Darum gehts
- Seit Montagabend griff Russland die Ukraine massiv an.
- Ein Wohnhaus wurde zerstört, vier Menschen starben.
- Selenski meldete keine Warnung; ob US-Daten fehlen, ist unklar.
Seit Montagabend hat Russland die Ukraine mit hunderten Drohnen, ballistischen Raketen und weiteren Waffen angegriffen. Dabei wurde unter anderem ein Wohnhaus zerstört und vier Menschen kamen ums Leben.
Wie der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) jetzt auf X schreibt, sei man nicht wie üblich von Alliierten vor einem Angriff auf Kiew gewarnt worden. «Leider erhielten wir von unseren Partnern keine Frühwarnung vor diesem Angriff», beklagt der 48-Jährige.
«Muss mich bei Ihnen zurückmelden»
Diese Aussage kommt zu einem brisanten Zeitpunkt. Erst vor wenigen Tagen drohten amerikanische Verhandler nämlich damit, dass die USA den Austausch von Geheimdienstinformationen mit der Ukraine einstellen würden, wenn die ukrainischen Angriffe auf Russland weitergehen. Nach Selenskis Angaben hat die Ukraine in den vergangenen zwei Tagen keine Angriffe auf russische Ölraffinerien oder andere Energieinfrastruktur durchgeführt.
Ob die Drohung jetzt wahrgemacht wurde, ist noch unklar. Bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus antwortete eine Sprecherin auf die Frage, ob die Ukrainer keine Geheimdienstinfos mehr bekommen: «Ich muss mich dazu bei Ihnen zurückmelden.»
US-Präsident Donald Trump (80) will keine ukrainischen Angriffe auf Russland, weil er erst kürzlich einen Deal mit Kreml-Chef Wladimir Putin (74) ausgehandelt hat. Dieser beinhaltet das Freigeben von russischem Diesel – und soll so die hohen Energiepreise in den USA senken. Ukrainische Angriffe könnten den Deal gefährden, was Trump wohl unbedingt verhindern will.