Darum gehts
- Iran stoppt Angriff auf Israel, droht bei weiteren Aggressionen mit Vergeltung
- Israel bombardiert libanesische Stadt Tyros, acht Tote gemeldet
- US-Präsident Trump fordert Netanyahu zur Einstellung der Angriffe auf
Überraschend schnell hatte der Iran seine neue Angriffswelle gegen Israel am Montag wieder eingestellt. Die Armee der Islamischen Republik hatte in ihrer Erklärung aber deutlich vor Vergeltung bei neuen israelischen Militäroffensiven gewarnt. «Es wird jedoch betont, dass bei einer Fortsetzung der Aggression und der feindseligen Handlungen – auch im Südlibanon – weitaus härtere und vernichtendere Massnahmen als bisher folgen werden», hiess es in der Verkündigung, die im staatlichen Rundfunk vorgelesen wurde.
Dieser iranischen Drohung zum Trotz startet Israel bereits am Dienstag schon die nächste militärische Offensive im Libanon. Auf der Plattform X hatte die Armee zur Evakuierung der Küstenstadt Tyros aufgerufen. Gut zwei Stunden nach dieser Aufforderung berichtet «Al Jazeera», dass bei einem israelischen Luftangriff auf Tyros mindestens acht Menschen getötet wurden.
Iran verkündet Solidaritätsbotschaft
«Al Jazeera» berichtet ausserdem von einem israelischen Drohnenschlag gegen die Stadt Al-Sharqiyah im Süden des Landes. Laut Angaben des libanesischen Zivilschutzes wurden dabei drei Menschen verletzt.
Kurz nach den Angriffen Israels verkündete der Iran bereits eine Solidaritätsbotschaft mit dem Libanon und der radikal-islamischen Terrormiliz Hisbollah. Die Islamische Republik versicherte zudem ihre Bereitschaft, Vergeltung für die Angriffe zu üben. Die Hisbollah hatte vergangene Woche einen Waffenstillstand mit Israel abgelehnt.
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und Israel scheint aktuell erneut an einem seidenen Faden zu hängen. US-Präsident Donald Trump (79) hatte den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu (76) bereits am Montag dazu aufgefordert, seine Angriffe einzustellen. «Ich habe das Sagen. Ich habe das alleinige Sagen. Er hat nicht das Sagen», sagte Trump in einem Interview mit der «Financial Times».
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