Nachtruhe-Aktion in Italien
Badeort verhängt Ausgangssperre für Unter-14-Jährige

Im italienischen Ferienort Praia a Mare gilt bis Ende August eine nächtliche Ausgangssperre für Kinder unter 14 Jahren. Bürgermeister Antonino de Lorenzo will damit Jugendkriminalität und Vandalismus eindämmen.
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Praia a Mare hat eine Ausgangssperre für Minderjährige unter 14 Jahren verhängt.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Praia a Mare verbietet Kindern unter 14 nächtlichen Aufenthalt draussen bis 31. August
  • Verstösse kosten Eltern 25 bis 500 Euro, Ziel: Jugendkriminalität bekämpfen
  • Bis zu 17'000 Euro Strafe für Littering in Italiens Naturschutzgebieten
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Marian NadlerRedaktor News

Der Gemeindepräsident des italienischen Ferienorts Praia a Mare in der Region Kalabrien hat genug gesehen: Personen unter 14 Jahren ist es bis zum 31. August nicht mehr gestattet, sich zwischen 1 Uhr nachts und 6.30 Uhr morgens im Freien aufzuhalten. Antonino de Lorenzo will damit die Jugendkriminalität bekämpfen, berichtet ReggioTV.

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Zuvor hatten sich immer wieder Gruppen sehr junger Menschen nachts im Ort versammelt. Sie fielen durch störendes Verhalten auf, belästigten so Anwohner und Touristen. Zudem wurden das Wegwerfen von Abfall sowie Beschädigungen von öffentlichem Mobiliar, Denkmälern und Grünflächen beobachtet. Verstösse gegen diese für Eltern neue Aufsichtspflicht werden mit Bussen zwischen 25 und 500 Euro geahndet.

«Keine Einschränkung der Freiheit»

«Nachts sind Minderjährige vielen Gefahren ausgesetzt, von Verkehrsunfällen bis hin zu körperlichen Übergriffen. In manchen Fällen neigen sie aber auch zu Vandalismus, Jugendkriminalität oder dem Konsum von Alkohol oder Drogen. Dies ist keine Einschränkung ihrer Freiheit, sondern vielmehr eine Frage des Schutzes und der Sicherheit ihrer Kinder und der Erinnerung der Eltern an ihre Verantwortung», zitiert ReggioTV De Lorenzo.

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Die Zügel werden in unserem Nachbarland immer häufiger angezogen. Mit Verboten und saftigen Strafen sollen Recht und Ordnung aufrechterhalten werden. Drei Beispiele.

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Cortina d'Ampezzo hat genug von unzivilisiertem Verhalten, das in der Vergangenheit insbesondere von Touristen gezeigt wurde. Wildes Campen, Essen auf Kirchtreppen und unangemessene Kleidung werden mit empfindlichen Geldbussen von bis zu 500 Euro (469 Franken) geahndet. 

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Wie «Travel News» berichtet, gelten in Italien seit Anfang August drastisch verschärfte Strafen für das Wegwerfen von Abfall aus Fahrzeugen. Schon Zigarettenkippen oder ein Nastüchli können bis zu 1200 Euro (1120 Franken) Busse bedeuten.

Wer beim Wegwerfen von Flaschen oder Müllsäcken erwischt wird, wird drakonisch bestraft. Bis zu 18'000 Euro (17'000 Franken) können in solchen Fällen verlangt werden. Littering in Naturschutzgebieten kann sogar mit einer Haftstrafe von bis zu sieben Jahren belegt werden. Neu reicht dafür das Foto eines Kontrollschilds aus.

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