Junge Frau verschwand spurlos
Deutsche Polizei löst Rätsel-Fall nach fast 40 Jahren

Der mysteriöse Fall von Martina S., die 1988 in Deutschland spurlos verschwand, ist gelöst. Ihre sterblichen Überreste wurden im Godelheimer See bei Höxter gefunden.
Kommentieren
1/5
Die Polizei fand eine Leiche in diesem See. Wer die Tote war, konnten die Ermittler nicht sagen.
Foto: Google Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Martina S. aus Hannover, seit 1988 vermisst, nun als tot identifiziert
  • DNA-Abgleich mit Bruder brachte Klarheit nach Fund von Überresten in 2001
  • Im Februar 2026 gab es sieben Hinweise nach Öffentlichkeitsaufruf
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
RMS_Portrait_AUTOR_519.JPG
Johannes HilligRedaktor News

Sie war plötzlich einfach weg. Das Schicksal von Martina S. aus Hannover (D) war für Ermittler und Familie ein Rätsel. Die junge Frau war 25 Jahre alt, als sie am 28. September 1988 spurlos verschwand. Doch jetzt herrscht traurige Gewissheit: Die damalige Krankengymnastik-Schülerin ist tot.

Die Lösung des Falls verdanken die Behörden einer neuen Untersuchung der Cold-Case-Einheit und einem entscheidenden DNA-Abgleich, wie «Bild» berichtet. Der Fall begann 2001, als Ausbildungstaucher im Godelheimer See bei Höxter grausame Entdeckungen machten: stark verweste Überreste eines weiblichen Körpers.

Hilfe vom Bruder brachte den Durchbruch

Die Polizei fand Becken- und Beinknochen, doch Kopf und Oberkörper blieben verschwunden. Trotz intensiver Ermittlungen konnte die Identität der Toten damals nicht geklärt werden. Im Februar 2026 wurde der Fall erneut aufgerollt. Die Polizei wandte sich an die Öffentlichkeit und erhielt sieben Hinweise.

Ein entscheidender Tipp kam von einer ehemaligen Mitschülerin, die sich an das plötzliche Verschwinden von Martina S. erinnerte. Ein bereits vorliegendes DNA-Profil von Martinas Bruder brachte schliesslich den Durchbruch: «Bereits bei der ersten Inaugenscheinnahme der beiden DNA-Meldebögen fielen deutliche Ähnlichkeiten auf», erklärte die Polizei gegenüber «Bild».

Ein Institut für forensische Molekulargenetik bestätigte endgültig, dass es sich bei der Toten aus dem See um Martina S. handelt. Die Ermittler gehen nach erneuter Prüfung nicht von einem Verbrechen aus. Eine kurze Notiz, die Martina S. vor ihrem Verschwinden hinterlassen hatte, wird heute als Abschiedsbrief gewertet. Auch das Paketband, das an den Beinen der Leiche gefunden wurde, deutet laut Polizei auf einen Suizid hin.

Hier findest du Hilfe

Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:

Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben

Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:

Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben

Der Polizei in Deutschland gelingt es immer wieder, alte, ungelöste Fälle doch noch aufzuklären.

Rätsel um getötete Krankenschwester

Ermittler konnten im Herbst vergangenes Jahr den Fall von Maria Köhler lösen. Mehr als 41 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der angehenden Krankenschwester in Süddeutschland hatten Experten DNA an der mutmasslichen Tatwaffe, einem Schal, sichern können.

Die 19-jährige Maria Köhler war am 30. Juli 1984 mit einem Schal in einem Wohnheim für angehende Krankenschwestern in Aschaffenburg stranguliert worden. Seit der Tat war die Polizei davon ausgegangen, dass der damalige Ex-Freund des Opfers der Täter ist. Dank dem neuesten DNA-Test war schliesslich klar, dass er den Schal irgendwann einmal berührt haben muss.

Der heute 66-Jährige war nach seiner Festnahme in der Türkei im September 2025 nach Deutschland überstellt worden. Er hat die Tat nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestanden.

Angebliches Mordopfer plötzlich lebendig aufgetaucht

Über 30 Jahre galt ein Mann aus Deutschland als tot – doch im Sommer 2025 hat sich der vermeintliche Mordfall als Inszenierung entpuppt. Die Polizei Mönchengladbach hatte den Mann 2024 lebend aufgespürt und befragt, wie sie vergangenes Jahr mitteilte.

Der Mann verschwand im September 1994 spurlos. Sein Auto, übersät mit Blutspuren, wurde in Düsseldorf gefunden. Die Ermittler gingen damals von einem Tötungsdelikt aus. Drei Jahre später, 1997, wurde der Mann auf Antrag seiner Familie für tot erklärt. Doch der Fall nahm eine spektakuläre Wendung: Neue internationale Ermittlungen führten die Behörden 2024 zu dem Mann, der offenbar seinen eigenen Tod vorgetäuscht und sich ins Ausland abgesetzt hatte. Warum, bleibt jedoch ungeklärt.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen