Darum gehts
- Trump kündigte Anfang Oktober einen Deal an, wonach Russland Diesel in die USA liefern sollte
- Nach der Ankündigung legten mehrere Tanker Richtung Nordamerika ab, viele änderten den Kurs
- Nur die Agioi Fanendes steuert noch Nordamerika an, die Lage des Diesel-Deals bleibt offen
US-Präsident Donald Trump (80) sorgte am Freitag mit der Ankündigung eines «grossen Abkommens» mit Kreml-Chef Wladimir Putin (74) für Aufsehen. Es scheint ein weiterer Beweis dafür zu sein, dass sich das Verhältnis zwischen Washington und Moskau verbessert.
Bereits Anfang Oktober verkündete Trump einen Kraftstoff-Deal mit Putin. Demnach sollte Russland rund drei Millionen Tonnen Dieselkraftstoff auf den amerikanischen und den weltweiten Markt liefern. Beobachter sahen darin einen Versuch, dass Trump seine Bilanz vor den Midterm-Wahlen aufhübschen wollte.
Nur eines von vier Schiffen fährt Richtung USA
Wie steht es aktuell aber tatsächlich um diesen Diesel-Deal zwischen Trump und Putin? In den Tagen und Wochen nach der ursprünglichen Ankündigung legten tatsächlich mehrere Tanker aus Russland in Richtung Nordamerika ab. Wie eine Analyse des «Spiegels» jetzt aber zeigt, haben viele dieser Schiffe ihren Kurs schon wieder geändert.
Bereits am Montag drehte beispielsweise der Tanker «Leruo» ab und steuert nun offenbar Brasilien an. Weiter änderte das russische Schiff «Talisman» seine Route vom Atlantik ins Mittelmeer und die «Primorye» nimmt aktuell Kurs auf die Bahamas.
Nur die «Agioi Fanendes» der russischen Dieselflotte steuert aktuell noch den nordamerikanischen Kontinent an, heisst es in der Analyse. Laut der «Financial Times» signalisierte der Tanker allerdings, offen für Käufer der Ladung zu sein. Es bleibt offen, ob der Diesel-Deal zwischen Trump und Putin noch steht oder ob das Abkommen bereits wieder geplatzt ist.