Pleite-Plan in New York
Plötzlich sollen Mieter unter die Brooklyn Bridge ziehen

Der Stadtrat von New York möchte die alten Räume unter der Brooklyn Bridge herausputzen und Mieter einquartieren. Daneben schlagen sie dem Bürgermeister weitere Möglichkeiten zur Geldbeschaffung vor. Wie pleite kann man sein?
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Der Stadtrat von New York sieht in der Brooklyn Bridge einen Goldesel.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • New Yorks Stadtrat schlägt vor, Wohnungen unter der Brooklyn Bridge einzurichten
  • Mieten könnten jährlich über 13 Millionen Franken einbringen, Vorschlag abgelehnt
  • Yachtgebühren sollen um 800'000 CHF pro Jahr erhöht werden
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Ist das noch kreativ oder schon verzweifelt? Der Stadtrat von New York City möchte auf keinen Fall, dass der amtierende Bürgermeister Zohran Mamdani (34) das Loch in der Haushaltskasse durch eine Besteuerung der Reichen stopft. 

Wie die «New York Post» berichtet, legte ihm der Rat daher am 1. April einen eigenen milliardenschweren Budgetplan vor. Darunter eine kuriose Idee: In den alten Gewölben unter der Brooklyn Bridge sollen bis 2027 Apartments eingerichtet werden. Laut Rechnung des Gremiums sollen die Mieten, bei durchschnittlichen Manhattan-Preisen, jährlich mehr als 13 Millionen Franken einbringen. 

Vorschlag «aus Sicherheitsgründen» abgelehnt

Die Räume wurden in der Vergangenheit bereits für Kunstausstellungen genutzt, stehen aber seit 2001 mehr oder weniger leer. Sie dienen derzeit nur noch als Garage für Stadtfahrzeuge und als Geräteschuppen für die Instandhaltung der Brücke.

Auch wenn die Zahlen verheissungsvoll klangen, lehnte Mamdanis Verkehrsministerium den Vorschlag ab. Wie ein Sprecher mitteilte, «aus Sicherheitsgründen». Auch sei der Lagerplatz für die Instandhaltung der Brückeninfrastruktur unerlässlich.

Yacht-Besitzer sollen mehr zahlen

Neben dem Brückeneinfall fand der Stadtrat noch viele weitere Möglichkeiten, das schwer ersehnte Geld zu besorgen. Zum Beispiel sollen Liegegebühren für Yachten an 15 Häfen erhöht werden. Damit liessen sich jährlich 800'000 Franken verdienen. 

Um New York vor der Pleite zu bewahren, muss die Stadt innovativ werden. Damit ist die US-Stadt nicht allein. Blick zeigt, wie andere Orte durch geschickte Konzepte ihre Einnahmen steigerten. 

Italiens Ein-Euro-Häuser

In Italien gibt es viele abgelegene Gemeinden, die verzweifelt auf der Suche nach steuerzahlenden Einwohnern sind. Um Leute anzulocken, bieten sie Häuser für nur einen Euro an. Der Haken: Wer eine solche Bruchbude kauft, verpflichtet sich dazu, diese innert Kürze teuer zu sanieren. Auch verbieten gewisse Gemeinden, dass die Häuser nur während der Ferien bewohnt werden. 

Litauens Hollywood Gefängnis

Die litauische Hauptstadt Vilnius macht mit ihrer dunklen Vergangenheit Geld. Auf der offiziellen Website macht die Stadt Werbung für das Lukiškės-Gefängnis 2.0. In den über 115 Jahre alten Bauten sassen einst Mafiosi, Serienmörder aber auch NS-Opfer. Heute wird es hauptsächlich als Kultur- und Konzerthalle genutzt. Zudem mieteten die Produzenten der berühmten Serie «Stranger Things» das Gefängnis als Filmset. 

Kim Jong Un scheffelte Geld aus Deutschland

2020 sorgte die Schliessung eines Berliner Hostels für Aufsehen. Das Hostel, das sich auf dem Grundstück der nordkoreanischen Botschaft befand, bot schon seit 2008 günstige Übernachtungen an. Die Pächterin überwies den stolzen Mietpreis von 35'000 Franken mindestens bis 2017 direkt nach Pjöngjang. Kim freute sich über den Zustupf für sein Atomprogramm. 

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