Darum gehts
- Artemis-II-Crew nach zehn Tagen im All am 11. April zurückgekehrt
- Erstmals seit 50 Jahren reisten Menschen rund um den Mond
- Pressekonferenz am 16. April um 20.30 Uhr im Nasa-Livestream
Ende der Pressekonferenz
Welche Tipps hat die Crew für die Crew, die als Nächstes auf dem Mond landen wird. «Sei dankbar gegenüber deinem Team», so Koch. «Sagt öfter Danke.»
Und damit sagen wir auch Danke an alle, die mitgelesen haben. Wir schliessen den Liveticker an dieser Stelle.
Noch eine Frage aus dem Publikum
Nun erzählt Glover von der Zeit nach der Mission: «Die Erholungsphase wird nicht so lang dauern, wie nach der ISS-Mission, denn diese war nicht so lang. Nach der ISS-Mission dauerten die Checks zu Gesundheit, Motorik etc. viel länger, weil wir viel länger unterwegs waren.»
Vergleiche mit der Apollo-Mission in den 60er-Jahren
«Es war grossartig, wie gut sich das Team auf der Erde um uns gekümmert hat», erzählt Koch. Nun geht es um die Apollo-Mission in den 60er-Jahren. Wiseman geht auf die technischen Unterschiede ein – damals und heute. Koch betont noch einmal, wie gut auch das team im All zusammen funktioniert hat.
«Es ist eine grosse Ehre, ein Spaceshuttle zu fliegen»
«Es ist eine grosse Ehre, ein Spaceshuttle zu fliegen», berichtet Glover begeistert. «Es flog wie ein Traum.» Hansen fügt hinzu: «Als sich die Rakete irgendwann von den einzelnen Teilen trennte, machte es Boom, und wir schauten uns alle gegenseitig an und sagten: Entweder sind wir getrennt, oder es ist gerade etwas explodiert.»
«Die Toilette funktionierte eigentlich ganz gut»
Nun fragt eine Anruferin nach den Problemen mit dem WC während der Mission. «Die Toilette funktionierte eigentlich ganz gut. Es gab nur diesen einen Moment, als beim Spülen das Wasser unten rauskam. Aber das Problem konnten wir beheben.» Weiter betont er, wie gut das Spaceshuttel funktioniert hat. «Zu Beginn war es etwas kalt an Bord. Das haben wir gemeldet, und dann haben sie das ganz einfach aufgeheizt.»
Crew gibt Tipps an junge Menschen
Nun gibt die Crew ein paar Tipps an die jungen Menschen da draussen. «Verfolgt das was euch interessiert, bleibt dran und lasst euch nicht davon abbringen», sagt Koch. Glover betont zudem, dass es wichtig sei ein Team-Player zu sein
Wiseman spricht über eindrucksvolle Momente im All
Für Wiseman war einer der eindrucksvollsten Momente, als die Crew mit ihren Familien sprechen durfte. «Wir kommunizierten mit unseren Liebsten über diese winzigen Bildschirme und sagten ihnen, wie sehr wir sie liebten. Dann machten wir die Dinger aus und waren wieder zurück in einer anderen Welt. Das war unglaublich.»
«Es fühlte sich an, als wäre man ein Jojo»
Nun kommt Glover zu Wort. Auf die Frage was er fühlte, als sie nach der Reise die Erde wieder sahen, antwortet er: «Als die Falschirme aufgingen, fühlte es sich an, als wäre man ein Jojo. Es war grossartig.»
«Es freut mich, dass die Menschen die Mission so begeistert verfolgt haben»
Eine weitere Frage zielt auf die Dankbarkeit ab, die die Crew bezüglich ihrer Aufgabe fühlen. Hansen betont noch einmal, dass er sich der Besonderheit bewusst ist, was er und die ganze Crew erleben und sehen durften. Zudem: «Es freut mich sehr, dass die Menschen auf der Erde die Mission so begeistert verfolgt haben.»
«Ich habe tatsächlich sehr gut geschlafen»
Nun beginnt die Telefonfragerunde: Wie die Astronauten im All geschlafen haben, fragt eine Frau am Telefon. Koch antwortet: «Ich habe tatsächlich sehr gut geschlafen.» Nun geht Wiseman auf die Frage ein, ob die Crew auch mal Angst hatte. Wiseman spricht mehrere Situationen, die etwas kritisch waren, aber die wirklich beängstigend waren. «Wir haben gut aufeinander aufgepasst», so der Astronaut.
Die Artemis-II-Crew ist seit dem 11. April nach der rund zehntägigen Mission wieder zu Hause. Der Rummel um die vier Astronauten ist gross und reisst auch Tage nach der Landung nicht ab. Immerhin waren sie die ersten Menschen seit 50 Jahren, die zum Mond gereist sind.
Am Donnerstag, 16. April, wird das Team, bestehend aus Reid Wiseman (50), Victor Glover (49), Christina Koch (47) und Jeremy Hansen (50), eine Pressekonferenz abhalten.
Livestream zur Pressekonferenz
Um 20.30 Uhr Schweizer Zeit werden sie über ihre historische Mission um den Mond berichten und Fragen beantworten. Die Nasa überträgt das Event live und auch bei Blick bleibst du im Stream und Ticker auf dem Laufenden.
Bereits einen Tag nach der Landung zeigten sie sich bei einem Begrüssungsevent in Houston und hielten eine öffentliche Ansprache. Die Nasa spricht von einer «perfekten Mission». Die Astronautin Christina Koch (47) sagte, dass ihr beim Blick aus der Raumkapsel nicht nur die Erde aufgefallen sei, sondern «all das Schwarze um sie herum». Die Erde habe wie ein «Rettungsboot im Universum» gewirkt.
Ihr Kollege Reid Wiseman (50) sagte: «Vor dem Start fühlt es sich an wie der grösste Traum der Erde, aber wenn man da draussen ist, will man einfach nur wieder zurück zu Familie und Freunden.»
Gesundheitschecks und Nachwehen
Vorbei ist die Mission noch nicht. Unmittelbar nach der Landung begannen die zahlreichen Gesundheitschecks. Untersucht wurden Speichel, Blut und Urin. Es werden das Immunsystem, der Stoffwechsel und die Herz-Kreislauf-Funktionen geprüft. Aber auch das Gehirn und die Augen werden untersucht. Genauso wie die Muskeln, Knochen und die Beweglichkeit. Detailliert liegen noch nicht alle Ergebnisse vor.
Gemäss Nasa ist die Crew aber «in guter Verfassung». Als typische und bereits sichtbare Effekte werden aber Gleichgewichtsprobleme, Übelkeit und Muskelschwäche beschrieben. Nach der Mission ist vor der Mission. All die Erkenntnisse und Ergebnisse sind wichtig für die künftigen Mond- und Marsmissionen.