Darum gehts
- Nutella, iPhone und eine uralte Nikon D5 aus dem Jahr 2016 wurden zu den heimlichen Stars der Artemis-II-Mission
- Microsoft Outlook versagte schon kurz nach dem Start im All – Nasa-Techniker mussten das Problem von der Erde aus lösen
- Blick überträgt den Splash Down in der Nacht auf Samstag live ab 0.30 Uhr
Am 1. April (US-Zeit) startete die Artemis-II-Mission ins All. Mit dabei im Orion-Raumschiff waren neben den Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen auch diverse kommerzielle Produkte. Nicht alle konnten brillieren.
Nutella – top!
Millionen Zuschauer schalteten sich in den Livestream ein, als die Orion-Kapsel gerade dazu ansetzte, den Mond zu umrunden. Da schwebte plötzlich – völlig schwerelos – ein Glas Nutella durch die Raumkapsel und drehte sich genau im richtigen Moment mit Logo in die Kamera. Laut Nasa handelt es sich nicht um ein bewusstes Product-Placement. Die Crew ass den süssen Aufstrich mit Tortillas (58 Stück dabei), neben Mac & Cheese oder Hot Sauce. Natürlich nutzte Nutellahersteller Ferrero die Steilvorlage für ein eigenes Instagram-Video und titelte: «Nutella ist nicht von dieser Welt».
iPhone – top!
Ist das bitter für Samsung! Obwohl sich die Galaxy-Handys mit «100-fach-Space-Zoom» brüsten, nahmen die Artemis-Astronauten gleich vier iPhone 17 Pro Max mit an Bord – obwohl die nur 40-fach-Zoom haben. Möglich machte dies eine neue Regelung von Nasa-Administrator Jared Isaacman von Februar 2026. Die Astronauten sollen moderne Tools für spontane Aufnahmen haben. Bisher galten ultrastrenge Vorgaben für Elektronik im All. Die Astronauten nutzen die iPhones etwa für Schnappschüsse des Mondes aus der Orion-Kapsel. Wie ein findiger Twitter-User ermittelte, wurde folgendes Foto mit Astronautin Christina Koch gar mit der «schlechteren» Frontkamera geknipst – und war trotzdem gut.
Nikon – top!
Wer glaubt, im All fliegt nur neueste Technik, muss umdenken. Für das mittlerweile berühmte Foto der Erdkugel nutzten die Astronauten eine gute alte Nikon D5 aus dem Jahr 2016. Die Objektive waren sogar zwischen 20 und 30 Jahre alt. Commander Reid Wiseman schoss das Bild der Erdkugel während des «Translunar Injection Burn» durchs Fenster der Raumkapsel mit einer Belichtungszeit von ¼ Sekunde und einem hohen ISO-Wert von 51'200 – zu der Zeit betrug die Entfernung zur Erde 180’000 Kilometer. Noch immer können einige Leute es nicht glauben, dass das Bild die eigentlich dunkle Nachtseite der Erde zeigt, die nur vom Mond beleuchtet wird.
GoPro – okay!
Auf der Erde merkt der einstige Actionkamera-Platzhirsch GoPro die Macht der Gravitation. Der Aktienkurs ist um rund 98 Prozent eingebrochen – Konkurrenten wie DJI oder Insta360 sind populär bei jungen Käufern. Im All geht der GoPro-Höhenflug aber unvermindert weiter. Vier speziell modifizierte GoPro-Kameras wurden aussen an die Solarpaneele der Orion-Kapsel montiert – quasi für Selfies im All.
Outlook – Flop!
Jeder Büromensch kennt es. Man will arbeiten – und der Computer bockt. Die Astronauten hatten genau das gleiche Problem. Quasi «Houston, we have a problem» reloaded. Kaum war die Kapsel im All, ging das E-Mail nicht. Commander Reid Wiseman meldete per Funk, dass «zwei Microsoft Outlooks» auf seinem Surface-Pro-Tablet nicht funktionierten. Zum Glück konnten Nasa-Techniker von der Erde auf die Geräte zugreifen und das Problem lösen. Outlook zeigte «offline» an, ohne eine klare Ursache zu nennen. Oh, Microsoft!
Aber klar sind das alles nur produkttechnische Nebenschauplätze. Das Wichtigste ist, dass die Astronauten sicher landen. Blick überträgt den «Splashdown» in der Nacht auf Samstag live ab 0.30 Uhr.