Das Verhältnis zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten scheint immer weiter zu bröckeln. US-Präsident Donald Trump (80) hatte den ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski (48) vergangene Woche mehrmals scharf kritisiert. Nun geraten sogar die Waffenlieferungen aus den USA in die Ukraine scheinbar ins Stocken.
Selenski wirft der US-Regierung vor, die Lieferung bereits bezahlter Patriot-Abfangraketen zu verzögern. Das sagte der ukrainische Präsident am Montag vor US-Senatoren, wie unter anderem die «Washington Post» berichtet. Für eine Lieferung stehe noch die Unterschrift von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) aus, so Selenski weiter.
Recherchen der Zeitung bestätigen Selenskis Aussagen. So habe Hegseth eine Lieferung der Abfangraketen nicht abgelehnt – aber eben auch noch keine Freigabe erteilt.
«Die Ukraine hat uns nichts gegeben»
In einem Post auf Telegram kritisierte Selenski die Trump-Regierung am Montag noch schärfer. «Es ist wichtig, die Dinge beim Namen zu nennen. Ein Aggressor muss auch so bezeichnet werden. Wenn Raketenlieferungen für die ukrainische Verteidigung blockiert werden, während Sanktionen gegen Russland gelockert werden, dann ist das leider eine Verleugnung der Realität durch unsere Partner.»
Trump liess diese Kritik wiederum nicht auf sich sitzen. «Wir haben der Ukraine viel gegeben – sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht», sagte er am Montag vor Reportern in Washington, wie der «Spiegel» schreibt. Der US-Präsident bezeichnete Selenski überdies als «keine echte Hilfe» bei den Friedensbemühungen mit Russland.