Musiker boykottieren 250-Jahr-Feierlichkeiten
Warum Trump gerade die Stars weglaufen

Die USA feiern 2026 ihren 250. Geburtstag, doch Trumps Jubiläumsshow gerät ins Wanken. Künstler wie Martina McBride und The Commodores sagen ab – wegen politischer Nähe zur Regierung und Intransparenz. Trump reagiert darauf in gewohnter Manier.
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Die Bühne für die 250-Jahr-Feierlichkeiten befindet sich im Aufbau.
Foto: imago/UPI Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • US-Künstler sagen Auftritte bei Jubiläumsfeier unter Trump ab
  • Grund: Nähe zur Regierung und politisierte Wahrnehmung des Events
  • 16-tägige Feier mit über 50 geplanten Veranstaltungen auf der National Mall
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Daniel MacherRedaktor News

Zufälligerweise könnte es für die USA kaum passender sein: Ausgerechnet unter dem selbsternannten «besten Präsidenten aller Zeiten» feiern die USA ihren 250. Geburtstag – und er selbst sitzt am Steuer dieser Mega-Show. Doch die Jubiläumspläne geraten ins Wanken: Mehrere Künstlerinnen und Künstler haben ihre Auftritte kurzfristig gestrichen.

US-Medien berichten, dass Acts wie Young MC (59), Morris Day (69), The Commodores, Martina McBride (59) und Bret Michaels (63) ihre Teilnahme an der 16-tägigen «Great American State Fair» auf der National Mall in Washington abgesagt hätten. Begründung: Ihnen sei die politische Nähe zur Regierung von Donald Trump (79) nicht transparent kommuniziert worden. Zudem störten sich einige daran, dass das angeblich überparteiliche Event faktisch eng mit dem Weissen Haus verknüpft sei.

Trump reagiert gereizt

Die Veranstalterorganisation Freedom 250 präsentiert sich offiziell als Non-Profit, wurde jedoch auf Regierungsebene initiiert und personell mitgestaltet. Nach den ersten öffentlichen Distanzierungen folgte auch die politische Reaktion: Trump bezeichnete die Absagen als «third rate» (zu Deutsch: drittklassig oder minderwertig) und prüft nun offenbar eine eigene «AMERICA IS BACK»-Rallye als Gegenprogramm.

Trump setzte noch einen drauf: Anstelle der Konzerte in Washington könne er sich eine Kundgebung mit sich selbst als Hauptredner vorstellen, schrieb der Präsident auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Er sei schliesslich «die grösste Attraktion der Welt», die deutlich grössere Menschenmengen anziehe als Elvis Presley zu dessen Glanzzeiten – und das ganz ohne Gitarre.

Diese Feierlichkeiten hat Trump geplant

Schon der Start des Feierjahres zeigte die Richtung: Statt Washington wurde Des Moines im Bundesstaat Iowa zur Bühne für ein patriotisch inszeniertes Spektakel mit Feuerwerk, historischen Clips und Auftritten wie Lee Greenwood – unter dem Motto «A New Era with American Greatness». Die Wahl des Mittleren Westens wirkt dabei alles andere als zufällig: Sie liefert das Bild eines traditionellen, ländlichen Amerikas, das politisch stark aufgeladen ist.

Was plant der US-Präsident sonst noch so?

Volksfest oder Wahlkampfshow?

Die «Great American State Fair» soll eigentlich Kultur, Landwirtschaft und Innovation feiern – mit Jahrmarkt-Atmosphäre, Ausstellungen und Bühnenprogrammen auf der National Mall. Doch mit den Absagen der Künstler kippt die Wahrnehmung: Statt eines breiten Kulturprogramms droht ein Event, das vor allem politisch aufgeladen wirkt und primär ein ohnehin überzeugtes Publikum anspricht.

«Patriot Games» mit militärischem Unterton

Auch die geplanten «Patriot Games» sorgen für Diskussionen. Junge Athletinnen und Athleten aus allen 50 Bundesstaaten sollen in Sport- und teils militärisch inspirierten Wettbewerben antreten. Offiziell geht es um Förderung von Jugend und Sport – faktisch dominiert jedoch eine Inszenierung von Disziplin, Stärke und Patriotismus.

Erinnerungspolitik im Parkformat

Mit dem «National Garden of American Heroes» plant die Regierung zudem ein monumentales Erinnerungsprojekt. Vorgesehen ist ein Park mit US-Persönlichkeiten wie Martin Luther King, Elvis Presley oder Ronald Reagan. Kritiker warnen vor einer politisierten Auswahl, die Geschichte nicht nur abbildet, sondern gezielt interpretiert.

UFC im Weissen Haus und andere Gross-Shows

Trump plant einen UFC-Titelkampf auf dem South Lawn des Weissen Hauses. Das Event soll in Zusammenarbeit mit Dana White (56), Unternehmer und gegenwärtigem Präsidenten der UFC, stattfinden. Doch auch hier scheint es Probleme zu geben: Zuschauer müssen rekrutiert werden – vor allem aus dem Militär. Wie die «Washington Post» berichtete, will das Pentagon deshalb Hunderte Soldaten zur Veranstaltung schicken.

Zum Programm gehören ausserdem das maritime Grossereignis «Sail4th 250» in New York, ein geplanter Grand Prix durch Washington sowie limitierte Jubiläumsreisepässe mit Präsidentenporträt. 

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