Morgen beginnt der Prozess
Kommt Gina H. lebenslang hinter Gitter?

Ganz Deutschland will wissen: Was ist am 10. Oktober 2025 mit dem kleinen Fabian passiert? Gina H. (30) soll den Bub mit mehreren Messerstichen getötet haben. Nun beginnt der Prozess gegen die Ex-Freundin des Vaters.
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Polizisten durchsuchen Mitte Oktober das Gebiet rund um Klein Upahl.
Foto: Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Prozess gegen Gina H. (30) wegen Mordes an Fabian (8) gestartet
  • Anklage: Sechs Messerstiche, Tatwaffe bis heute nicht gefunden
  • 60 Zeugen geladen, Prozess dauert voraussichtlich bis Juli 2026
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Janine EnderliRedaktorin News

Der Fall Fabian (†8) hat Deutschland erschüttert. Am Dienstag beginnt der Prozess gegen die 30-jährige Gina H.*. Die Deutsche steht im Verdacht, den achtjährigen Fabian Mitte Oktober 2025 unter einem Vorwand aus seinem Haus gelockt und anschliessend getötet zu haben. Die wichtigsten Fakten zum Prozess vor dem Rostocker Landgericht im Überblick.

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Das ist passiert

Am 10. Oktober verschwand der achtjährige Fabian aus Güstrow spurlos. Vier Tage später fanden Polizisten die Leiche des Bubs an einem Tümpel in Klein Upahl. Anfang November wurde Gina H. (30) – die Ex-Freundin von Fabians Vater – festgenommen. Sie steht unter dringendem Mordverdacht. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Was steht in der Anklage?

Diese wird im Prozess verlesen. Laut mehreren Medienberichten umfasst sie 63 Seiten und beschreibt detailliert, wie H. vorgegangen sein soll. Die 30-Jährige soll dem kleinen Fabian insgesamt sechs Messerstiche zugefügt haben. Die Tatwaffe fehlt bis heute.

Am Morgen des 10. Oktober 2025 soll H. die Wohnung von Fabians Mutter aufgesucht haben. Der Junge war an diesem Tag nicht in der Schule, weil er sich unwohl fühlte, und seine Mutter war zur Arbeit gegangen.

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Spezielle Sicherheitsvorkehrungen

Weil es sich um einen der aufsehenerregendsten Prozesse der jüngeren Zeit handelt, gelten im Gericht spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Es gibt Einlasskontrollen – diese werden von Sicherheitsbeamten überwacht. Zusätzlich müssen Zuschauer ihre Handys ausschalten, und Medienvertreter dürfen nur aus einem bestimmten Bereich heraus Fotos schiessen.

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Gina H. führte die Polizei zum Fundort

Gina H. und Fabians Vater hatten sich erst kurz vor der Tat getrennt. Es war H., die die Polizisten zum Fundort der Leiche führte.

Der Fund sei ein Zufall gewesen. Dass sie deswegen von den Ermittlern befragt wurde, verstand Gina H. nicht. «Ich verstehe gar nicht, wieso ich jetzt im Fokus bin. Ich habe bei der Polizei mein Handy abgegeben, mein Auto wurde untersucht, ich hab alles freiwillig gemacht und kooperiert. Das würde ich wohl nicht machen, wenn ich etwas damit zu tun hätte», sagte sie Mitte Oktober zu RTL. Und sie erklärte: «Ich habe ihn geliebt wie mein eigenes Kind und hätte dem kleinen Mann niemals etwas angetan.»

H. gilt als passionierte Reiterin. Wie «Bild» berichtet, stand Gina H. bereits im November 2022 vor Gericht. Damals sei es um den Diebstahl eines Pferdesattels im Wert von 4000 Euro (circa 3700 Franken) gegangen.

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Fabians Eltern werden aussagen

Zeugenaussagen dürften im Prozess eine grosse Rolle spielen. Insgesamt 60 Zeugen sind geladen – darunter auch Fabians Eltern. Der Prozess dürfte sich bis in den Juli hineinziehen.

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