Darum gehts
- Die Artemis-II-Kapsel landet am Samstag um 2.07 Uhr vor San Diego
- Kapsel trotzt 2760 Grad und 40'000 km/h beim Wiedereintritt in Atmosphäre
- Erster bemannter Flug Richtung Mond seit Apollo 1972, Landung live bei Blick
In der Nacht auf Samstag wird die Liste der Menschen, die zum Mond gereist sind, auf 28 erweitert. Die Orion-Kapsel mit den vier Astronauten der Artemis-II-Mission an Bord soll um 2.07 Uhr Schweizer Zeit im Pazifik vor der Küste San Diegos im US-Bundesstaat Kalifornien wassern.
Blick tickert live – denn damit geht eine zehntägige Reise zu Ende, die in die Geschichte eingehen wird. Die Artemis-II-Crew startete am 1. April in Cape Canaveral, Florida. Die Astronauten flogen daraufhin Richtung Mond, drangen in seine Umlaufbahn ein, umrundeten den Himmelskörper und waren damit die ersten Menschen, die je so weit ins Weltall vorgedrungen sind. Bei der Apollo-8-Mission im Jahr 1968 waren sie im Durchschnitt nur 110 Kilometer über der Mondoberfläche, während es jetzt mehr als 6500 Kilometer waren.
So läuft die Landung ab
Nun ist also die Landung geplant. Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ist heikel. Die Kapsel wird mit einer Geschwindigkeit von 40'000 km/h eintreten. Sie muss Temperaturen von bis zu 2760 Grad trotzen.
Dank einer verbesserten Hitzeschutzabdeckung, die nach Problemen bei der unbemannten Artemis-I-Mission 2022 modifiziert wurde, vertraut die Nasa darauf, dass die Kapsel sicher landen wird. Mit der Öffnung von elf Fallschirmen in verschiedenen Höhen wird die Geschwindigkeit der Kapsel auf 27 km/h reduziert, bevor sie sanft im Wasser landet.
Rückkehr der Astronauten um 2.07 Uhr geplant
Mit Hochspannung wird die Rückkehr der Astronauten der Artemis-II-Mission erwartet. Die Orion-Kapsel mit den vier Astronauten soll am Samstag um 2.07 Uhr Schweizer Zeit vor San Diego im Pazifik landen. Am errechneten Landeort wartet bereits das Bergungsschiff «USS John P. Murtha» mit zahlreichen Flugzeugen und Helikoptern auf die Rückkehr der US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie ihres kanadischen Kollegen Jeremy Hansen.
Die zehntägige Reise der Artemis-Astronauten geht nun zu Ende. Die Crew startete am 1. April in Cape Canaveral, Florida. Die Astronauten flogen in Richtung Mond, drangen in seine Umlaufbahn ein und umrundeten den Himmelskörper. Sie waren damit die ersten Menschen, die je so weit ins Weltall vorgedrungen sind. Im Vergleich: Bei der Apollo-8-Mission im Jahr 1968 befanden sich die Astronauten im Durchschnitt nur 110 Kilometer über der Mondoberfläche, während es jetzt über 6500 Kilometer waren.
Doch bevor die Astronauten wieder heimkehren können, steht ihnen der schwierige Wiedereintritt in die Erdatmosphäre bevor. Die Kapsel erreicht dabei eine Geschwindigkeit von 40'000 km/h und wird Temperaturen von bis zu 2760 Grad ausgesetzt. Dank einer verbesserten Hitzeschutzabdeckung will die Nasa nun für eine sichere Landung sorgen.
«Ein einzigartiger Himmelskörper»
Die Mission ist ein Wendepunkt für die Nasa und ihre internationalen Partner. Es war der erste bemannte Flug über die niedrige Erdumlaufbahn hinaus seit der letzten Apollo-Mission im Dezember 1972. Gleichzeitig ebnete das Team den Weg für zukünftige Artemis-Missionen, darunter eine geplante Mondlandung im Jahr 2028 und langfristige Visionen wie eine bemannte Mondbasis.
«Der Mond ist wirklich ein einzigartiger Himmelskörper», sagte Astronautin Christina Koch, die als erste Frau dem Mond so nahegekommen ist, am Montag, nachdem die Kapsel den Mond passiert hatte. Die Mission lieferte atemberaubende Bilder der Mondoberfläche und der Erde aus der Ferne.
Die Mission sorgte weltweit für grosses Interesse. In den Kommentarspalten unter Beiträgen zur Artemis-II-Mission häuften sich dabei auch erneut Behauptungen aus der Flat-Earth-Szene – laut Experten ein Versuch, vor allem Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Verschwörungstheorie besagt, dass die Erde keine Kugel, sondern eine flache Scheibe sei. Hinzu kommt: In den sozialen Medien kursierten zahlreiche Fake-KI-Bilder zur Mission.
Während die Online-Diskussionen weiterlaufen, kehren die vier Astronauten nun selbst wieder in Richtung Erde zurück. Nun befinden sich die vier Astronauten auf dem Rückweg zu unserem Planeten.