USA bereiten Anklage vor
Nun hat es Trump auf Raúl Castro (94) abgesehen

Die USA wollen Kubas Ex-Präsident Raúl Castro für den Abschuss zweier Flugzeuge 1996 vor Gericht stellen. Kommt es schon bald zu einer Militäraktion?
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Der 94-jährige Raúl Castro soll in Kuba immer noch über viel Macht verfügen.
Foto: AP Photo/Ramon Espinosa

Darum gehts

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  • USA wollen Ex-Präsident Raúl Castro (94) für Flugzeugabschuss anklagen
  • Ähnliche Taktik wie bei Venezuelas Nicolás Maduro
  • USA blockieren Öllieferungen, fordern Regimewechsel und drohen mit Invasion
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Gabriel KnupferRedaktor News

Die USA erhöhen den Druck auf Kuba. Nun bereitet das US-Justizministerium eine Anklage gegen Ex-Präsident Raúl Castro (94) vor, wie der Sender CBS News berichtet. Der Bruder des ehemaligen Diktators Fidel Castro (1926-2016) soll auf der Karibikinsel immer noch im Hintergrund die Fäden ziehen. Droht ihm nun das gleiche Schicksal wie Nicolás Maduro (63), der Anfang Jahr aus Venezuela entführt wurde?

Klar ist: Seit dem Sturz Maduros durch das US-Militär hat es US-Präsident Donald Trump (79) auf Kuba abgesehen. Seit Monaten unterbinden die USA Öl-Lieferungen in das Land, um die kommunistische Regierung in die Knie zu zwingen. Trump will wie in Venezuela eine USA-freundlichere Regierung installieren oder die Insel gar «übernehmen», wie er mehrfach offen erklärte.

1996 zwei Flugzeuge abgeschossen

Der Hintergrund für die Anklage gegen den jüngeren Castro ist der Abschuss zweier Flugzeuge der Fluchthelfer-Organisation Brothers to the Rescue im Jahr 1996 durch das kubanische Militär. Vier Menschen starben bei der Attacke. Zum Zeitpunkt des Abschusses der Cessnas war Fidel Präsident und Raúl stand an der Spitze des kubanischen Militärs.

Ein Hinweis auf eine kurz bevorstehende US-Militäraktion ist laut Beobachtern auch der Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe (60) auf der Insel. Laut dem Sender CNN war Ratcliffe am Donnerstag in Kuba, um der Regierung ein letztes Angebot zu unterbreiten. Ein Beobachter sprach von «Unterwerfungsdiplomatie».

Der Inhalt der Gespräche ist nicht bekannt, doch die USA wollen einen Regimewechsel. Die kubanische Regierung von Präsident Miguel Diaz-Canel (66) wies solche Forderungen in der Vergangenheit zurück.


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