Darum gehts
- In Andalusien brennen seit Donnerstag 8000 Hektar Wald westlich von Sevilla
- Über 400 Menschen evakuiert, 150 Feuerwehrleute kämpfen gegen unbeständigen Wind
- 2026 wurden in Spanien bereits 200'000 Hektar Wald durch Brände zerstört
Schon wieder brennt es in Spanien. Nach Madrid und Ávila trifft es nun die Region Andalusien im Süden des Landes. Westlich der Grossstadt Sevilla hat ein Waldbrand seit Donnerstag bereits eine Fläche von rund 8000 Hektar verwüstet. Über 400 Menschen mussten bereits wegen der Flammen evakuiert werden, wie «El Pais» berichtet.
Das Feuer ist noch immer nicht unter Kontrolle. «Die Nacht verlief aus meteorologischer Sicht aber etwas günstiger als die vergangenen Tage», meinte der Regierungsbeauftragte für Andalusien, Francisco Toscano. «Wir konnten damit beginnen, einige Verteidigungslinien an der Brandfront zu errichten.»
Das Ziel sei es nun, «diese Verteidigungslinien fortzusetzen und auch die Ostflanke des Waldbrandes im Auge zu behalten», führte Toscano weiter aus. Allerdings sei der unbeständige Wind seit Donnerstag ein Problem für die Rettungskräfte. Rund 150 Feuerwehrleute sind in Andalusien im Moment im Einsatz und kämpfen gegen das Feuer. Toscano zeigte sich am Sonntag zuversichtlich. «Wir blicken optimistischer in die Zukunft als an anderen Tagen.»
Bereits 200'000 Hektar in Spanien verbrannt
In der evakuierten Region befindet sich auch das Dorf Berrocal. Diese kleine Ortschaft war in der Vergangenheit bereits der Ausgangspunkt einer der grössten Waldbrände in der Geschichte Spaniens. Im Jahr 2004 verwüsteten Flammen hier eine Fläche von rund 34'000 Hektar.
Noch ist offen, wie schnell der aktuelle Waldbrand in Andalusien unter Kontrolle gebracht werden kann. In Spanien wurde laut Euronews im Jahr 2026 bereits eine Fläche von 200'000 Hektar, also der Grösse des Kantons St. Gallen, verbrannt.