Video zeigt Angriff auf das grosse Munitionslager
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Mit Bunkerbrecher-Bomben:Video zeigt Angriff auf grosses Munitionslager

Irans Armeechef nach Rede von Trump
«Der Krieg wird bis zu eurer unumstösslichen Demütigung andauern»

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 6 Minuten

«Der Krieg wird bis zu eurer unumstösslichen Demütigung andauern»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Nach Trumps-Rede hagelt es heftige Reaktionen von iranischer Seite. Wie wir bereits heute Morgen im Ticker beleuchtet haben, drohen die Mullahs mit «umfassenden, vernichtenden Angriffen» auf US-Basen und israelische Ziele. 

Der Sprecher der iranischen Armee wandte sich direkt an die USA und Israel: «Hofft nicht, ihr hättet unsere Raketenproduktionsstätten, unsere Langstreckendrohnen und unsere Spezialausrüstung zerstört. Mit einer solchen Vorstellung werdet ihr den Sumpf, in dem ihr euch befindet, nur noch vertiefen.»

Dann folgt ein Satz, der aufhorchen lässt: Der Armeechef sagt, dass der Iran über versteckte Vorräte verfügt. «Die von euch anvisierten Zentren sind unbedeutend, und unsere strategische Militärproduktion findet an Orten statt, von denen ihr keine Kenntnis habt.»

Der Iraner macht in seiner Rhetorik keine Anstalten von Deeskalation. Zum Schluss seiner Rede betont er: «Mit Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis zu eurer endgültigen und unumstösslichen Demütigung und Kapitulation.»

In der Nacht auf Donnerstag hielt US-Präsident Donald Trump eine Rede zum Iran-Krieg. Du kannst sie hier im Ticker nachlesen. Die Ausführungen aus Teheran können als direkte Replik auf Trumps Ausführungen bezeichnet werden. Letzterer kündigte an, den Iran «zurück in die Steinzeit» bomben zu wollen. 

vor 29 Minuten

Nato-Chef Rutte reist zum Krisengipfel nach Washington

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Diese Reise dürfte einen ganz bestimmten Sinn haben: Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird kommende Woche in die US-Hauptstadt reisen – wohl, um US-Präsident Donald Trump zu beruhigen.

Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Der Besuch sei zwar schon seit Längerem geplant gewesen, jedoch bekommt er angesichts Trumps Zorn auf die Nato eine zusätzliche Dringlichkeit und gibt Rutte die Chance, die Wogen ein wenig zu glätten. 

Rutte gilt allgemein als Trump-Flüsterer und hat schon mehrfach Krisen zwischen den USA und den anderen Nato-Ländern deeskaliert. Das jüngste Beispiel: Als Trump Anspruch auf Grönland erhob, fädelte Rutte ein Rahmenabkommen ein, wonach potenziell neue US-Basen auf dänischem Territorium errichtet werden könnten. 

Meine Kollegen Angela Rosser und Gabriel Knupfer haben hier zusammengefasst, was man über das neue Rahmenabkommen weiss. 

07:48 Uhr

US-Botschaft im Irak warnt vor Angriffen in «24 bis 48 Stunden»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Während Trump ankündigte, sich bald aus dem Iran-Krieg zurückziehen zu wollen und Irans Präsident Massud Peseschkian sich in einem offenen Brief an das amerikanische Volk gewandt hat, geht das Kriegsgeschehen ungehindert weiter. 

Die iranische Armee versprach nach Trumps Rede «vernichtende Angriffe» gegen US-Anlagen und Israel. «Die Feinde» würden die Fährigkeiten des Irans gar nicht richtig verstehen, hiess es von Seiten der Armee. Eines davon könnte auch die US-Botschaft in Baghdad sein, wie diese auf X warnt. 

Irakische, mit dem Iran verbündete Terrormilizen planen möglicherweise innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden Anschläge im Zentrum Bagdads. Dies schreibt die US-Botschaft im Irak auf X. 

«Der Iran und seine Verbündeten haben bereits in ganz Irak, einschliesslich der Region Kurdistan, Angriffe gegen US-Bürger und Ziele mit Bezug zu den USA verübt. Diese Gruppen könnten US-Bürger, Unternehmen, Universitäten, diplomatische Einrichtungen, Energieinfrastruktur, Hotels, Flughäfen und andere Einrichtungen, die mutmasslich mit den Vereinigten Staaten in Verbindung stehen, sowie irakische Institutionen und Zivilisten angreifen.»

Die US-Mission im Irak sei jedoch trotz der obligatorischen Abreise eines Teils des Personals weiterhin in Betrieb, um US-Bürgern im Irak Hilfe zu leisten. 

In der Nacht auf Donnerstag erklärte US-Präsident Donald Trump, dass der Krieg noch zwei bis drei Wochen andauern werde. Gleichzeitig betonte der Republikaner, den Iran «in die Steinzeit zurückbomben» zu wollen, bis die Mission abgeschlossen sei. Mein Kollege Guido Felder hat die Rede in diesem Artikel analysiert. 

01.04.2026, 22:14 Uhr

Ukraine-Hilfe als Pfand: Trump setzt Europa weiter unter Druck

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf seine europäischen Verbündeten. Laut einem Bericht der «Financial Times» droht er, die Waffenhilfe für die Ukraine einzustellen, um Unterstützung im Konflikt mit dem Iran zu erzwingen. Hintergrund ist die Blockade der Strasse von Hormus: Trump fordert eine «Koalition der Willigen» der Nato-Marinen, um die Meerenge gewaltsam zu öffnen. Europäische Hauptstädte lehnten dies bislang ab und verwiesen auf das hohe Eskalationsrisiko.

Insidern zufolge reagierte Trump auf die Zurückhaltung Europas mit der Drohung, die Lieferungen an «Purl» – die zentrale Nato-Initiative zur Waffenbeschaffung für die Ukraine – einzustellen. Nato-Generalsekretär Mark Rutte vermied eine direkte Bestätigung der US-Drohungen, zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Verbündeten weiterhin ihre Verpflichtungen erfüllen würden.

Rutte musste die Europäer zur gemeinsamen Erklärung vom 19. März bewegen, um Trumps angedrohten Ausstieg aus der Ukraine-Hilfe abzuwehren. Der britische Premierminister Sir Keir Starmer kündigte an, Gespräche über die Bildung einer Koalition zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus aufzunehmen, sobald «die Kämpfe beendet sind». Welche Auswirkungen die Sperre der Meerenge auch für die Schweiz hat, hat meine Kollegin Milena Kälin hier erklärt.

Trump kritisierte Europa für die Abhängigkeit von US-Schutz vor Russland, während es im Iran-Konflikt keine Unterstützung leiste, und kündigte an, in einer TV-Ansprache auch einen möglichen Nato-Austritt zu erörtern.

01.04.2026, 21:51 Uhr

Irans Präsident wendet sich in offenem Brief an die USA

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Noch vor wenigen Stunden behauptete US-Präsident Donald Trump, der iranische Präsident habe um einen Waffenstillstand gebeten. Es hat nicht lange gedauert, bis der Iran dies dementierte. Nun wendet sich Masoud Pezeshkian tatsächlich an die USA. Der Grund ist allerdings ein anderer. 

In einem offenen Brief richtet er sich direkt an die amerikanische Öffentlichkeit und hinterfragt die aktuelle US-Politik gegenüber dem Iran. «Gehört ‹America First› heute wirklich zu den Prioritäten der US-Regierung?», fragt Pezeshkian provokativ.

Er kritisiert, dass ein möglicher Krieg mit dem Iran nicht den Interessen der USA diene. Vielmehr sei die Wahrnehmung Teherans als Bedrohung «das Produkt politischer und wirtschaftlicher Launen der Mächtigen». 

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In seinem Schreiben betont Pezeshkian, dass Irans Handeln bislang eher «legitime Selbstverteidigung» gewesen sei. Aggression, Expansion oder Kolonialherrschaft habe sein Land in der modernen Geschichte nie betrieben.

Der Präsident fordert die Amerikaner auf, «über die politische Rhetorik hinauszublicken» und ihr Bild vom Iran zu überdenken. Er betont: «Das iranische Volk hegt keinen Groll gegen andere Nationen, einschliesslich der Völker Amerikas, Europas oder der Nachbarländer.» Die Vernichtungsabsichten Israels lässt er dabei aussen vor.

Der Brief wurde nur wenige Stunden vor der erwarteten Ansprache von US-Präsident Donald Trump zum Thema Iran veröffentlicht – ein klarer Versuch, die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen.

01.04.2026, 16:51 Uhr

Iran dementiert Trumps Behauptung, Iran wolle Waffenstillstand

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Inzwischen nimmt das Spiel groteske Ausmasse an: Donald Trump behauptet etwas – der Iran widerspricht. Wie auch nun wieder. Der US-Präsident gab jüngst bekannt, der iranische Präsident wolle einen Waffenstillstand. Sprecher Esmail Baghaei bezeichnete die Behauptung laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens als «falsch und haltlos», wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

Auch die paramilitärische Revolutionsgarde meldete sich zu Wort und erklärte, die Strasse von Hormus «liege fest und entschlossen unter der Kontrolle» ihrer Truppen. «Diese Strasse wird den Feinden dieser Nation nicht durch das lächerliche Schauspiel des US-Präsidenten geöffnet», hiess es weiter.

01.04.2026, 14:56 Uhr

Laut Trump: Iranischer Präsident schlägt Waffenstillstand vor

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Der iranische Präsident hat die Vereinigten Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um einen Waffenstillstand gebeten. Das schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social.

Demnach habe Massud Peseschkian Washington um eine Einstellung der Kampfhandlungen ersucht. Trump stellte jedoch klar, dass die USA erst darüber beraten würden, wenn die Strasse von Hormus «offen, frei und unbebaut» sei.

01.04.2026, 13:36 Uhr

Modschtaba Chamenei gibt Lebenszeichen von sich

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Neues Lebenszeichen von Modschtaba Chamenei. Nach vielen Spekulationen um den Gesundheitszustand des neuen, iranischen Führers hat er dem Hisbollah-Chef Naim Qassem eine Dankesbotschaft übermittelt.

Foto: Vahid Salemi/AP/dpa/Archivbild

In einer schriftlichen Erklärung, die von der staatlich nahestehenden iranischen Nachrichtenagentur Isna verbreitet wurde, schrieb Chamenei, die Führer der Hisbollah stünden für «Aufrichtigkeit, Standhaftigkeit und Geduld» im Kampf gegen «die schlimmsten Feinde der islamischen Welt».

Modschtaba Chamenei wurde nach dem Tod seines Vaters Ali Chamenei (†86) am ersten Kriegstag zu dessen Nachfolger gewählt. Seitdem weiss niemand genau, wo sich Modschtaba Chamenei genau befindet und wie es ihm geht. Wir haben die offenen Fragen mehrfach in diesem Ticker beleuchtet. Unter anderem steht im Raum, ob der 56-Jährige ein Bein verloren habe und sich in einem künstlichen Koma befindet. 

01.04.2026, 11:18 Uhr

Trump erwägt «ernsthaft» Nato-Austritt

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

So deutlich hat er es seit Kriegsbeginn noch nicht gesagt: US-Präsident Donald Trump hat gegenüber «Telegraph» erklärt, dass er ernsthaft darüber nachdenke, die Vereinigten Staaten aus der Nato zurückzuziehen. Dies, nachdem das Bündnis sich geweigert habe, seinen Krieg gegen den Iran zu unterstützen.

Foto: IMAGO/UPI Photo

Der US-Präsident bezeichnete das Bündnis in dem Interview als «Papiertiger» und sagte, ein Austritt der USA aus dem Verteidigungsvertrag stehe nun «ausser Frage».

Dies ist das deutlichste Zeichen dafür, dass das Weisse Haus Europa nicht länger als verlässlichen Verteidigungspartner ansieht, nachdem Trumps Forderung, dass die Verbündeten Kriegsschiffe zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus entsenden, abgelehnt wurde.

Auf die Frage, ob er die Nato-Mitgliedschaft der USA nach dem Konflikt überdenken würde, antwortete Trump: «Oh ja, das steht ausser Frage. Ich wurde nie von der Nato überzeugt. Ich wusste von Anfang an, dass sie ein Papiertiger ist – und das weiss auch Putin.»

Nato-Partner haben sich bisher geweigert, bei der Wiederöffnung der Wasserstrasse zu helfen, durch die normalerweise 20 Prozent des weltweiten Öltransports laufen. Teheran hat die Strasse über Wochen faktisch blockiert, was die globalen Öl- und Gaspreise in die Höhe treibt. 

Für Trump sei die Entscheidung der Nato-Länder «schwer zu glauben» gewesen. Er habe jedoch keinen grossen Überzeugungsversuch gestartet. «Ich finde einfach, dass das von selbst gehen sollte.»

In dem Interview griff der US-Präsident insbesondere Grossbritannien frontal an. «Ihr habt nicht einmal eine Marine. Ihr seid zu alt und hattet Flugzeugträger, die nicht funktionierten», sagte er und bezog sich dabei auf den Zustand der britischen Kriegsschiffflotte.

01.04.2026, 09:23 Uhr

Werden VAE erster Golfstaat, der in Krieg eintritt?

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Die Geduld der Golfstaaten ist langsam am Ende. Seit Kriegsbeginn trafen die Iraner zahlreiche Industrieanlagen und Öl-Felder. In Saudi-Arabien und Katar wurden Stimmen laut, wonach die Länder möglicherweise selbst in den Krieg eintreten müssen. Nun überlegen sich offenbar auch die Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) einen Kriegseintritt. 

Laut einem Bericht des «Wall Street Journals» spielt das Emirat mit dem Gedanken, gemeinsam mit den USA und anderen Verbündeten die strategisch wichtige Strasse von Hormus notfalls mit Gewalt zu öffnen. 

Foto: Altaf Qadri/AP/dpa/Archivbild

Wie arabische Beamte dem «Wall Street Journal» verrieten, könnten die VAE damit zum ersten Golfstaat werden, der aktiv am Konflikt mit dem Iran teilnimmt. 

Hintergrund sind die wiederholten Angriffe aus Teheran auf das Emirat. Dabei wurden auch zivile Einrichtungen wie Flughäfen und Hotels getroffen. Laut einem VAE-Beamten sollen die USA sowie militärisch starke Staaten in Europa und Asien eine Koalition bilden, um die Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen. «Das iranische Regime glaubt, es kämpfe um sein Überleben und sei bereit, die Weltwirtschaft mit einer Blockade der Strasse in Geiselhaft zu nehmen», erklärte der Beamte. 

Die VAE prüfen derzeit, wie sie militärisch zur Sicherung der Meeresstrasse beitragen können. Optionen umfassen unter anderem die Räumung von Minen und andere unterstützende Massnahmen. Zudem haben die Emirate vorgeschlagen, dass die USA strategisch wichtige Inseln im Golf, darunter Abu Musa, besetzen sollen. Diese Inseln stehen seit einem halben Jahrhundert unter iranischer Kontrolle, werden jedoch von den VAE beansprucht. 

«Es besteht ein breiter globaler Konsens, dass die Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus gewahrt bleiben muss», hiess es in einer Stellungnahme des zuständigen Aussenministeriums. Die neuen Pläne markieren eine drastische Wende in der bisherigen Strategie des Golfstaates, der sich bislang weitgehend neutral gegenüber Teheran verhalten hatte. Vor Beginn des Konflikts am 28. Februar galten die VAE als Vermittler zwischen den USA und dem Iran. Doch die jüngsten iranischen Angriffe auf Hotels und den Flughafen in Dubai hätten gezeigt, dass Teheran bewusst Panik säen wolle, so ein Beamter.

Die Krise wirkt sich auch auf die Wirtschaft der Länder aus. Reiche, die vorher in den Golfstaaten lebten, entscheiden sich nun für die Zuflucht in andere Staaten. Mein Kollege Christian Kolbe hat hier erklärt, wie Golfstaaten-Reiche nun in der Schweiz Zuflucht suchen wollen. 

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