Darum gehts
- 17-Jährige in Castrop-Rauxel wegen Mordverdachts gesucht, Tat am 14. Januar
- Polizei vermutet geplanten Mord nach Auswertung des Handys der Verdächtigen
- Haftbefehl seit 23. Januar, Opfer starb durch Halsstichverletzung
Nachdem ein Passant Mitte Januar einen schwer verletzten 17-Jährigen im deutschen Castrop-Rauxel entdeckt hatte, nahm die Polizei ein Mädchen, ebenfalls aus Castrop-Rauxel, fest. Gegenüber den Beamten sprach sie von Notwehr. Der 17-Jährige erlag trotz Rettungsmassnahmen seinen Verletzungen.
Das Mädchen kam später wieder auf freien Fuss, «weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie sich in Notwehr gegen einen sexuellen Übergriff des 17-Jährigen verteidigt hatte», schreibt die Polizei jetzt in einer Mitteilung.
Polizei spricht von geplantet Tat
Nun fahndet die Polizei aber wegen Mordverdachts nach dem Mädchen. Es handelt sich bei der Beschuldigten um die 17-jährige Angela R.
In der Mitteilung heisst es weiter: «Aufgrund der weiteren durchgeführten Ermittlungen, insbesondere der umfangreichen Auswertung des Handys der 17-Jährigen, ergaben sich konkrete Hinweise darauf, dass die Beschuldigte den Verstorbenen geplant, ohne rechtfertigenden Grund und heimtückisch mit einem Messer getötet hat.»
Gemäss Polizei erliess das Amtsgericht Dortmund bereits am 23. Januar auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen R. wegen des dringenden Verdachts des Mordes. «Seitdem wird nach der Beschuldigten gefahndet, bislang ohne Erfolg.»
Das ist die Tatverdächtige
Die Tat ereignete sich gemäss Polizei am 14. Januar zwischen 18.15 Uhr und 18.20 Uhr an der Wartburgstrasse in Castrop-Rauxel. Das 17-jährige Opfer starb aufgrund einer Stichverletzung im Halsbereich.
Die Tatverdächtige ist 1,59 Meter gross, hat braune Haare, braune Augenbrauen und eine schlanke Figur. Ausserdem spricht sie mit russischem Dialekt.