Teenie (17) nach mutmasslichem Mord in Deutschland seit über drei Monaten verschwunden
Jetzt setzt Opferfamilie hohe Belohnung aus

Dreieinhalb Monate nach der Ermordung von Onur S. (†17) fehlt von der Verdächtigen Angela R. (17) jede Spur. Die Familie des Opfers setzt nun eine Belohnung von 20'000 Euro aus, um Hinweise auf die mutmassliche Täterin zu erhalten.
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Auch dreieinhalb Monate nach der Tat fehlt von Angela R. jede Spur.
Foto: Polizei Recklinghausen

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Deutsche Polizei sucht nach Angela R. (17), die Onur S. (†17) erstach
  • 20'000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Aufenthaltsort der Schülerin
  • Täterin seit dreieinhalb Monaten flüchtig
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Marian NadlerRedaktor News

Es ist mittlerweile dreieinhalb Monate her, dass Onur S.* (†17) von seiner Bekannten Angela R.* (17) im deutschen Castrop-Rauxel erstochen wurde. Noch immer fehlt von der mordverdächtigen Schülerin jede Spur. Die Öffentlichkeitsfahndung der deutschen Polizei blieb bislang erfolglos. Jetzt setzt die Familie eine Belohnung in Höhe von 20'000 Euro (ungefähr 18'500 Franken) aus. Das berichtet «Focus»

R. hatte sich zeitweise bereits in Gewahrsam befunden, wurde aber entgegen der Empfehlung der Polizei von der Staatsanwaltschaft Dortmund laufengelassen. Nach den Polizeiverhören tauchte sie ab. Sie hatte behauptet, ihr Opfer in Notwehr erstochen zu haben, weil dieser versucht haben soll, sie zu vergewaltigen. Erst später ergab die Rekonstruktion der Daten auf ihrem Handy, dass sie geplant haben soll, den Jugendlichen umzubringen.

«Wir sind verzweifelt»

Die Ermittler glauben laut «Focus» inzwischen: Angela R. unterhielt eine sexuelle Beziehung zum Getöteten. Diese bereute sie, griff zum Messer und tötete ihren Bekannten mit einem gezielten Stich in den Hals.

Die Familie des Opfers hat jetzt eine Belohnung ausgelobt – für Hinweise, die zur Ergreifung von Angela R. führen. «Wir sind verzweifelt und möchten keine Chance ungenutzt lassen», sagt die Mutter des Toten gegenüber «Focus». «Unser Anwalt hatte die Idee, eine Belohnung für das Aufgreifen von Angela auszusetzen. Als er uns davon erzählte, haben wir sofort zugesagt», erklärt sie.

«20'000 Euro sind kein Pappenstiel»

Die Mutter hofft nun, «dass der Druck auf die mutmassliche Mörderin unseres Sohnes weiter wächst». Sie fordert Gerechtigkeit.

«Das Ausloben einer Belohnung ist ein probates Mittel, um mögliche Mitwisser dazu zu bringen, Angelas Aufenthaltsort preiszugeben. Ich glaube, dass dieses Vorgehen zumindest eine Erfolgschance hat. 20'000 Euro sind kein Pappenstiel – schon für deutlich geringere Beträge sind Verbrecher verpfiffen worden», zitiert das Nachrichtenportal den Anwalt der Familie. Die Öffentlichkeitsfahndung läuft weiter.

* Namen bekannt

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