Darum gehts
- Russland griff Kiew in der Nacht auf Donnerstag mit Raketen an
- Wohnblock und Hotel im Zentrum getroffen, mindestens ein Toter, elf Verletzte
- Russische Kriegsziele rücken immer weiter in die Ferne
In den letzten Wochen gelang es der Ukraine immer wieder, den Krieg zurück nach Russland zu tragen. Spektakuläre Drohnenangriffe in St. Petersburg und Moskau zeigten die Schwäche der russischen Luftabwehr. Doch in der Nacht auf Donnerstag folgte die Revanche des Kremls.
Das russische Militär überzog die Ukraine mit einer massiven Angriffswelle. Nur Stunden vorher hatte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) vor einem Grossangriff gewarnt. Laut der Plattform The Kyiv Independent feuerte Russland Dutzende Marschflugkörper und ballistische Raketen auf Kiew ab.
Wohnblock und Hotel getroffen
«Der Angriff könnte sich als einer der massivsten Luftangriffe des Krieges erweisen», schrieb die Zeitung. In der ukrainischen Hauptstadt wurden mindestens zehn Personen getötet, mindestens 34 Personen wurden verletzt. Viele Menschen suchten in U-Bahn-Stationen Schutz.
Raketen trafen unter anderem ein Wohnblock und ein Hotel im Zentrum von Kiew. Das Ausmass der Schäden ist noch unklar. Auch die Opferzahlen könnten noch steigen.
Kreml-Ziele in weiter Ferne
Der Krieg in der Ukraine läuft nicht so, wie es sich Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) vorgestellt hat. Nach mehr als vier Jahren Krieg rücken die Eroberungsziele immer weiter in die Ferne.
Stattdessen gelingen der Ukraine vermehrt Schläge gegen die russische Infrastruktur. Inzwischen herrscht in Russland deswegen Benzinmangel. Experten warnen deshalb vor Provokationen der Russen gegen Nato-Staaten. Putin könnte damit testen, ob das Bündnis zusammenhält.