben.

Kim, eine siebenfache Mutter, gründete die Firma damals in ihrer Moskauer Wohnung, um anderen Müttern, die keine Zeit zum Shoppen hatten, unter die Arme zu greifen. Zuerst verkaufte sie Kleidung des deutschen Versandhändlers Otto weiter. Die Bestellungen lieferte sie zu Beginn noch selbst aus – nun schätzt «Forbes» ihr Vermögen auf rund 8,1 Milliarden US-Dollar.

Wie «Business Insider» berichtet, kam dann während der Corona-Pandemie der grosse Aufschwung, die Verkäufe verdoppelten sich – jetzt hat der Online-Riese in Russland einen Marktanteil von rund 14 Prozent und besetzt somit die Spitze. 2021 expandierte das Unternehmen auch in die EU.

Drohnen und kugelsichere Westen

Wildberries versteht sich als das russische Gegenstück zu Amazon: Von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektronik, auf der lilafarbenen Website gibt es alles, was man irgendwie brauchen könnte. Selbst Flug-Deals bietet das Unternehmen an. Und eben auch Drohnen, militärische Anzüge und Dual-Use-Technologien. Das ist Kiew ein Dorn im Auge.

Besucht man die Seite und klickt sich etwas durch das Angebot, dauert es tatsächlich nicht lange, bis man kugelsichere Westen vor sich hat. Drohnen gibt es en masse, genauso wie Wärmebildkameras und Lastabwurfsysteme.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) erklärte daher vor einigen Tagen, die Anlagen von Wildberries würden benutzt, «um sanktionierte Komponenten für die Herstellung von Drohnen und Navigationsgeräten zu liefern». Somit seien sie ein gerechtfertigtes Ziel.

Gründerin Tatjana Kim äusserte sich betroffen über die Angriffe auf ihr Unternehmen. «Es gibt keine Worte, um all die Gefühle und Emotionen zu beschreiben, die durch die Angriffe auf normale Menschen, auf unsere Mitarbeiter, auf uns, die wir einfach nur unsere Arbeit tun, ausgelöst wurden.»

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