Darum gehts
- Regierungsgegner in Kuba protestieren gegen Wirtschaftskrise, setzen Parteizentrale in Brand
- Präsident Díaz-Canel warnt vor Vandalismus und Gewalt
- USA blockieren Öl-Lieferungen, Trump droht mit weiteren Massnahmen gegen Kuba
Regierungsgegner in Kuba protestieren gegen die kommunistischen Machthaber. Videos auf der Plattform X zeigen, wie eine Menschenmenge in der Nacht auf Samstag versuchte, die Parteizentrale in der Stadt Morón in Brand zu setzen.
Laut dem US-Sender Fox News sind auf einem Video Schüsse zu hören, wobei ein Mann zu Boden gehe. Auch staatliche kubanische Medien berichteten von den Protesten, wobei allerdings niemand durch Schüsse verletzt worden sei. «Wir dürfen nicht auf Provokationen hereinfallen», schrieb die kommunistische Zeitschrift «Vanguardia de Cuba» auf X.
Präsident Miguel Díaz-Canel warnt Demonstranten
Der Hintergrund der Demonstration ist klar: Der Inselstaat in der Karibik steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Mit der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro (63) durch die USA verlor Kuba einen wichtigen Unterstützer und Öl-Lieferanten.
Aktuell plagen deswegen Stromausfälle das Land. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel (65) äusserte sich in den sozialen Medien zu den Protesten. Er verstehe die Wut über die langen Stromausfälle, warne aber vor Gewalt. «Für Vandalismus und Gewalt wird es keine Straffreiheit geben», schrieb Díaz-Canel auf X.
Trump: Nach dem Iran ist Kuba dran
US-Präsident Donald Trump (79) versucht die kommunistische Regierung in Kuba mit maximalem wirtschaftlichem Druck in die Knie zu zwingen. Dafür unterbinden die USA seit Monaten Öl-Lieferungen in das Land.
«Unser Fokus liegt derzeit auf Iran. Aber danach werde ich mich um Kuba kümmern», drohte Trump letzte Woche. Offenbar will der US-Präsident wie in Venezuela eine USA-freundlichere Regierung installieren.