Darum gehts
- Angela R. (17) soll in Castrop-Rauxel Gleichaltrigen erstochen haben
- Ermittler fanden Hinweise auf geplanten Mord, sie ist untergetaucht
- Seit drei Wochen ohne Erfolg öffentlich gesucht, nicht bei Interpol gelistet
Die Ermittler im Fall der mordverdächtigen Angela R. (17) tappen im Dunkeln. Vor mehr als einem Monat soll die Schülerin in Castrop-Rauxel (D) einen Gleichaltrigen erstochen haben. Doch die vor drei Wochen eingeleitete Öffentlichkeitsfahndung brachte bisher keinen Erfolg.
«Nach der Beschuldigten wird nach wie vor gefahndet», sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Dortmund gegenüber Focus online. Es gebe keine neuen Erkenntnisse zu ihrem Aufenthaltsort.
Nach einer Befragung freigelassen
Das Mädchen war nach einer Befragung zunächst freigelassen worden, weil sie sich nach eigenen Angaben in Notwehr gegen einen sexuellen Übergriff des Opfers verteidigt hatte. Allerdings fanden die Ermittler auf dem Handy der Beschuldigten Hinweise, dass sie den Verstorbenen geplant und ohne rechtfertigenden Grund mit einem Messer getötet hatte.
Als die Polizei sie erneut verhaften wollte, war die Tatverdächtige bereits untergetaucht. Die Durchsuchung des Elternhauses blieb ebenso erfolglos wie ein Zeugenaufruf in ganz Deutschland.
Nicht auf der Interpol-Fahndungsliste
Ob die russischstämmige Schülerin nur in Deutschland oder international gesucht wird, wollte die Staatsanwaltschaft gegenüber dem Newsportal nicht sagen. Auf der Fahndungsliste von Interpol taucht das Mädchen indes nicht auf.
Die Tatverdächtige ist 1,59 Meter gross, hat braune Haare, braune Augenbrauen und eine schlanke Figur. Ausserdem spricht sie mit russischem Akzent.