«Wir sind vorbereitet für sechsmonatigen Krieg»
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Iranische Revolutionsgarden:«Wir sind vorbereitet für sechsmonatigen Krieg»

Trump droht Iran
«Werden zwanzigmal härter zurückschlagen!»

Die USA und Israel haben dem Iran den Krieg erklärt. Seither befindet sich der Nahe Osten unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 51 Minuten

IRGC reagiert auf Trump-Aussagen

Nach den Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach der Krieg im Iran nicht mehr lange dauern werde, folgt die Antwort der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) postwendend. Wie Al Jazeera berichtet, bezeichnet Brigade-General Ali Mohammad Naeini Trumps Äusserungen als «Lügen».

Naeini erklärt weiter, dass «wir diejenigen sind, die bestimmen, wann dieser Krieg zu Ende ist. Wir wissen, dass euch bald die Munition ausgeht und dass ihr nach einem ehrenhaften Weg aus dem Krieg sucht.» 

Auch auf die Hormus-Thematik geht der Brigade-General laut Al Jazeera ein. Er bekräftigt, dass «nicht ein Liter Öl aus der Region zu den Aggressoren fliessen wird.» 

02:13 Uhr

«Werden zwanzigmal härter zurückschlagen!»

Von Laszlo Schneider, Nachtdienst

Im Anschluss an seine Pressekonferenz ist US-Präsident Donald Trump erneut auf die Blockade der Strasse von Hormus eingegangen. Auf Truth Social schreibt Trump: «Wenn der Iran irgendetwas unternimmt, das den Ölfluss in der Strasse von Hormus unterbricht, werden die Vereinigten Staaten von Amerika zwanzigmal härter zurückschlagen werden als bisher.»

Und weiter: «Darüber hinaus werden wir leicht zerstörbare Ziele ausschalten, die es dem Iran praktisch unmöglich machen werden, jemals wieder als Nation aufgebaut zu werden – Tod, Feuer und Zorn werden über sie hereinbrechen» Er hoffe und bete aber, dass es nicht dazu komme». Seine Äusserungen seien ein Geschenk der USA «an China und all jene Nationen, die die Strasse von Hormus intensiv nutzten: «Es ist hoffentlich eine Geste, die geschätzt wird.»

Angriffe auf Öltanker in der Strasse von Hormus
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Drei Schiffe betroffen:Angriffe auf Öltanker in der Strasse von Hormus
09.03.2026, 23:39 Uhr

Trump: «Ich bin enttäuscht»

Von Laszlo Schneider, Nachtdienst

In seiner Pressekonferenz am frühen Montagabend (Ortszeit) geht US-Präsident Trump noch einemal intensiver auf den Krieg im Iran ein.. Vom neuen Machthaber, Modschtaba Chamenei (56), dem Sohn des ermordeteten Ayatollahs, hält er nicht viel: «Ich bin enttäuscht, dass der Sohn von Chamenei der neue Leader ist», so Trump. Man müsse auch ihn ausschalten. Ob das eine gezielte Tötung Chameneis bedeute, will der US-Präsident allerdings nicht beantworten. Wer der neue iranische Machthaber ist, liest du hier.

Weiter erklärt Trump, er sei sich sicher, dass der Krieg im Iran bald vorbei sei – vorausgesetzt, das Land stoppe seine Forschung an neuen Atomwaffen. Intensiver spricht der US-Präsident zudem über die Strasse von Hormus: «Wenn es sein muss, dann wird die Navy unsere Schiffe eskortieren. Sollte sich der Iran in den Weg stellen, werden wir sie bekämpfen, wie sie das noch nie gesehen haben.» Nichtsdestotrotz habe die Meerenge für die USA nicht eine so immense Bedeutung wie für China. Trump weiter: «Wir helfen China gerne.»

Im Anschluss an seine Pressekonferenz hat Donald Trump die Heimreise nach Washington, D.C. angetreten.

09.03.2026, 23:15 Uhr

Trump spricht über sein Telefonat mit Putin

Von Laszlo Schneider, Nachtdienst

Kurz nach seiner Ansprache an die Republikaner in Miami gibt US-Präsident Donald Trump eine Medienkonferenz in seinem Golfclub. Wie erwartet geht er auch auf das Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein.

Das Gespräch sei von Erfolg gekrönt gewesen, erklärt Trump. Und weiter: «Wir haben über den Krieg in der Ukraine gesprochen. Der Hass zwischen Selenski und Putin ist riesig und ich habe Putin gesagt: Du würdest mir sehr helfen, wenn du diesen Krieg beendest würdest, Buddy!» Der russische Präsident sei ausserdem beeindruckt gewesen über die militärische Stärke, die die USA im Iran gezeigt habe.

09.03.2026, 22:37 Uhr

Trump kündigt Kriegsende an – Ölpreis sinkt

Von Laszlo Schneider, Nachtdienst

Die Ölpreise sind am Montagabend nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump deutlich gesunken. Trump äusserte in einem Interview mit «CBS News», dass der Krieg mit dem Iran «so gut wie beendet» sei.

Trump fügte hinzu: «Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe.» Diese optimistische Einschätzung liess den Preis für Rohöl der Sorte Brent auf 89,20 US-Dollar pro Barrel fallen. 

Noch in der Nacht auf Montag hatte die Angst vor einer Ölknappheit den Preis auf über 120 Dollar getrieben. Die Reaktion zeige sich auch an den US-Börsen. Der Dow-Jones-Index, der im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit November gefallen war, schloss den Tag mit einem Plus von 0,50 Prozent bei 47'740,80 Punkten. Die Aussicht auf ein baldiges Ende des Konflikts zwischen den USA und dem Iran scheint die Märkte zu beruhigen. 

09.03.2026, 21:09 Uhr

Irans Aussenminister verspottet USA

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi (63) hat die US-Militäroperation «Epic Fury» (Epischer Zorn) in einem Post auf X als «Operation Epic Mistake» (Operation Epischer Fehler) bezeichnet. Neun Tage nach dem Angriff hätten sich die Ölpreise verdoppelt, und auch die Rohstoffpreise würden in die Höhe schnellen, spottete Teherans ranghöchster Diplomat. «Wir wissen, dass die USA gegen unsere Öl- und Nuklearstandorte intrigieren, in der Hoffnung, einen enormen Inflationsschock einzudämmen», ergänzte Araghtschi. Der Iran sei darauf bestens vorbereitet. Zudem habe man noch «viele Überraschungen» parat. 

Externe Inhalte
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Der Iran-Krieg belastet die Weltwirtschaft. Nouriel Roubini (67), Wirtschaftsprofessor an der Universität New York, sagt jetzt sogar ein Platzen der KI-Blase voraus. Schweizer Experten sehen in der Roubini-Prognose allerdings nur die Aussage eines Crashpropheten. 

09.03.2026, 20:39 Uhr

Trump: «Krieg ist so gut wie beendet»

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Ist das jetzt wieder der «Taco»-Trump? Gegenüber einer Korrespondentin des TV-Senders CBS sagt der US-Präsident am Montagabend Schweizer Zeit: «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet.» Mit Blick auf die iranischen Streitkräfte ergänzt der Republikaner: «Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, keine Luftwaffe. Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig.» 

War es das schon wieder mit «Make Iran Great Again»?
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Die USA seien seinem ursprünglichen Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen «weit» voraus. Auf den neuen Obermullah Modschtaba Chamenei angesprochen, sagt Trump zudem: «Ich habe keine Botschaft für ihn. Gar keine.»

Trump wird von Kritikern oft als «Taco» bezeichnet. «Taco» steht als Akronym für «Trump Always Chickens Out», sinngemäss «Trump macht immer einen Rückzieher». Hat der US-Präsident wegen des steigenden Ölpreises kalte Füsse bekommen und bricht den Krieg jetzt ab? Das muss sich erst noch zeigen.

Vor den Äusserungen telefonierte Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (73), wie die staatlichen russischen Nachrichtenagenturen berichteten. Putin soll darin eine Reihe von Ideen für eine rasche politische und diplomatische Lösung der Situation im Nahen Osten geäussert haben. «Das Gespräch fand auf Initiative des amerikanischen Präsidenten statt und dauerte etwa eine Stunde», schrieb Ria Nowosti. Hat also der Kremlchef Trump zum Umdenken gebracht? Darüber lässt sich nur spekulieren.

09.03.2026, 20:23 Uhr

Traf US-Tomahawk-Rakete Schule in Minab?

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Ein neu aufgetauchtes Video zeigt offenbar den Einschlag einer US-Tomahawk-Rakete in der Nähe einer Primarschule, die in der Stadt Minab neben einem Marinekomplex der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) liegt. Munitionsexperten halten das Video für glaubwürdig, berichten unter anderem die «Washington Post» und NBC News. 

Bei dem Angriff, der am 28. Februar, dem ersten Tag des Iran-Krieges, erfolgte, wurden nach iranischen Angaben 175 Menschen getötet. Sollten diese Zahlen stimmen, wäre es der blutigste Anfgriff auf Zivilisten in dem Konflikt. Das siebensekündige Video wurde zuerst von der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht. Wahrscheinlich traf die Rakete ein Gebäude auf dem angrenzenden IRGC-Stützpunkt, schreibt die «Washington Post». Mauern trennen demnach die Schule von den Militärgebäuden.

Neu aufgetauchtes Video belastet US-Militär
0:18
Angriff mit Tomahawk:Neu aufgetauchtes Video belastet US-Militär

Eine vom US-Verteidigungsministerium online veröffentlichte Karte, die die Angriffe auf den Iran in den ersten 100 Stunden der Militäroperation hervorhob, scheint zu zeigen, dass das Gebiet um Minab Ziel des Angriffs war. «Es wird immer deutlicher, dass das US-Militär für den tödlichen Angriff verantwortlich war», zitiert NBC News Kenneth Roth, Ex-Chef der NGO Human Rights Watch. Es habe sich um einen «Treffer durch eine Präzisionswaffe und nicht um einen irrtümlichen Angriff gehandelt». Falls ein Fehler unterlaufen sei, ergänzte er, werfe dies «dringende Fragen auf, warum die US-Geheimdienste so schlampig waren, dass sie die Schule genauso behandelten wie die angrenzende Militäreinrichtung.»

Blick-Faktenchecker Rafael Pfister schaut sich täglich Kriegsaufnahmen an. Wie er die Aufnahmen dem richtigen Ort zuweist, siehst du hier.

09.03.2026, 19:55 Uhr

Was den neuen Mullah-Führer mit der Schweiz verbindet

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Der neue Obermullah Modschtaba Chamenei (56) lässt ein umfrangreiches Immobilienportfolio laut Recherchen von «Bloomberg» durch Mittelsmänner verwaltet. Direkt auf den Namen des Sohnes des langjährigen Obersten Führers des Irans, Ali Chamenei (†86), soll keine Liegenschaft eingetragen sein. 

Modschtaba Chamenei ist der neue Oberste Führer im Iran.
Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Mit Blick auf die Finanzierung der Luxusimmobilien, darunter ein Skihotel in Österreich und Luxushotels in Frankfurt am Main und auf Mallorca, führen die Spuren nach Grossbritannien, nach Liechtenstein, in die Vereinigten Arabischen Emiraten und in die Schweiz. Das Geschäftsmodell Chameneis stützt sich dabei auf Briefkastenfirmen und Finanzinstitute in den genannten Ländern. 

Die meisten Immobilien sollen auf den iranischen Multimillionär Ali Ansari angemeldet sein, der als Verbindungsmann des getöteten Ayatollahs gilt. Ansaris «Finanzmacht erstreckt sich von der Schifffahrt im Persischen Golf über Schweizer Bankkonten bis hin zu britischen Luxusimmobilien im Wert von über 100 Millionen Pfund (138 Millionen US-Dollar)», schreibt «Bloomberg» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen und die Einschätzung eines führenden westlichen Geheimdienstes. 

Wie tickt Modschtaba Chamenei? Nahost-Experte Erich Gysling erklärt es dir – in unserem Podcast «Durchblick».

09.03.2026, 19:36 Uhr

Britische Eurofighter-Jets schiessen iranische Drohnen ab

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Kampfjets des Typs Eurofighter Typhoon haben nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums Drohnen im Nahen Osten abgeschossen, die auf Jordanien und Bahrain zusteuerten. Ausserdem wurden «defensive Lufteinsätze» zur Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate durchgeführt, wie das Ministerium auf der Plattform X mitteilte. 

«Zur Unterstützung der Verteidigungsoperationen hat Grossbritannien zusätzliche Luftoperationsexperten in den Golf entsandt, um ein genaues Luftlagebild in der gesamten Region zu gewährleisten und Partner bei der Luftraumverwaltung zu unterstützen», heisst es in einem Beitrag weiter.

Ein britischer Eurofighter-Jet.
Foto: IMAGO/News Images

Auch mehr als eine Woche nach Beginn des Iran-Krieges führt das Regime in Teheran weiterhin Raketen- und Drohnenangriffe im gesamten Nahen Osten durch. Meist zielen die Angriffe dabei auf US-amerikanische und israelische Einrichtungen ab.

Die meist ultramodernen Waffen der US-Amerikaner und Briten zur Abwehr von Drohnen- und Raketenangriffen haben einen gewaltigen Nachteil. Welcher das ist, liest du im Artikel von meinem Kollegen Guido Felder.

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