Darum gehts
- Ukrainische Drohnen greifen Lager des Online-Händlers Wildberries in Russland an
- 50 Drohnen registriert, sieben Prozent der Lagerkapazitäten beschädigt
- 150'000 Quadratmeter grosses Lager in Krasnodar brannte, acht Verletzte insgesamt
Flammen und dichter Rauch: In der Nacht auf Freitag sowie in den vergangenen Tagen haben ukrainische Drohnen mehrere grosse Lager des russischen Online-Händlers Wildberries in verschiedenen Städten Russlands angegriffen. In der Nacht auf Freitag attackierten die Ukrainer ein Lagerhaus in St. Petersburg. Ein riesiger Brand brach aus. Videos in den sozialen Medien zeigen riesige Rauchsäulen.
Am Donnerstag waren einerseits ein 150'000 Quadratmeter grosses Verteilzentrum in Krasnodar sowie ein weiteres Lager in Newinnomyssk, etwa 200 Kilometer entfernt, betroffen.
Mehrere Verletzte
Laut dem regionalen Krisenstab von Krasnodar wurden drei Personen verletzt, in Newinnomyssk sind laut dem Gouverneur fünf weitere Menschen betroffen.
Zu den Zahlen aus St. Petersburg ist noch nichts bekannt. Der zuständige Gouverneur erklärte, dass die Stadt Ziel eines Drohnenangriffs wurde. Dabei sei in der Nähe der Stadt ein Lagerhaus in Brand gesetzt worden, so Alexander Drosdenko in den sozialen Medien. Rund 50 Drohnen seien registriert worden.
Darum greift die Ukraine diese Zentren an
Die Ukraine rechtfertigt die Angriffe auf die Zentren. In den Wildberries-Lagern sollen angeblich sanktionierte Elektronik und Bauteile gelagert werden, die an der Front für Waffen genutzt werden können.
Es ist bereits der vierte Grossangriff auf Wildberries-Lager innerhalb einer Woche.
Kremlsprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe zurück und sprach von «Terror gegen zivile Objekte». Wildberries-Gründerin Tatjana Kim bestätigte die Angriffe auf Telegram und rief Geschäftspartner auf, sich auf offizielle Informationen zu verlassen. Laut der Zeitung «Kommersant» sind inzwischen rund sieben Prozent der Lagerkapazitäten von Wildberries unbenutzbar.