Darum gehts
- Vier Tote und sechs Verletzte bei Schusswechsel in kubanischen Gewässern
- Schnellboot aus den USA eröffnete Feuer auf kubanische Grenztruppen
- Kubanische Präsidentschaft betont Schutz der Souveränität und Stabilität
Bei einer Schiesserei zwischen kubanischen Grenztruppen und der Besatzung eines in Florida registrierten Schnellboots sind nach Angaben des Innenministeriums der Karibikinsel vier Menschen auf dem Boot getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt und medizinisch versorgt worden, teilte Kubas Botschaft in den USA unter Berufung auf das Innenministerium mit.
Grenztruppen hatten das Boot demnach am Mittwochmorgen Ortszeit in kubanischen Territorialgewässern entdeckt. Das Schnellboot habe sich bis auf etwa eine Seemeile vor der Nordküste Kubas in der Provinz Villa Clara genähert. Als eine Einheit der Grenztruppen zur Identifizierung herangefahren sei, habe die Besatzung des Schnellboots das Feuer eröffnet. Den Angaben zufolge wurde der Kommandant des kubanischen Patrouillenboots verletzt.
Kein Schiff der US-Marine oder Küstenwache
Ein US-Beamter sagt gegenüber der «New York Times», dass es sich bei dem Feuergefecht um ein US-Zivilboot handelte, das Teil einer Flottille zur Evakuierung von Angehörigen aus Kuba war. Er betont, dass es sich bei dem Schiff nicht um ein Boot der US-Marine oder der US-Küstenwache handelte.
Angespannte Stimmung zwischen Kuba und USA
«Kuba bekräftigt seinen Willen, die Territorialgewässer zu schützen, wobei die nationale Verteidigung eine grundlegende Säule für den kubanischen Staat zum Schutz seiner Souveränität und der Stabilität in der Region ist», teile die kubanische Präsidentschaft auf X mit.
Der Vorfall ereignet sich, während sich US-Aussenminister Marco Rubio (54) anlässlich eines Gipfeltreffens in St. Kitts und Nevis in der Karibik aufhält. Das berichtet Fox News.
Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba sind seit der Revolution von 1959 unter Fidel Castro angespannt. Zuletzt hat Washington den Druck auf Havanna unter anderem mit einer Ölblockade erhöht, was die schwere Energie- und Wirtschaftskrise in dem Karibikstaat verschärfte.